Hundersingen erreicht die nächste Runde

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Hundersingens Dennis Heiß (links, hier gegen Gruols Fabius Siedler) ist wieder mal der überragende Mann auf dem Platz.
Hundersingens Dennis Heiß (links, hier gegen Gruols Fabius Siedler) ist wieder mal der überragende Mann auf dem Platz. (Foto: Beytullah Kara)
Sportredakteur
Schwäbische Zeitung

SV Gruol: Moll - Klöck, Adidelli, Schmid, Pfister (89. Bahadir), Belser (55. Sauter), Eger, Flaiz, Kohle (20. Rebholz), Siebert, Siedler.

SF Hundersingen: Buzengeiger - Müller, J. Störkle, Mormann, Theuer - Binder (89. Ummenhofer), Rauch, Da. Heiß (76. Hiller), De. Heiß - Bischofberger, Koch

Tore: 0:1 Julian Störkle (2./FE), 0:2 Timo Bischofberger (15.), 0:3 Dennis Heiß (25.), 0:4 David Heiß (35.), 1:4 Marius Pfister (60.), 2:4 Marius Pfister (70.).

Zuschauer: 600 (450 zahlende). - Schiedsrichter: John Bender (Tübingen).

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Die Sportfreunde Hundersingen stehen in der zweiten Runde der Qualifikation der Relegation zur Fußball-Landesliga. Am Mittwochabend besiegte die Mannschaft von Trainer Manfred Pütz, in der abgelaufenen Saison Zweiter der Bezirksliga Donau, den SV Gruol, Zweiter der Bezirksliga Zollern, vor 600 Zuschauern in Haigerloch-Schömberg mit 4:2 (4:0) und feierte den ersten Sieg in einem Relegationsspiel überhaupt, nachdem die Hundersinger vor dem Direktaufstieg dreimal in der Qualifikation zur Bezirksliga-Relegation verloren hatten. Nun trifft Hundersingen am Samstag, 16. Juni, um 15.30 Uhr, in Wolfegg, auf den Bodensee-Zweiten FC Leutkirch, der im Parallelspiel den Riß-Vertreter Ringschnait mit 2:1 besiegte.

Zu Beginn fegt ein mittlerer Orkan über Gruol hinweg. Bereits nach 25 Sekunden bricht Dennis Heiß durch die Gruoler Hintermannschaft und hat die erste dicke Chance (1.). Nur eine Minute später ist es soweit: Wieder kombiniert sich Hundersingen durch die Hintermannschaft des Zollern-Zweiten, Dennis Heiß kann nur durch ein Foul gebremst werden und wie schon im Pokalfinale zeigt sich Kapitän und Innenverteidiger Julian Störkle als sicherer Elfmeterschütze - 0:1 (2.). Hundersingen bleibt am Drücker, Bälle in die Tiefe, in die Schnittstellen, hebeln die Abwehr der Zollern-Mannschaft aus. Gruol wirkt zu diesem Zeitpunkt recht ratlos.

Doch nach und nach befreit sich der SVG ein wenig aus der Umklammerung, hat schließlich sogar drei Eckbälle in Folge, doch den dritten fangen die Sportfreunde ab, fahren einen Konter, natürlich wieder über die üblichen Stationen wie Dennis Heiß, Timo Bischofberger heißt die Endstation, die zum 2:0 aus Hundersinger Sicht trifft, wenn auch aus leicht abseitsverdächtiger Position (15.). Dennis Heiß ist zu diesem Zeitpunkt einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt im Hundersinger Spiel. Bei Gruol muss dann auch noch Co-Spielertrainer Kohle raus. Der Ex-Oberliga-Spieler ist ohnehin angeschlagen ins Spiel gegangen (20.).

Dennis und David Heiß treffen

Das freilich hält Hundersingen nicht davon ab, das nächste Tor nachzulegen. Hundersingen kombiniert sich über die rechte Angriffsseite nach vorne, eine Flanke über die Abwehr, Dennis Heiß steht goldrichtig und dieses Mal vollendet der Meister selbst unhaltbar für Moll zum 0:3 (25.). Dann ein Lebenszeichen von Gruol: Doch der aufmerksame Schlussmann Hundersingens, Buzengeiger, entschärft die dicke Chance des „Heimteams“ (28.). Nun geht es wieder in die andere Richtung. Auch das vierte Tor der Sportfreunde erzielt ein Heiß, aber nicht Dennis, sondern David Heiß verpasst den Gruolern sprichwörtlich einen Satz „heiße Ohren“ in Form des 4:0 für die Sportfreunde.

Wohl im Gefühl des sicheren Sieges schraubt Hundersingen in der zweiten Halbzeit das Tempo ein bisschen zurück, auch in der Gewissheit, dass am Samstag bereits die zweite Runde der Qualifikation gegen den FC Leutkirch, der im Parallelspiel den SV Ringschnait mit 2:1 besiegte, ansteht. Und so verkürzen die Gruoler auf 2:4 durch Marius Pfister. Nach einer Stunde nutzt er eine Chance, als Hundersingens Hintermannschaft zu weit aufgerückt ist - 1:4 (60.), zehn Minuten später läuft er plötzlich alleine aufs Hundersinger Tor zu und hat keine Mühe Buzengeiger zu überwinden (70.).

Noch eine hochkarätige Chance haben die Sportfreunde Hundersingen. Vier Minuten vor dem Ende kommt ein langer Ball auf Dennis Heiß, Gruols Torhüter Moll kommt raus, geht in den Zweikampf und klärt den Ball ins Aus.

Der Einwurf kommt postwendend auf Dennis Heiß, der aufs leere Tor schießt aber nur die Latte trifft, der Abpraller fällt Xaver Koch vor die Füße, der das Leder gegen den Pfosten jagt (86.).

Manfred Pütz, Trainer der Sportfreunde Hundersingen: „Wir haben es geschafft, heute unsere Stärken auszuspielen. Nach der frühen, klaren Führung hat Gruol natürlich die Räume geöffnet. Und dann haben wir es in der ersten Halbzeit natürlich überragend gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann verpasst, den Sack zuzumachen. Der Sieg ist aber auf ganzer Linie verdient. In der zweiten Halbzeit hat Gruol sich aufgerafft, auch weil es sich ordentlich von seinen Zuschauern verabschieden wollte. Der Gegner hat die Räume genutzt, die wir ihm geboten haben.“

SV Gruol: Moll - Klöck, Adidelli, Schmid, Pfister (89. Bahadir), Belser (55. Sauter), Eger, Flaiz, Kohle (20. Rebholz), Siebert, Siedler.

SF Hundersingen: Buzengeiger - Müller, J. Störkle, Mormann, Theuer - Binder (89. Ummenhofer), Rauch, Da. Heiß (76. Hiller), De. Heiß - Bischofberger, Koch

Tore: 0:1 Julian Störkle (2./FE), 0:2 Timo Bischofberger (15.), 0:3 Dennis Heiß (25.), 0:4 David Heiß (35.), 1:4 Marius Pfister (60.), 2:4 Marius Pfister (70.).

Zuschauer: 600 (450 zahlende). - Schiedsrichter: John Bender (Tübingen).

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