Ministranten erledigen Aufgaben in weniger als 72 Stunden

Lesedauer: 4 Min
 Spontane Zusage: Die Familie Koch gestaltete den Frühschoppen musikalisch.
Spontane Zusage: Die Familie Koch gestaltete den Frühschoppen musikalisch. (Foto: Anita Metzler-Mikuteit)
Anita Metzler-Mikuteit

Das hat geklappt wie am Schnürchen: Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) erfüllten die Bad Saulgauer Ministranten ihren Projektauftrag mit Bravour. Sie erstellten einen Kinderkirchenführer und organisierten einen jugendgerechten Frühschoppen. Der wurde so gut besucht, dass die Sitzplätze kaum reichten.

Das Wetter spielt mit, und auch sonst passt alles am Abschlusstag der großen Sozialaktion, die in ganz Deutschland über die Bühne geht. Nach dem Gottesdienst strömen die Besucher zu den Bedientischen, kaufen Getränke, Saitenwürste und Butterbrezeln. Die Projektteilnehmer, nicht zu übersehen in ihren knallgrünen T-Shirts, haben alle Hände voll zu tun. Und hoffen inständig, dass sie genügend Würste eingekauft haben. Einen Tisch weiter liegen die Kinderkirchenführer zum Verkauf aus.

Rätsel und Liedtexte

Innerhalb der vorgegebenen Zeit haben die Kinder und Jugendlichen eine zehnseitige und reich bebilderte Broschüre erstellt. Darin zu schmökern, macht Freude. Projektteilnehmer erläutern mithilfe von bunten Sprechblasen Basiswissen rund um die Johanneskirche. Danach folgen diverse Rätsel und ein Liedtext. Auch wird dazu eingeladen, Ängste, Wünsche und Sorgen Gott anzuvertrauen.

Die schöne Frühschoppen-Atmosphäre ist nicht zuletzt auch der Familie Koch zu verdanken. Die haben sich spontan bereit erklärt, die Aktion musikalisch zu unterstützen. Selbst die zweijährige Viola hat ihre Ukulele mitgebracht und hat sichtlich Spaß an der Aktion. „Wir mussten nicht lange überlegen, haben zugesagt und gleich ein kleines Repertoire zusammengestellt“, erzählen Johannes und Claudia Koch. Beide sind begeistert von der Aktion und beobachten – beide sind Lehrer von Beruf – grundsätzlich eine große Aufbruchstimmung bei der Jugend.

Gleich nach Bekanntgabe der Projektaufgabe am Donnerstag um 17.07 Uhr legte sich die Ministrantengruppe ins Zeug, erstellte einen Organisationsplan und bildete Arbeitsgruppen. Die Jüngeren haben in der Fußgängerzone Werbung für die Aktion gemacht und gleichzeitig Spenden gesammelt, die – genauso wie der Gesamterlös des Tages – an die Bruder-Konrad-Stiftung gehen. Am Kinderkirchenführer haben die Beteiligten tags zuvor bis Mitternacht gearbeitet. Ob Gabor, Elia, Felix, Lilli und all die anderen – ihr Einsatz hat sich gelohnt. Elia, erst seit Kurzem Ministrant, fühlt sich nicht nur an diesem Tag wohl in dieser Gruppe. „Mir macht der Ministrantendienst Spaß“, sagt der Zehnjährige.

Die Aktion mitorganisiert hat auch die junge Kirche Bad Saulgau, „Time for church“. Dahinter stehen rund zehn Jugendliche, die Gleichaltrigen Lust auf Kirche machen wollen. Derweil ist der Andrang weiterhin groß am Bedientresen. „Eine richtig nette Idee“, sagt ein Besucher. Bei ihm werden dabei Urlaubserinnerungen an Kreta wach. Dort hätten die Kirchenbesucher danach ebenfalls zusammengesessen, miteinander gegessen und ein schönes Gefühl der Gemeinschaft miteinander geteilt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen