Leipzig wartet mit Wut im Bauch

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 Benjamin Meschke spielte im vergangenen Jahr noch für Leipzig. Am Donnerstag gibt es ein Wiedersehen mit den ehemaligen Mannsch
Benjamin Meschke spielte im vergangenen Jahr noch für Leipzig. Am Donnerstag gibt es ein Wiedersehen mit den ehemaligen Mannschaftskameraden. (Foto: via www.imago-images.de)
Schwäbische Zeitung

Nach der bitteren Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den HC Erlangen geht es für die Gallier in der Handball-Bundesliga bereits am Donnerstagabend weiter. In der Arena Leipzig treffen die Schwaben um 19 Uhr auf den SC DHfK Leipzig.

Es hat einige Zeit gedauert, ehe die Schwaben die Heimniederlage einigermaßen verdaut hatten. Nach einer grandiosen Leistung und einem aufopferungsvollen Kampf in der ausverkauften Sparkassenarena standen die Hausherren zum zweiten Mal in Folge mit leeren Händen da. Auch die HBW-Fans hatten nach der Schlusssirene den Glauben an Fortuna verloren. „Wenigstens ein Punkt wäre hochverdient gewesen“, war die einhellige Meinung.

Viel Zeit hatten Chef-Trainer Jens Bürkle und seine Spieler nicht, sich mit dem Wieso und Warum zu beschäftigen. Nur einen Tag nach der Niederlage mussten sie sich bereits mit dem nächsten Gegner, dem SC DHfK Leipzig beschäftigen. Mit der Niederlage gegen die bis dahin punktlose HSG Nordhorn-Lingen haben sich die Sachsen am vergangenen Spieltag mächtig unter Druck gesetzt. Den bekommen jetzt aller Voraussicht nach die Balinger zu spüren. Ganz sicher werden Weber und Co. alles dafür tun, nicht auch noch gegen den zweiten Aufsteiger zu verlieren.

Die Pleite gegen Nordhorn war nicht der erste Ausrutscher, den sich die Leipziger leiteten. Mit einer ähnlich indiskutablen Leistung unterlagen die Sachsen am vierten Spieltag auch bei den Eulen in Ludwigshafen. Mit 10:6 Punkten stehen die Sachsen derzeit auf dem achten Tabellenplatz. Mit der Platzierung kann Leipzig eigentlich leben, aber ohne die unnötigen Niederlagen gegen Nordhorn und Ludwigshafen stünden die Sachsen punktgleich mit Hannover an der Tabellenspitze.

Das zeigt, wie stark der nächste HBW-Gegner einzuschätzen ist. Vergleicht man die Zusammensetzung des Kaders von Leipzig mit Wetzlar und Erlangen, sind die Sachsen ebenbürtig. Vor Beginn dieser Saison haben die Leipziger den ohnehin schon starken Kader nochmals aufgerüstet.

Starker Leipziger Rückraum

Nachdem der Ex-Gallier Milos Putera seine Torhüterkarriere beendet hat – er ist inzwischen Co-Trainer der Sachsen – wurde mit Joel Birlehm vom TuS N-Lübbecke ein starker, aufstrebender Nachwuchs-Keeper verpflichtet, der mit Jens Vortmann eines der stärksten Torhüter-Duos der Liga bildet. Neu im Kader sind auch der Ex-HBW-Spieler Philipp Müller, der von der MT Melsungen kam, und Marko Mamic, der aus Kielce/Polen nach Sachsen wechselte. Beide verstärken einen mit Franz Semper, Philipp Weber und Niclas Pieczkowski ohnehin schon sehr gut besetzten Rückraum. Pieczkowski kam nach einer Schulter-Operation allerdings in dieser Saison noch nicht zum Einsatz. Bei der Pleitenspiel in Nordhorn pausierte auch Weber verletzungsbedingt. Auch bei den Galliern werden – mit Ausnahme von Kapitän Martin Strobel – alle Mann mit an Bord sein, die zuletzt im Kader standen.

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