Immer mehr Störche machen es sich bei uns bequem

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Die größte Storchenfamilie der Kernstadt beherbergt derzeit das Gasthaus Bach.
Die größte Storchenfamilie der Kernstadt beherbergt derzeit das Gasthaus Bach. (Foto: Feuerwehr)
Rudi Multer

Mehr Storchenpaare in Oberschwaben bedeuten auch mehr Arbeit für die Storchenbeauftragte Ute Reinhard aus Irndorf. Hat sie früher gerade mal 20 der Horste in Oberschwaben betreut, sind es derzeit - zusammen mit den Betreuungsgebieten in Nordwürttemberg – rund 120. Gestern hat Ute Reinhard Jungstörche in der Kernstadt Bad Saulgau und in Großtissen mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr beringt. Das Ergebnis: Es gibt wieder Nachwuchs, aber nicht alle Jungstörche haben den Kälteeinbruch im April überstanden.

St. Johannes-Kirche: Im Horst auf dem Vorzeichen der Kirche gibt es zwei Storchenjunge. „Ursprünglich waren dort fünf“, sagt Ute Reinhard. Die drei verendeten Tiere haben den Kälteeinbruch im April wohl nicht überlebt. Reinhard; „Die Jungen waren älter“. Damit waren sie zu groß, um von den Muttertieren bei schlechtem Wetter voll abgedeckt und vor Regen, Wind und Schnee geschützt zu werden. Die schwächeren Jungen haben den Kälteeinbrauch wohl nicht überlebt.

Das Nest unterhalb des bestehenden Nestes ist wohl während des späten Wintereinbruchs laut Reinhard stark beschädigt worden. Aufgegeben sei der Standort allerdings noch nicht. Zwar sei der Horst leer, Reinhard erkennt aber Anzeichen, dass Störche das Nest weiterhin nutzen. „Das muss man jetzt erst einmal abwarten“. Nachvollziehen kann sie die Wahl der Tiere für diesen Standort nicht. „Die Tiere bekommen den Schmutz vom oberen Nest ab, so die Storchenbeauftragte.

Gasthaus Bach: Die größte Storchenfamilie sitzt auf dem Kamin des Gasthauses Bach. Vier Storchenjunge beringte Ute Reinhard in diesem Horst. Hier sind die Jungvögel jünger und konnten das schlechte Wetter unter dem Gefieder ihrer Eltern überstehen. Aus einem weiteren Horst auf dem Nachbarhaus von Ernstings Family barg Reinhard einen toten Altstorch.

Leuze-Verlag: Auf dem Verlagsgebäude wurden am Dienstag keine Tiere beringt. Ute Reinhard hat dort zwei Jungstörche beobachtet.

Großtisssen: Hier gibt es drei Jungstörche.

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