„Jeder weiß, was er falsch gemacht hat“

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 Hinter Neuzugang Jimmy Solis (rechts, hier gegen den Herbrechtinger Dennis Wurelly) steht noch ein Fragezeichen.
Hinter Neuzugang Jimmy Solis (rechts, hier gegen den Herbrechtinger Dennis Wurelly) steht noch ein Fragezeichen. (Foto: Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Sieben Tage nach dem Kollektiv-Blackout der Bad Saulgauer Handballer in Lauterstein hat der TSV Bad Saulgau in der Handball-Landesliga Anlass zur Wiedergutmachung. Der SC Vöhringen gastiert am Samstag, 18 Uhr, in der Kronriedhalle. Doch die Mannschaft von der Iller ist sehr ambitioniert, erfahren und steht mit 3:1 Punkten im Moment besser da als Bad Saulgau.

Mit Stefan Beljic und Torjäger Valentin Istoc verfügen die Vöhringer über zwei erfahrene Akteure im Kader, die stets Verantwortung übernehmen und einem Spiel entscheidende Impulse geben können. Vöhringen gewann vergangene Woche gegen die stark eingeschätzte TG Biberach mit 24:23. Zum Saisonauftakt gab's gegen Bargau/Bettringen ein Remis.

Doch TSV-Trainer Matthias Kempf glaubt an seine Mannschaft und die Leistungsstärke. Er traut seiner Mannschaft einen ähnlichen Auftritt wie im Auftaktspiel gegen Herbrechtingen/Bolheim zu. „Jeder weiß, was er in Lauterstein falsch gemacht hat und jeder weiß, dass er mit einer anderen Körpersprache auftreten muss. Wir haben gut trainiert und vor eigenem Publikum möchten wir ein gutes, engagiertes Spiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufs Parkett bringen“, sagt Matthias Kempf. Er kennt die Rückraumstärke der erfahrenen Vöhringer und stellt seine Abwehr entsprechend auf die starken Schützen ein. In der vergangenen Saison gelang dies nicht ganz. In beiden Spielen gab es keinen Sieger. Im Auswärtsspiel lief der TSV Bad Saulgau sogar lange Zeit einem größeren Rückstand hinterher. Am Saisonende landete der SC Vöhringen mit nur einem Punkt weniger als Bad Saulgau auf Platz sechs, der TSV wurde Fünfter.

In der laufenden Saison ist der Leistungsstand der beiden Mannschaften noch nicht richtig einzuordnen. Vöhringen startete mit 3:1 Punkten etwas besser als der TSV Bad Saulgau (2:2) in die Runde. „Es ist vielleicht ganz gut, dass die Niederlage gleich zu Beginn passierte. Das ist ein Warnschuss und wir wissen, dass wir mehr tun müssen. Dass wir es können, wissen wir auch“, sagt Kempf, der auf einen wiederum ausreichend großen Kader zurückgreifen kann. Fast alle alle Akteure dürften fit sein, bis auf Neuzugang Jimmy Solis. Er ist im Training mit dem Fuß umgeknickt. Sein Einsatz ist ungewiss.

Nach einer deutlichen Ansprache des Trainers zeigten alle Spieler zumindest im Training großes Engagement und den Willen, unbedingt einen Sieg einzufahren. Ein wenig steht der TSV Bad Saulgau nun schon unter Zugzwang, da er am Saisonende unbedingt unter den ersten Vier landen möchte, um sich für die neu geschaffene Verbandsliga zu qualifizieren.

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