Kampa plant neues Produktionswerk

Lesedauer: 5 Min
 Die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ machen sich im Betrieb ein Bild von den Bauelementen.
Die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ machen sich im Betrieb ein Bild von den Bauelementen. (Foto: Fotos: Anita Metzler-Mikuteit)
Anita Metzler-Mikuteit

Im Rahmen der Aktion „Schwäbische Türöffner“ hat am Sonntagvormittag die Kampa GmbH Einblicke in ihre Produktionsstätte am Standort Bad Saulgau gegeben. Die Besuchergruppe erfuhr dabei viel Wissenswertes über das Innenleben hocheffizienter Holzfertighäuser. Aber auch über die Pläne des Unternehmens: Im Industriegebiet Hochberger Straße ist ein neues Werk geplant.

Verkaufsleiter Frank Prölß, der von seinem Kollegen Bodo Staniszewski begleitet wurde, erinnerte nach der Begrüßung auf dem Werksgelände an der Platzstraße zunächst daran, dass die Firma Platz Haus 21 GmbH vor fünf Jahren ein Tochterunternehmen der Kampa-Gruppe geworden ist. Danach ging es los in Richtung Fertigungshallen. „Hier wohnen bald echte Selbstversorger“, heißt es auf einem Plakat in einer Halle. Der Verkaufsleiter erläuterte den Besuchern beim Rundgang auch bald, was es mit dieser Aussage auf sich hat. Die Kampa Effizienzhäuser 40 plus sind serienmäßig unter anderem mit Photovoltaik-Anlagen, Stromspeichern und Multitec-Wand- und Fassadensystemen ausgestattet. Letztere beinhalten einen dreischaligen, ausgeklügelten Wandaufbau mit nachhaltigen Bau- und Dämmstoffen in Passivhausqualität. In Sanitärwände werden zur Schalldämmung Styroporblöcke eingebaut. Thermofundamentplatten halten zusätzlich Wärme im Baukörper. Ebenso wie das Thermodach oder die Passivhausfenster. Dadurch würden, so Prölß, jährlich Heizkosten von gerade mal rund 50 Euro anfallen. „Ziel ist es, komplett auf Nebenkosten verzichten zu können“.

Energieeffizientes Gesamtkonzept

Auch die Hausgeräte und die Beleuchtung sind in das energieeffiziente Gesamtkonzept mit eingebunden. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf Individualität. „Kein Haus ist wie das andere“, so Frank Prölß, „wir planen und bauen es ganz nach Ihren Wünschen und sind dabei höchst flexibel“. Kampa-Häuser werden nicht nur in Deutschland nachgefragt, sondern auch in Österreich, Ungarn, Italien und den Beneluxstaaten. Am Standort Bad Saulgau – einem von sieben deutschlandweit – werden Wand-, Decken und Dachelemente produziert. 90 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, bei der gesamten Kampa-Gruppe rund 450. Für die Geschäftsführung in Bad Saulgau ist Robert Knittel verantwortlich. Weitere Tochtergesellschaften gibt es in Österreich, Italien und Ungarn. Zum Portfolio zählt auch der mehrgeschossige Wohnungs- und Objektbau. Natürlich ebenfalls aus Holz, klimapositiv, nachhaltig und wertbeständig. Jedes Kampa-Haus bilanziert Plus-Energie und ist damit dauerhaft CO2-neutral. Rund 450 Häuser werden jährlich gefertigt. Die Gäste stellten viele Fragen und wurden abschließend zur Besichtigung und einem kleinen Imbiss in das Kampa-Musterhaus in der Eberhardtstraße eingeladen.

Laut aktuellem Kampa-Journal ist das erste Quartal 2019 hinsichtlich Umsatz und Auftragslage „bislang das erfolgreichste in der gesamten Firmengeschichte“ – dank innovativen und energieeffizienten Baukonzepten. Hier ist auch nachzulesen, dass das Unternehmen in Bad Saulgau ein neues Produktionswerk im Industriegebiet Hochberger Straße plant – inklusive „modernsten modularen Fertigungsverfahren“. Der Spatenstich ist bereits für das kommende Jahr geplant, so Frank Prölß.

In diesen neuen Produktionsstätten ist dann auch die Vorfertigung höherer Wandelemente möglich, was wiederum neue Möglichkeiten im Wohnungs- und Bürogebäudebau eröffnet. Zudem soll die Vorfertigung in Modulbauweise vorangetrieben werden, um den gesamten Produktions- und Montageprozess noch effektiver und wirtschaftlicher zu gestalten. Ganz konsequent im Sinne der Kampa-Unternehmensphilosophie werde der Standort Bad Saulgau ausschließlich mit regenerativen Energien betrieben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen