Mengen arbeitet am Defensivverhalten

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 Miroslav Topalusic, Trainer des FC Mengen.
Miroslav Topalusic, Trainer des FC Mengen. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Eine Woche nach dem Krimi vom Ablachtal, beim 4:3-Sieg des FC Mengen gegen den FC Lautkirch, steht der FC Mengen am Samstag vor einer schweren Aufgabe. Die Reise führt die Mannschaft von Trainer Miroslav Topalusic zum SV Oberzell.

„Unsere personelle Situation hat sich nicht sehr verändert“, sagt Mengens Trainer Miroslav Topalusic. Einzig Daniel Konrad kehrt ins Aufgebot der Mengener zurück. Der Rest bleibt gleich. So fehlt weiterhin Alexander Klotz, der noch immer auf die endgültige Dauer seiner Rotsperre wartet. Klotz war im Spiel gegen seinen Ex-Verein FC Ostrach nach einem rüden Foulspiel an Mirko Schiemann des Feldes verwiesen worden. „Wir rechnen mit vier Wochen“, sagt der Coach. Das heißt, dass Klotz noch zwei weitere Wochen fehlen würde. Da auch Dennis Ivanesic (Auslandssemester), Josip Volarevic (privat) und Patrick Baumgärtner fehlen, stellt sich die Elf der Mengener fast von selbst auf. „Das Positive ist, dass wir wohl zum ersten Mal in dieser Saison mit derselben Elf ins Spiel starten können wie gegen den FC Leutkirch“, goutiert Topalusic, dass nicht noch weitere Ausfälle hinzugekommen sind.

Trotz der personellen Lage erwartet Topalusic von seiner Mannschaft eine klare Leistungssteigerung, vor allem im Defensivbereich. „Aus den vergangenen beiden Spielen kann ich nicht viel Positives ziehen“, sagt der Trainer. „Sicher ist gut, dass wir zehn Punkte auf dem Konto haben und einige Vereine wären wohl froh, sie hätten zehn Punkte. Aber spielerisch müssen wir uns steigern. Ich hoffe, dass wir gegen Oberzell zu unserem Spiel finden und besser spielen. Ich habe zur Mannschaft auch gesagt: Wenn wir in den kommenden Spielen so auftreten wie gegen Leutkirch, steigen wir ab.“ Vor allem die vielen Ballverluste ärgern den Perfektionisten Topalusic. „Wir haben das Spiel auf Video aufgenommen und nochmals angeschaut. Da waren sehr viele unnötige Ballverluste dabei.“

Der SV Oberzell findet sich immer besser zurecht. Die drei Niederlagen zum Auftakt hat die Mannschaft von Ex-Profi Achim Pfuderer inzwischen verdaut. Das zeigen auch die beiden Spiele in den vergangenen Wochen. Dennoch: Das 2:2 in Balingen fühlte sich an wie eine Niederlage. „Seit der zweiten Halbzeit in Kehlen sind wir auf dem richtigen Weg“, sagt Pfuderer trotzdem. Gegen Balingen II gab Oberzell zweimal eine Führung aus der Hand. „Das war unglücklich, aber im Rückblick bewerten wir das Spiel positiv“, sagt Pfuderer. „Es war ein wirklich gutes Auswärtsspiel von uns und wir haben im Vorfeld gesagt, dass wir einen Punkt mitnehmen wollen.“ Allerdings ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Pfuderer hat entsprechend den Torabschluss üben lassen. Es gehe aber auch darum, „Selbstvertrauen zu entwickeln. Wir brauchen die Entschlossenheit, unbedingt das Tor machen zu wollen“, meint der Trainer. Unterschätzen will er den FC Mengen nicht. „Sie haben eine breite Brust, sind ein starker Aufsteiger. Aber darauf sind wir vorbereitet. Keiner von uns wird so geisteskrank sein, in unserer Situation einen Gegner wie Mengen zu unterschätzen.“

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