Jubiläum soll die Potenziale der Stadt wecken

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Zahlreich war die Prominenz: Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß im Gespräch mit Unternehmer Matthias Knoll. Auch der frühere G
Zahlreich war die Prominenz: Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß im Gespräch mit Unternehmer Matthias Knoll. Auch der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, (rechts) war zu Gast beim Empfang. (Foto: Thomas Warnack)
stellv. Redaktionsleiter

Das Jubiläum 1200 Jahre Saulgau stand neben dem Rückblick auf das vergangene und dem Ausblick das laufende Jahr im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs am Sonntag im Stadtforum. Auf ein Programm mit Darbietungen wurde verzichtet. Exklusiv sorgte die Stadtmusik Bad Saulgau bei diesem besonderen Neujahrsempfang für die Unterhaltung.

Nach einer kurzen Darstellung von 1200 Jahren Stadtgeschichte und Stadtentwicklung ging Doris Schröter auf die Höhepunkte der Jubiläumsveranstaltungen ein.

Auf Schatzsuche können Besucher der Stadtbibliothek ab dem 12. März gehen. Zu entdecken gibt es „Schätze aus der Bad Saulgauer Stadtgeschichte“. Das Stadtarchiv eröffnet dort eine Ausstelleung mit vielen Urkunden, Karten und Lageplänen.

Zum Festakt im Stadtforum mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann sind alle Bad Saulgauer eingeladen. Durch das Programm führt die gebürtige Saulgauerin und SWR-Moderatorin Evelin König. Die Junge Philharmonie und der Chor des Störck-Gymnasiums sorgen für die Musik. Enthüllt werden soll an diesem Tag ein Großes Plakat mit 1200 Gesichtern von Bad Saulgauern. Es ist das Ergebnis einer Aktion der Schwäbischen Zeitung und der Fotografin Tamara Platytsch vom Fotostudio Fokus Fotografie. Beim Neujahrsempfang nahmen viele Gäste die Möglichkeit wahr, sich an der Aktion zu beteiligen und ließen sich fotografieren.

Am 23. März werden die Modegeschäfte in Bad Saulgau mit einer Modenschau zur Fashion Week Bad Saulgau beim Unternehmen Textilpflege Kabus einen Beitrag fürs Jubiläumsjahr leisten. Erstmals wird bei der Modenschau nicht die Herbst- und Winter, sondern die Frühjahrs- und Sommerkollektion vorgestellt.

Das Bad Saulgauer Lehrerseminar/Aufbaugymnasium und seine Künstler macht die städtische Galerie die Fähre zu einem Thema. Werke von Lehrern und Schüler aus fast 100 Jahren sind dort in dieser Zeit zu sehen.

„D’ Schweda ond dr Herrgott von Sulga“ wird von 29. Mai bis zum 5. Juni auf dem Oberamteihof aufgeführt. Das 2008 schon einmal aufgeführte Freiluft-Theaterstück von Ewald Reichle wird in einer Bearbeitung von Michael Skuppin zu sehen sein. „Ich freue mich viele Bad Saulgauer als Schauspielerinnen und Schauspieler erleben zu können“, freute sich die Bürgeremeisterin.

An gleicher Stelle, auf gleicher Bühne lädt die Stadtmusik am 7. Juni zu einem Serenadenkonzert zusammen mit dem befreundeten Musikverein Ailingen ein.

Das Stadtmuseum lädt am 22. Juni zur Sonderausstellung „1200 Jahre Stadtgeschichte“ ein.

„Eine wunderbare Idee“, so Schröter habe die Bürgerwache gehabt. Sie baut am 17. August eine Bad Saulgauer lange Tafel vom Marktplatz bis zur Commerzbank auf: „Jeder kann Platz nehmen und sein eigens mitgebrachtes Essen oder Vesper bei netten Gesprächen mit den Tischnachbarn verzehren.“ Die Kunst der fünf Donaustädte – Saulgau, Munderkingen, Riedlingen, Mengen und Waldsee – zeigt die Fähre ab dem 24. November.

Daneben gibt es Veranstaltungen, die über das ganze Jahr laufen. So sammelt das Schülerforschungszentrum (Sfz) Forschungsideen. Jeder ist eingeladen, sich mit Fragen, die man alleine bisher nicht geklärt bekam, zu beteiligen. Den Anfang machte die Bürgermeisterin höchstpersönlich mit einer Frage zum möglichst schnellen Abkühlen der Suppe (siehe Kasten). Die Sonnenhof-Therme belohnt jeden 1200. Besucher mit einem Eintrittsgutschein. 1200 Bäume werden Schülerinnen und Schüler zusammen mit dem Förster für Bad Saulgau und Waldarbeitern in einem älteren Fichtenbestand pflanzen. Das Junge Kunsthaus wird den Marktplatz unter dem Titel „Wir bauen eine Stadt“, konstruieren, aufbauen, um bauen und immer wieder neu bauen.

Doris Schröter appellierte an die Bad Saulgauer mitzumachen: „Ein Stadtjubiläum bietet die Chance neue Impulse zu setzen, das Wir-Gefühl zu stärke, zu erkennen, wie schön es ist, in dieser Stadt zu leben und zu erleben, welche Potenziale in ihr stecken.“

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