In Moosheim soll neues Bauland erschlossen werden

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 Direkt hinter der Häuserzeile Richtung Bad Saulgau soll das neue Baugebiet entstehen.
Direkt hinter der Häuserzeile Richtung Bad Saulgau soll das neue Baugebiet entstehen. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung im Stadtteil Moosheim hatte Bürgermeisterin Doris Schröter „einen Pfeil im Köcher“: Die Chancen, Bauland zu erschließen, stehen gut und dazu zog sie auch schon einen Grobentwurf aus der Tasche. Demnach sollen etwa 19 Bauplätze im Bereich hinter der ehemaligen Tankstelle Kuhm entstehen. Damit geht ein lang gehegter Wunsch der Moosheimer Bevölkerung in Erfüllung nach langer Suche nach einem geeigneten Standort, der auch umsetzbar ist. „Wir sind guter Dinge, dass wir das hinkriegen“, freute sich nicht nur die Bürgermeisterin.

Ein Thema, das manchen Bürgern auf den Nägeln brennt, ist die Bauverzögerung bei den Arbeiten auf dem Friedhofsgelände samt Friedhofmauer. Vonseiten der Stadt Bad Saulgau seien die Arbeiten erledigt, sodass der Fortgang der Arbeiten nun in kirchlicher Hand liege, hieß es. Mit zur Bauverzögerung haben nach Aussage von Ortsvorsteher Richard Kemmer auch Grabungen nahe der Kirche beigetragen. „Hier wurde mit kleinen Schaufeln gearbeitet, mit denen Gebeine freigelegt wurden.“

Große Themen der Stadt Bad Saulgau seien laut Doris Schröter die Kindergärten und die Schulen. Hier würden Jahr für Jahr große Summen investiert. So wird neben dem Bau eines Kindergartens beim Friedhof auch ein Waldkindergarten im September eröffnet. „Der Wagen dazu steht schon im Wald“, so die Bürgermeisterin. Für eine grandiose Entscheidung hält sie das Vorhaben des Landes, ein Elite-Gymnasium in Bad Saulgau zu installieren. „Wir sind hier in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen“, sagte sie. Bewusst habe man sich auch für den Schulstandort Renhardsweiler entschieden. Hier seien die notwendigen Umbauarbeiten super gelaufen. Sicher gebe es hier und da Einschränkungen während der Bauphase. „Wir müssen zu Ende kommen und schauen, dass die Schule gut aufgestellt ist.“

Zumindest für die zahlreichen Zuhörer war es dann eine Überraschung, dass Bürgermeisterin Doris Schröter einen Grobentwurf eines möglichen Baugebietes auf den Tisch legte. Er weist momentan 19 Bauplätze aus und das vorgesehene Gebiet befindet sich hinter der Tankstelle Kuhm in Richtung Stadt.

Suche gestaltet sich schwierig

Die Suche nach geeignetem Bauland sei nicht einfach gewesen. Entweder sei man mit den Grundstückseigentümern nicht klar gekommen oder auch das Areal entsprach nicht den Erwartungen. „Auf jeden Fall bin ich jetzt froh, dass es geklappt hat und auch in Sachen Grunderwerb bin ich guter Dinge“, so Schröter. Dabei stellte sie auch klar, dass die Stadt im Besitz der Grundstücke sein muss, um die Erschließung von Bauland anzugehen. Zudem müssten die Anforderungen des Paragraphen 13b erfüllt werden. Der Planentwurf sei noch nicht im Ortschaftsrat beraten, mögliche Änderungen oder Einhaltungen von bestimmten gesetzlichen Forderungen müssten noch überprüft und eventuell mit eingearbeitet werden. Auch könne man bei Verkaufsmodus und -zeitraum noch nicht ins Detail gehen. Es werde aber alles getan, dass man bis Ende des Jahres soweit sei, einen Bebauungsplan auf dem Tisch zu haben.

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