Mengen steht mit leeren Händen da

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 Mengens Außenverteidiger David Bachhofer schirmt den Ball gegen Maximilian Rieber (rechts) ab.
Mengens Außenverteidiger David Bachhofer schirmt den Ball gegen Maximilian Rieber (rechts) ab. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Der FC Mengen hat im letzten Spiel des Kalenderjahres in der Fußball-Landesliga sein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen können. Gegen den SV Kehlen stand die Mannschaft von Trainer Miroslav Topalusic am Samstag am Ende beim 2:3 (1:1) mit leeren Händen da, hätte aber einen Punkt verdient gehabt.

Das anerkannte am Ende der 90 Minuten auch Kehlens Trainer Michael Steinmaßl: „Wir hätten uns über ein Unentschieden nicht beschweren können. Aber natürlich nehmen wir die drei Punkte sehr gerne mit.“ Sein Gegenüber Miroslav Topalusic schäumte derweil vor Wut und mochte sich so recht gar nicht beruhigen. In gleich zwei Szenen hatte - nicht nur er - elfmeterreife Fouls gegen seine Spieler gesehen. Auch sonst war er nicht immer mit der Leistung des Schiedsrichters einverstanden. „Ich habe mich einmal beschwert, er hat mich dann angewiesen, ruhig zu sein. Das war ich auch. Dann herrschte er mich aus dem Spiel heraus an, provozierte mich und sagte mir, ich solle ruhig sein. Aber ich war ruhig. Er schmeißt mich in einer Szene runter, obwohl ich überhaupt nichts gesagt habe. Aus dem Spiel heraus, während das Spiel läuft. Selbst der Linienrichter hat sich bei mir quasi entschuldigt.“ Nur mühsam beruhigte sich der erfahrene Trainer wieder. „Natürlich müssen wir unsere Torchancen besser nutzen. Kehlen war einfach cleverer. Mal wieder.“

Denn einen Grund, das Spiel zu verlieren, hatte Mengen eigentlich keinen. Von Beginn an drückten die Gastgeber aufs Tempo, auch mit umformierter Abwehr. Für den wieder in Ungarn weilenden Dennis Ivanesic rückte Langzeitrekonvaleszent Daniel Wolfert in die Innenverteidigung, neben ihm verteidigte Max Schuler auf den Außen David Bachhofer und Uwe Willbold. Zum Glück für die Schwarz-Gelben meldeten sich Patrick Klotz, Alex Klotz und Kevin Hartl fit. Nach nicht mal einer Viertelstunde stand Patrick Klotz alleine vor dem Kasten, brachte das Leder aber nicht im Tor unter (10.), kurze Zeit später jagte auf der Gegenseite Johannes Beier den Ball ans Außennetz (15.), ehe nach einer knappen halben Stunde Alexander Klotz mit einer Direktabnahme Kehlens Torhüter Ünal testete (28.). Kurze Zeit später folgte das 1:0. Ball in die Spitze von Schuler auf Patrick Klotz, der Ünal im Kasten keine Chance ließ (33.). Der Ausgleich drei Minuten vor der Pause fiel dann fast aus dem Nichts. Nach einer Freistoßflanke setzte sich Johannes Baier gegen Willbold und Wolfert durch und hob das Leder über Merk ins Tor - 1:1 (42.). Fast im Gegenzug gab es Ecke für Mengen, doch weder Willbold noch Hartl kamen an die Klotz-Hereingabe (45.).

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag, als der wieder mal starke Tobias Nörz nur den Pfosten traf (46.), dann schlenzte Alex Klotz einen Freistoß aus spitzem Winkel übers lange Eck (50.), die nächste Chance besaß Manuel Frommeld - wieder vorbei (54.). Sieben Minuten später prüfte Rieber Merk mit einem Schuss, der ließ den scharfen Schuss nach vorne prallen, Beier staubte ab - 1:2 (62.). Und als sei das nicht genug, spielte dann Merk Böning den Ball in den Fuß, der bediente Jonas Klawitter - 1:3 (77.). Mengen mühte sich weiter, fünf Minuten vor Schluss spielte auch der Schiedsrichter mit, der in Halbzeit eins und zwei den Schwarz-Gelben nach Fouls gegen Nörz und Frommeld jeweils einen berechtigten Elfmeter verweigert hatte - was im Übrigen auch ein Kehlener Betreuer beim Shakehands mit Miro Topalusic so sah. Nach einem erneuten Foul von Hrovat an Nörz blieb Schiri Pittner nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Alex Klotz verkürzte auf 2:3 (87.). Topalusic versuchte alles, beorderte Wolfert als „Zielspieler“ nach vorne, der prompt jedes Kopfballduell gewann. Doch mehr als ein Seitfallzieher und ein Schuss von Alex Klotz sprangen nicht mehr heraus.

„Ich denke, das war ein attraktives Spiel beider Mannschaften“, sagte Michael Steinmaßl nach dem Spiel, „temporeich, ein Spiel, in dem Mengen ein Unentschieden verdient gehabt hätte. Trotzdem waren wir nach der Halbzeit zuversichtlich, das Spiel zu gewinnen.“

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