Musicalensemble bezieht das Publikum mit ein und erntet viel Applaus

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 Die Musicaldarsteller zeigen dem Publikum ein tolles Programm.
Die Musicaldarsteller zeigen dem Publikum ein tolles Programm. (Foto: amm)

Musical-Hits der vergangenen Jahrzehnte haben im Mittelpunkt der Show gestanden, die am Sonntag in Bad Saulgau das zahlreich erschienene Publikum begeistert hat. Auch Ohrwürmer von Udo Lindenberg, Abba oder Queen und viele andere Showeinlagen haben dafür gesorgt, dass es nicht lange dauerte, bis im großen Saal des Stadtforums überschwängliche Partystimmung aufkam.

„Ihr seid ja ein richtig wilder Haufen“, ruft Espen Nowacki, Ensemblemitglied, Produzent und Regisseur der Show, zum Schluss ins Publikum. Denn das verlangt lautstark klatschend nach mindestens einer Zu-gabe. Auch die Frage, ob die Besucher denn „kein Zuhause“ hätten, wo sie nach der Show hingehen können, ändert nach fast drei Stunden nichts daran, dass eine weitere Aufführung eingefordert wird. Die kriegt das Publikum dann auch. Verbunden mit dem Wissen, dass die Bühnenstars wiederkommen werden. Dann werden sie vermutlich wieder auf Tuchfühlung gehen mit den Gästen.

So wie an diesem Abend. Schon nach wenigen Minuten findet sich ein Besucher auf der Bühne – mit einer Federboa um den Hals und tanzend inmitten von attraktiven Bühnenakteurinnen. Zuvor gibt es eine Einführung ins Musical-Genre und eine Ensemble-Vorstellungsrunde etwas anderer Art. Darunter findet sich etwa ein Arbeitsloser oder ein „Partyluder“, das jeden Morgen „in einer Hecke aufwacht“. Auch das sorgt für viel Gelächter, wenn auch nicht in allen Reihen.

Dann folgen Ausschnitte aus Musical-Welt-Hits, wie etwa Das Phantom der Oper, Die Eiskönigin, Evita, Tanz der Vampire oder Der Glöckner von Notre Dame. Und hier zeigen sich die vielfältigen und herausragenden Talente der Darsteller, allesamt mit umfangreicher Bühnenerfahrung und zahlreichen Engagements im In- und Ausland. In immer neuen Kostümierungen, glitzernd von Kopf bis Fuß, dann wieder passgenau in wallenden Ballkleidern oder rockigem Outfit.

Wieder wird das Publikum mit einbezogen, wird zum Aufstehen und Mitmachen aufgefordert. Nach der Pause kommt eine zeitlich umfassendere Szene aus dem Musical Ludwig II. Hier bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, tiefer einzutauchen in das Geschehen rund um das Leben des Märchenkönigs. Doch gleich geht es weiter mit der Party. Ludwig steht noch auf der Bühne, als satte Töne der britischen Rockband Queen erklingen und das Publikum mitreißen.

Künstler sind flexibel

Ob Gesang, Tanz, Schauspiel oder Comedy - besonders im zweiten Teil der Show wird deutlich, über welch hohe künstlerische Flexibilität jeder einzelne Künstler verfügt. Weiter geht’s mit Sister Act, basierend auf dem gleichnamigen Film mit Whoopi Goldberg. Hier betritt unter anderem eine „Nonne“ die Bühne, die, mit einer Flasche Schnaps, Kokain und einer Flasche Babyöl in den Händen, lüstern nach einem männlichen Gast Ausschau hält. Später wird das Publikum aufgefordert, im Wechsel „uuh“ und „ja“ zu tönen. „Damit, meine Herren, haben wir den Höhepunkt des Abends erreicht“, so Espen Nowacki. Was wiederum für großes Gelächter im Publikum sorgt. Doch schon geht’s weiter mit der Party, mit Songs von Abba, Udo Lindenberg oder Udo Jürgens.

Mit stehendem Applaus verabschiedet sich das Publikum im Stadtforum schließlich von den Bühnenstars. Dichtes Gedränge gibt es auch abschließend bei der Autogrammstunde im Foyer.

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