Ivanesic sorgt für tolle Halbzeitstimmung

Lesedauer: 6 Min
Balingens Kapitän Fabian Kurth (links) im Zweikampf mit Mengens Tobias Noerz (rechts). Gegen Ende trifft Nörz mit einem Schlenze
Balingens Kapitän Fabian Kurth (links) im Zweikampf mit Mengens Tobias Noerz (rechts). Gegen Ende trifft Nörz mit einem Schlenzer sogar den Pfosten und verpasst haarscharf das Tor zum 2:3. Balingen geht als 3:1-Sieger vom Platz. (Foto: Fotos: Langer/Eibner-Presse)
Sportredakteur

FC Mengen: Knoll - Hartock, Ivanesic, Schuler, Kablitz (46. Baumgärtner) - Hartl - Nörz, Frommeld, P. Klotz (60. Konrad) Bachhofer (30. Mücke) - A. Klotz (69. J. Willbold).

TSG Balingen: Binanzer - Müller, Fecker, Schmitz, Pettenkofer - Gil Sarrion - Schäuffele (69. Scherer); Akkaya (60. Eisele), Kurth - Schoch (60. Vogler) Lauble (78. Seemann).

Tore: 0:1 Schoch (8.), 1:1 Ivanesic (44.), 1:2 Vogler (67.), 1:3 Seemann (83.).

Schiedsrichter: Lalka (Schönaich). - Zuschauer: 732.

Ralf Volkwein, Trainer der TSG Balingen: Ordentlich waren nur die ersten 15 Minuten der ersten Halbzeit. Danach haben wir arrogant und überheblich gespielt, haben Dinge gemacht, die wir nicht besprochen hatten. Wir haben Standfußball und lange Bälle in die Ecken gespielt. Gewisse Dinge kann ich auch trotz großer Hitze erwarten. So kann man nicht auftreten. Stefan Vogler hat nach seiner Hereinnahme genau das gemacht, was ich mir von ihm versprochen habe. Das ist seine Qualität, dass er Bälle festmachen kann, er hat sehr gut seine Mitspieler eingesetzt oder selbst den Abschluss gesucht. Er wollte die Fahrt hierher unbedingt mitmachen, da er aus dieser Gegend stammt und auch einige Freunde im Stadion waren. Ich wollte ihn eigentlich nur ein paar Minuten bringen. Ich denke, am Ende haben wir verdient gewonnen, aber was wir über weite Strecken der ersten Halbzeit gespielt haben, war indiskutabel. Auch den Pfostenschuss kurz vor Schluss dürfen wir nicht zulassen. In der zweiten Halbzeit war es etwas besser, dank der Hereinnahme von Stefan Vogler und Sascha Eisele. Mit der Umstellung auf 3-4-3 hat das auch in der Defensive besser funktioniert.

Miroslav Topalusic, Trainer des FC Mengen: Ich denke, wir können mit der Leistung zufrieden sein. Unser Ziel war es, die Balinger früh anzulaufen und so auch zu ärgern. Ich denke, dass wir das Spiel gegen Balingen gewinnen, konnte man ja nicht erwarten. Aber trotzdem war das für uns ein Highlight. Es war auch sehr gut, dass wir das 1:1 kurz vor der Pause erzielt haben. Das hat uns noch einmal Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben. David Bachhofer musste ich so früh auswechseln, da er Kreislaufprobleme hatte. Er ist ja dann auch behandelt worden. Sonst hätte David sicher durchgespielt. Für uns zählt die Runde in der Landesliga. Ich hoffe, dass uns das Spiel Selbstvertrauen gegeben und nicht zu viel Kraft gekostet hat. Die Wechsel waren so abgesprochen, schließlich wollte ich möglichst vielen Spielern die Gelegenheit geben, hier zu spielen. (mac)

Der FC Mengen hat sich am Mittwochabend in der zweiten Runde des WFV-Pokals gegen den Regionalligisten TSG Balingen gut geschlagen. Am Ende siegte der Regionalligist erwartungsgemäß mit 3:1 (Halbzeit: 1:1) und erreichte die nächste Runde, tat sich aber vor rund 750 Zuschauern gegen den Landesligisten schwerer als ihm lieb sein konnte. Mit dem aus Veringenstadt stammenden Stefan Vogler wechselte Balingens Trainer Ralf Volkwein am Ende den Sieg ein. Vogler besorgte das 2:1 selbst und bereitete den dritten Treffer der Gäste vor.

Natürlich hatten die Balinger über weite Strecken mehr vom Spiel, aber immer wieder verstanden es die Schwarz-Gelben aus Mengen sich geschickt zu befreien und mitzuspielen. Sie störten im ersten Abschnitt früh und liefen die Balinger an, sodass die sich nicht wohl in ihrer Haut fühlten.

Balingen schonte unter anderem Jörg Schreyeck, der die Reise nach Mengen gar nicht erst angetreten hatte. Stefan Vogler, Veringenstadter in Diensten Balingens, saß bis zur 60. Minute nur auf der Bank, Volkwein schonte seinen Stürmer. „Stefan wollte die Fahrt unbedingt mitmachen, da er aus der Nähe kommt und auch ein paar Freunde von ihm im Stadion waren. Ich wollte ihn eigentlich nur ein paar Minuten bringen“, sagte Balingens Trainer Ralf Volkwein nach der Partie. Aus ein „paar Minuten“ wurde am Ende fast eine halbe Stunde.

Doch der Reihe nach: Kurz nach Beginn haben die Balinger, die im Vergleich zur Regionalligapartie gegen den FSV Frankfurt auf sieben Positionen verändert sind, die erste Chance. Unterhaching-Leihgabe Schoch bedient Lauble, der sich zunächst festläuft, es dann selbst probiert (4.). Dann schaltet sich Akkaya ins Offensivspiel ein, bedient Schoch mit einem Querpass, Schoch zieht ab - 0:1 (8.). Doch nun scheint der Gast mit seinem Latein am Ende, wirkt lustlos. „Wir haben Standfußball gespielt“, sagt Volkwein nach der Partie. Balingen spielt kaum noch klare Aktionen heraus, Mengen wird frecher: Pass von Hartl in die Tiefe auf Alex Klotz, der passt quer, doch Bachhofer kommt zu spät (13.).

Auf der Gegenseite retten Ivanesic und Hartl gemeinsam (15.). Dann muss Mengen wechseln, der 19 Jahre alte Bachhofer muss raus. „Er hatte Kreislaufprobleme“, sagt Mengens Trainer Miro Topalusic nach der Partie. Lucas Mücke kommt. Balingen leistet sich einen um ein Haar folgenschweren Lapus. Nach einem weiten Ball auf Alex Klotz sind sich TSG-Torhüter Binanzer und Schmitz nicht einig und klären in höchster Not gegen Klotz (30.). Auf der Gegenseite verzieht Schoch den Ball (35.). Dann jubelt Mengen. Nach einer Ecke von Alexander Klotz kommt Dennis Ivanesic am langen Pfosten frei zum Kopfball - 1:1 (44.). Mengener Jubel zur Pause.

Vogler bringt die Wende

Nach der Pause setzt Miro Topalusic etwas auf Sicherheit, bringt Baumgärtner für Kablitz, die Außen stehen nicht mehr so hoch wie im ersten Abschnitt, auch weil den Schwarz-Gelben nun etwas die Kräfte schwinden. Doch zunächst kann Balingen kein Kapital daraus schlagen, sehr zum Missfallen von Ralf Volkwein. Ihm reicht es: Er bringt Stefan Vogler für Pascal Schoch im Angriff und Eisele für Spielmacher Akkaya. Und: Stefan Vogler entscheidet die Partie. Einen ersten Schuss hält Knoll noch (61.). Doch Vogler zeigt weiter, warum er bislang alle 450 Regionalligaminuten für die TSG absolviert hat. Er hält die Bälle, verteilt sie oder schließt selbst ab. Zunächst hat Mengen Glück, dass es nach einer Aktion gegen Vogler nicht Elfmeter gibt, ein Mengener rettet auf der Linie. Vogler rappelt sich wieder auf, kriegt den Ball und zieht trocken, flach ab, der Ball geht an den Innenpfosten - 1:2 (67.). Der Angreifer aus Veringenstadt sorgt fast permanent für Gefahr vor dem Gehäuse von Knoll. Folglich ist er es auch, der die Entscheidung einleitet. Balingen kombiniert sich in den Strafraum, Vogler umspielt zwei Mengener, legt quer auf den eingewechselten Seemann, der den Ball über den herausstürzenden Knoll chippt - 1:3 (83.). Am Ende verpasst es Tobias Nörz das Ergebnis aus Mengener Sicht noch freundlicher zu gestalten, als er einen Ball aus halblinker Position mit links an den langen Pfosten schlenzt. Binanzer wäre ohne Chance gewesen (89.).

FC Mengen: Knoll - Hartock, Ivanesic, Schuler, Kablitz (46. Baumgärtner) - Hartl - Nörz, Frommeld, P. Klotz (60. Konrad) Bachhofer (30. Mücke) - A. Klotz (69. J. Willbold).

TSG Balingen: Binanzer - Müller, Fecker, Schmitz, Pettenkofer - Gil Sarrion - Schäuffele (69. Scherer); Akkaya (60. Eisele), Kurth - Schoch (60. Vogler) Lauble (78. Seemann).

Tore: 0:1 Schoch (8.), 1:1 Ivanesic (44.), 1:2 Vogler (67.), 1:3 Seemann (83.).

Schiedsrichter: Lalka (Schönaich). - Zuschauer: 732.

Ralf Volkwein, Trainer der TSG Balingen: Ordentlich waren nur die ersten 15 Minuten der ersten Halbzeit. Danach haben wir arrogant und überheblich gespielt, haben Dinge gemacht, die wir nicht besprochen hatten. Wir haben Standfußball und lange Bälle in die Ecken gespielt. Gewisse Dinge kann ich auch trotz großer Hitze erwarten. So kann man nicht auftreten. Stefan Vogler hat nach seiner Hereinnahme genau das gemacht, was ich mir von ihm versprochen habe. Das ist seine Qualität, dass er Bälle festmachen kann, er hat sehr gut seine Mitspieler eingesetzt oder selbst den Abschluss gesucht. Er wollte die Fahrt hierher unbedingt mitmachen, da er aus dieser Gegend stammt und auch einige Freunde im Stadion waren. Ich wollte ihn eigentlich nur ein paar Minuten bringen. Ich denke, am Ende haben wir verdient gewonnen, aber was wir über weite Strecken der ersten Halbzeit gespielt haben, war indiskutabel. Auch den Pfostenschuss kurz vor Schluss dürfen wir nicht zulassen. In der zweiten Halbzeit war es etwas besser, dank der Hereinnahme von Stefan Vogler und Sascha Eisele. Mit der Umstellung auf 3-4-3 hat das auch in der Defensive besser funktioniert.

Miroslav Topalusic, Trainer des FC Mengen: Ich denke, wir können mit der Leistung zufrieden sein. Unser Ziel war es, die Balinger früh anzulaufen und so auch zu ärgern. Ich denke, dass wir das Spiel gegen Balingen gewinnen, konnte man ja nicht erwarten. Aber trotzdem war das für uns ein Highlight. Es war auch sehr gut, dass wir das 1:1 kurz vor der Pause erzielt haben. Das hat uns noch einmal Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben. David Bachhofer musste ich so früh auswechseln, da er Kreislaufprobleme hatte. Er ist ja dann auch behandelt worden. Sonst hätte David sicher durchgespielt. Für uns zählt die Runde in der Landesliga. Ich hoffe, dass uns das Spiel Selbstvertrauen gegeben und nicht zu viel Kraft gekostet hat. Die Wechsel waren so abgesprochen, schließlich wollte ich möglichst vielen Spielern die Gelegenheit geben, hier zu spielen. (mac)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen