Matthias Knoll lobt den fünften Platz

Lesedauer: 4 Min
 Matthias Knoll, Vorsitzender der Handballabteilung des TSV Bad Saulgau, ist mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft zufrieden
Matthias Knoll, Vorsitzender der Handballabteilung des TSV Bad Saulgau, ist mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft zufrieden. Er ärgert sich mehr über die Hallennutzungsgebühren. (Foto: archiv: Karl-Heinz Bodon)
Schwäbische Zeitung

Bei der Hauptversammlung der Handballabteilung des TSV Bad Saulgau am vergangenen Mittwoch in den Räumen der Volksbank hat der Vorstand auf eine im Großen und Ganzen erfolgreiche Saison 2018/2019 zurückgeblickt. Der Vorsitzende Matthias Knoll lobte den fünften Platz der Herren-Landesligamannschaft, die trotz vieler Umstellungen und Ausfällen und einem neuen Trainer das gesteckte Saisonziel erreichte.

Dauerthema war wiederum die Hallennutzungsgebühr. „Wir betreiben intensive und erfolgreiche Jugendarbeit für die Stadt und werden bestraft dafür. Unsere Abteilung muss in Zukunft etwa 13 500 Euro Nutzungsgebühr pro Jahr bezahlen und nur wenig wird durch Zuschüsse ausgeglichen“, sagte Knoll. Die Mitglieder folgten deshalb einem Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Osswald, die Mitgliedsbeiträge moderat zu erhöhen, wobei Kassierer Martin Fischer bemerkte, dass dies zu maximal 1500 Euro Mehreinnahmen pro Jahr führen und die Kosten für die Hallennutzungsgebühren längst nicht decken könne.

Weniger Eintrittsgelder

Martin Fischer berichtete, dass der Verein in der vergangenen Saison bei gut 136 000 Euro Ausgaben einen Überschuss in Höhe von etwa 13 000 Euro erwirtschaftete. Die Rechnungen für die 2018 beschlossenen und von Oktober bis Dezember angefallenen Hallennutzungsgebühren sowie die Gewerbesteuer, die jetzt erst aufgelaufen wären, müssten davon jedoch noch abgezogen werden. Dann bliebe noch ein Überschuss von rund 2000 Euro. Da die Einnahmen durch Eintrittsgelder zurückgingen und in der nächsten Saison die vollen Hallennutzungsgebühren bezahlt werden müssen, wisse er nicht, wie die Bilanz dann ausfalle, sagte Fischer weiter. Als positiv stellte Fischer die Einrichtung des Handball-Fördervereins dar, über den der Kiosk-Betrieb abgerechnet werden konnte.

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand wagte nach dem halbwegs erfolgreichen sportlichen vergangenen Jahr bezüglich der Qualität des neuen Landesligakaders für die Saison 2019/2020 noch keine Einstufung, zumal möglicherweise noch ein neuer Akteur zur Mannschaft stößt. Die zweite Mannschaft bezeichnete er als Unterbau für die Erste und eine gute Möglichkeit für die eigenen Jugendspieler, Spielpraxis zu bekommen und sich für das erste Team zu empfehlen. Bei den TSV-Frauen ist die Trainerfrage noch offen und damit verbunden auch die Frage, ob überhaupt eine Mannschaft für die neue Saison zusammengestellt werden könne. Jugendkoordinator Fabian Kohler stellte einen erfreulichen Zulauf bei den Kinder- und Jugendmannschaften fest. Allgemein hätten die Jugendmannschaften in der vergangenen Saison auch ganz gut abgeschnitten, so Kohler. Jugendtrainer Günther Halder, der auch die dritte Herrenmannschaft trainierte, sowie Christine Mutschler und Admin Cosovic stünden als Übungsleiter nicht mehr zur Verfügung. Für sie müsse Ersatz gesucht werden.

Die Handballabteilung will die in letzter Zeit verstärkten Aktivitäten bei der Jugendarbeit noch weiter intensivieren. So sollen mehr Jugendliche zu Trainern und Schiedsrichtern ausgebildet werden. Der Vorsitzende des TSV-Gesamtvereins, Martin Blaser, erteilte nach dem Bericht der Kassenprüfer dem gesamten Vorstand der Handballabteilung die Entlastung, die von der Versammlung einstimmig angenommen wurde.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen