Naturthemenpark erhält Erlebnisstationen

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Bereit: Die Hütte am Schönen Moos ist bereits zum Infopunkt umgebaut. Der Gemeinderat beschließt nun Erlebnisstationen. Beides s
Bereit: Die Hütte am Schönen Moos ist bereits zum Infopunkt umgebaut. Der Gemeinderat beschließt nun Erlebnisstationen. Beides soll zusammen eröffnet werden. (Foto: Stadtverwaltung)
stellv. Redaktionsleiter

Beim Naturthemenpark Bad Saulgau an der Schönen-Moos-Hütte unweit der Kliniken geht es Schlag auf Schlag. Als dritten Projektbaustein hat der Gemeinderat nicht nur der Planung und Umsetzung von „Interaktiven Naturerlebniselementen für Familien mit Kindern“ zugestimmt. Er stimmte auch gleich einer Verpflichtungsermächtigung über 100 000 Euro für das kommende Haushaltsjahr zu. Das bedeutet, dass die Mittel für die Umsetzung schon jetzt bereitstehen.

Ein Klimawandel-Balancierpfad, Rätsel zum Thema Lebensraum Fließgewässer oder schlicht Entschleunigung und das achtsame Hören der Geräusche im Wald auf einer bequemen Liegebank sollen zur Beschäftigung mit der Natur einladen. Ein Zuordnungsspiel für Wasservögel ist ebenso im Angebot wie eine Klettertour in einem Biberbau oder das Balancieren und das Nachspielen von Zugvögeln. Ein Abenteuer-Spielplatz soll im Bereich des Heckengartens entstehen. Geothermie und Geologie, die Beschäftigung mit Kleinlebewesen im Wald oder das Hüpfen auf blumigen Podesten zum Thema Blumenwiese sollen Familien mit Kindern zum Mitmachen in der Natur einladen.

Ausgangspunkt Info-Punkt

Diese Konzeption hat die Firma „hochkant“ aus Gestratz-Brugg im Allgäu erstellt. Sie soll den Naturthemenpark in Bad Saulgau weiterentwickeln. Zwei Maßnahmen sind bereits verwirklicht. Im Dezember 2017 wurde der Themen- und Erlebnisweg Wasser eingeweiht. In diesem Jahr folgte die Umgestaltung der Schönen-Moos-Hütte zum Info-Punkt für den Naturthemenpark, samt WC-Anlagen und Informationstafeln. Der Infopunkt ist der zentrale Ausgangspunkt für die verschiedenen Möglichkeiten für Erkundungen im Bad Saulgauer Naturthemenpark.

Die dritte Stufe sind die nun beschlossenen Naturerlebniselemente. Es soll schnell gehen, damit Familien mit Kindern noch im kommenden Jahr etwas davon haben. „Es wäre schade, wenn die Stationen erst im Herbst fertig würden‘“, sagte Stadtbaumeister Pascal Friedrich in der Sitzung.

Das städtische Umweltamt hat in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Landschaftsarchitekturbüro drei Vorschläge von Firmen eingeholt. „Das Konzept der Firma ,hochkant’ war das überzeugendste“, so Friedrich. Die technische Machbarkeit, Dauerhaftigkeit und die fachliche und pädagogische Qualität seien als Kriterien dafür ausschlaggebend gewesen. Insgesamt zehn Stationen sind vorgesehen. Besonders gefiel der Verwaltung, dass es an den Stationen „spiel- und bewegungsorientierte Angebote gibt“.

Damit alles schnell umgesetzt werden kann, musste der Gemeinderat eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 100 000 Euro für das kommende Haushaltsjahr beschließen. Laut Angebot belaufen sich die Kosten inklusive Montage auf knapp 100 000 Euro.

56 000 Euro Zuschuss

Der Zuschuss aus dem Leader-Programm beläuft sich auf über 56 000 Euro und ist laut Stadtverwaltung auch bewilligt. Gedeckt werden soll die über nicht in Anspruch genommene Mittel bei der Sanierung der ABC-Halle. Weitere 10 000 Euro werden für kleinere Arbeiten während des Baus benötigt. Dieser Betrag wird aber ohne Verpflichtungsermächtigung in den Haushalt 2019 eingeplant. Über den Termin der genauen Fertigstellung äußerte sich Pascal Friedrich nur vorsichtig. „Es handelt sich um ein kreatives Projekt, da muss man vorsichtig sein.“ Für realistisch hält er eine Fertigstellung im zweiten Quartal 2019. Dann steht eine Feierlichkeit an: Infopunkt und Naturerlebnisstationen sollen laut Stadtverwaltung zusammen eröffnet werden.

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