Kinder an den Sport heranführen

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Dietlinde Dom-Miehle (SF Bussen, 2.v.r.) erhält als Siegerin des Ehrenamtspreises die Auszeichnung aus den Händen von Jürgen Ame
Dietlinde Dom-Miehle (SF Bussen, 2.v.r.) erhält als Siegerin des Ehrenamtspreises die Auszeichnung aus den Händen von Jürgen Amendinger (links), Bezirksvorsitzender, Edith Schweizer, Frauen-Beauftragte des Bezirks, und Thomas Halder, Mitglied im WFV-V (Foto: Fotos: Marc Dittmann)
Sportredakteur

Dietlinde Dom-Miehle von den Sportfreunden Bussen hat am Montagabend im Michel-Buk-Saal der Sparkasse Ehingen aus den Händen des Bezirksvorsitzenden Jürgen Amendinger und Thomas Halder, Präsidiumsmitglied des Württembergischen Fußball-Verbandes (WFV), den Ehrenamtspreis für ihr Engagement zur frühkindlichen Sporterziehung bei den Sportfreunden Bussen erhalten.

Dietlinde Dom-Miehle ist Initiatorin und setzt verantwortlich ein Projekt um, das Kinder mit zielgerichtetem Turnen, an Sport und Bewegung heranführt. Der Bezirksvorsitzende Jürgen Amendinger bezeichnete das Projekt als beispielhaft „in einem unserer kleineren, aber bestens strukturierten und ausgestatteten Vereine“. In diesem Kinderturnen machten schon die Jüngsten Erfahrungen mit dem Ball, „hüpfend, rollend, fliegend“, so Amendinger, aufbereitet in altersgerechten Spiel- und Übungsformen, die den Kindern Spaß bereiten und die koordinativen und motorischen Fähigkeiten der Kinder schulten.

Das Engagement helfe den Kindern auch ihre sozialen Tugenden zu verbessern und richte sich an alle Kinder und bescherte jedem Kind Erfolgserlebnisse, egal ob begabt oder weniger begabt, so Amendinger und lehre sie den Umgang mit guten, aber auch und vor allem mit weniger guten Ergebnissen und helfen so beim persönlichen Reifungsprozess und bei der Persönlichkeitsbildung. „Hier wachsen junge Sportler und junge Fußballer in familiärer Umgebung unter der wohlwollenden Begleitung und Obhut von einfühlsamen, kompetenten Übungsleitern heran, hier wird die Basis für ein lebenslanges Sporttreiben und ein erfolgreiches Fußballspielen mit Erlebnis- und Spaß-Faktor gelegt.“

Dom-Miehle sei jedes einzelne Kind wichtig, sie beobachte genau den Entwicklungsprozess und suche Kontakt zu Eltern, Kindern und den Verantwortlichen im Verein oder außerhalb des Vereins. Sie animiere ihre Übungsleiter dazu, in einen andauernden Qualifizierungsprozess einzutreten, sei eine einfühlsame Begleiterin. Mit Erfolg: „Es gibt nur wenige Vereine, die, gemessen an ihrer Mitgliederzahl, auf so viele lizenzierte Übungsleiter zählen dürfen wie die Sportfreunde. Sage und schreibe deren 14, davon fünf im Fußball“, belegte Amendinger seine Aussage mit Zahlen. Vor allem die Fußballabteilung profitiere von der Arbeit von Dom-Miehle. 80 bis 90 Prozent wechselten nach der „Grundausbildung“ im Turnen der SF Bussen in den Fußball, die Jungen zu den Sportfreunden, die Mädchen in die Partnervereine nach Uttenweiler und Unlingen. Erfolge zeigten sich auch dadurch, dass viele Spieler und Spielerinnen am Talentförderprogramm des Verbandes teilnähmen.

„Dank Dietlinde Dom-Miehle setzen die Sportfreunde ein großartiges Projekt kompetent und konsequent um, legen die Grundlagen für erfolgreichen, begeisternden Fußball. Dieses Projekt darf und muss man als beispielhaft betrachten.“ Abschließend lobte Amendinger Dom-Miehle für ihre „außergewöhnliche Qualität, tolle Gestaltungskraft und ihr vorbildliches Engagement“.

Lohn: Club 100-Aufnahme

Jürgen Amendinger: „Ohne die vielen Ehrenamtlichen gäbe es weder einen Trainings- noch einen Spielbetrieb, würden keine Trikots gewaschen, würden keine Sportanlagen geschaffen und gepflegt, gelangten unsere Kinder und Jugendlichen nicht zu Auswärtsspielen, Turnieren. Unsere Gesellschaft müsste auf einen starken Beitrag zu mehr Lebensqualität verzichten, unsere Gesellschaft wäre ganz einfach um Vieles ärmer.“

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