Kappeler-Porsche fällt nach Unfall aus

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 Trübes Wetter am Nürburgring. Trotzdem ist für das Team Kappeler (Wagen vorne) zunächst die Welt in Ordnung...
Trübes Wetter am Nürburgring. Trotzdem ist für das Team Kappeler (Wagen vorne) zunächst die Welt in Ordnung... (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Nach nur zwei Wochen Rennpause ist am vergangenen Wochenende der dritte Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf der Nordschleife des bekannten Rennkurses in der Eifel ausgetragen worden. Zum Leidwesen des Teams Kappeler schied das Team mit dem Auto nach einem Unfall in Runde drei aus.

Und das Team Kappeler startete bereits mit einem unguten Gefühl, denn im sicheren Wissen an der Spitze der Startklasse 7 mitmischen zu können las sich die bisherige Bilanz vor dem dritten Rennen bereist ernüchternd - null Punkte aus bislang zwei Rennen Zu. Alle im Team wollten das deshalb so schnell wie möglich ändern und waren bis in die Haarspitzen motiviert.

Entgegen der Wetterprognosen war es zu Beginn des Qualifyings noch immer trocken - die Feuchtigkeit lag aber schon deutlich spürbar in der Luft. Deshalb versprach schon das Qualifying einiges an Spannung – wollten doch zu Beginn alle 194 Fahrzeuge noch eine schnelle Runde ins Trockene bringen. Doch wenn alle gleichzeitig das Gleiche wollen… Schon nach kurzer Zeit war die Strecke auf dem Boxenmonitor mit Flaggensignalen übersät. Bis kurz vor den ersten Regentropfen lag der Kappeler-Porsche Cup MR noch auf dem siebten Platz in der Klasse, also aus Sicht der Fahrer Thomas Kappeler, Willy Hüppi und Thomas Gerling am falschen Ende der Tabelle. Dann noch ein letzter Versuch Minuten vor dem Regen brachte Startplatz zwei in der Klasse und Startplatz 26 im Gesamtklassement. „Den Kopf aus der Schlinge gezogen“, meinte Teamchef Thomas Kappeler in der Rückschau.

Doch der Krimi ging weiter. Nach dem Qualifying trocknete die Strecke wieder ab, die tiefstehenden grauschwarzen Wolken sprachen jedoch eine andere Sprache.

Der Start gelingt

Aber wenn es trotzdem nach dem Start noch eine Zeitlang trocken blieb? Semi-Slicks oder Regenreifen für den Start? Kappeler und Co. entschieden sich für Regenreifen – und der Regen kam, pünktlich zum Start. Wieder hatte das Team aus Oberschwaben den Kopf aus der Schlinge gezogen. Und auch der Start gelang gut. Der gelbe Kappeler-Porsche mit der Nummer 66 etablierte sich auf Platz zwei und blieb in Sichtkontakt zum Führenden. „Diesmal packen wir es“, lautete die Überzeugung.

Doch in Runde drei kam die Hiobsbotschaft über Funk: Unfall, das Auto steht, doch das Wichtigste: Dem Fahrer geht es aber gut. Eingangs des Streckenabschnitts „Kesselchen“ hatte der Fahrer aufgrund Highspeed-Aquaplaning die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, es drehte zwei Pirouetten und schloss anschließend unsanft Bekanntschaft mit der Leitplanke. Bruch der Aufhängung, Rennende.

„So richtig vom Rennglück verfolgt sind wir in der laufenden Saison in der Tat noch nicht. Aber wir glauben weiter an unsere Fähigkeiten und jeder im Team gibt sein Bestes - und so werden wird das Glück noch auf unsere Seite bringen“, so Thomas Kappeler.

Beim 4. Lauf zur VLN zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hat das Team am 13. Juli eine neue Chance. Dann wird das Fahrzeug mit der Startnummer 66 wird wieder am Start stehen.

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