Heimniederlage ist ein Rückschlag

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 Gabor Toth ist an der Seite von Petr Ocko im Doppel erfolgreich, doch die Einzel gehen allesamt an die Gäste aus Kirchheim.
Gabor Toth ist an der Seite von Petr Ocko im Doppel erfolgreich, doch die Einzel gehen allesamt an die Gäste aus Kirchheim. (Foto: Karl-Heinz Bodon)
dw

Der Klassenerhalt in der Tischtennis-Oberliga rückt für die TTF Altshausen in immer weitere Ferne. Am Samstag unterlagen die Altshausener in eigener Halle dem VfL Kirchheim mit 1:9 und bleiben Tabellenletzter.

Gemessen an der Spielstärke der einzelnen Spieler beider Mannschaften erwarteten die Experten eigentlich einen engen Spielausgang, denn an allen sechs Positionen begegneten sich die Spieler eigentlich auf Augenhöhe. Dass Altshausen dennoch kein einziges Einzel gewann, war deshalb einigermaßen überraschend. Schon in den Doppeln hatten die Kirchheimer mit 2:1 die Nase vorne. Nur Ocko/Toth gewannen ihr Doppel gegen Geßner/Goll in fünf Sätzen. Sowohl Jagst/Wojciechowski (0:3), als auch Novotny/Strahl (1:3) verloren ihre Doppel.

In den Einzeln zeigte sich Altshausens bester Spieler Petr Ocko in guter Verfassung, spielte exzellente Ballwechsel, musste sich jedoch sowohl Simon Geßner als auch Manuel Mangold jeweils mit 1:3 beugen. Gabor Toth bewies sein überragendes Talent vor allem beim 9:11 im zweiten Satz gegen Manuel Mangold, unterlag am Ende jedoch mit 0:3. Mit dem gleichen Ergebnis verließ Kapitän Wolfgang Jagst die Box, obwohl er im ersten Satz nur recht unglücklich, mit 10:12, gegen Dominik Goll unterlag. Gegen den extrem starken Matthias Gantert konnte Peter Novotny den dritten Satz 11:9 gewinnen, war auch im vierten Satz stets dabei. Doch am Ende hatte Gantert die Nase mit 11:8 vorne. Schwer hatte es Mateusz Wojciechowski gegen den sehr erfahrenen Patrick Strauch, der sich trotz guter Leistung des Altshauseners mit 3:1 durchsetzen konnte. Und Jonas Strahl hätte das Spiel gegen Klaus Hummel für sich entscheiden können. Er führte nach gewonnenem zweiten Satz auch in den Sätzen drei und vier. Doch in den letzten Ballwechseln war sein Kontrahent cleverer. So stand es am Ende 1:9 und damit bleiben die Tischtennisfreunde weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Besser machte es in der Landesliga der Tabellenzweite Altshausen II. Angeführt vom hoch motivierten Kapitän Marco Busam gelang gegen den hoch eingeschätzten SV Schemmerhofen, mit dessen überragenden Spitzenspielern Benjamin und Manuel Sabo, ein 9:5-Sieg. Nach einer 2:1-Führung in den Doppeln konnte am ersten Paarkreuz ein überraschender Sieg errungen werden. Dieses Kunststück gelang Jonas Strahl mit einer feinen Leistung gegen Benjamin Sabo. Das mittlere Paarkreuz errang drei Punkte, durch Zsolt Kiss gegen Martin Wenger und Fabian Ginter sowie von Christian Narr gegen Fabian Ginter. Am dritten Paarkreuz gingen alle Punkte klar an Altshausen, weil Marco Busam und Nico Scheffold sich als deutlich stärker präsentierten als Alexander Zgorzelski und Peter Rodi.

Bezirksliga-Team überrascht

Durch kranke Spieler geschwächt, konnte Altshausen III in der Bezirksliga nur zu fünft antreten. Dennoch gelang den Altshausenern ein 9:5-Erfolg gegen den Tabellenletzten Christazhofen. Herausragend spielte Nico Scheffold, der die beiden exzellenten Spitzenspieler der Gäste Hummel und Bodenmüller besiegte. Die weiteren Punkte holten Wolfgang Assfalg mit einer ausgezeichneten Leistung gegen Bodenmüller, Diethelm Wahl (zwei Siege), Michael Scholz (ein Sieg), der überlegt agierende Klaus Kramer (zwei Siege) sowie das Doppel Assfalg/Scheffold.

In der Kreisliga A wehrte sich Altshausen IV energisch gegen das deutlich stärker besetzte Team aus Oberteuringen, kam jedoch zu keinem Punktgewinn. In der Kreisliga B erging es den Altshausenern, die nur zu fünft antreten konnten, nicht besser. Gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Meckenbeuren II konnte der Tabellenletzte beim 0:9 nicht viel ausrichten.

Teammanager Diethelm Wahl: „Die Ergebnisse zeigen, dass Altshausen eine schwere Saison durchzustehen hat. Erste Ursachenerklärung: Drei der zur Verstärkung gekommenen hervorragenden Spieler haben aus beruflichen oder privaten Gründen kein einziges Spiel gemacht. Aus Gründen, die nichts mit dem Tischtennissport zu tun haben. Folglich müssen alle fünf TTF-Teams damit leben, nicht so stark wie angestrebt antreten zu können. Zweite Erklärung: Drei TTF-Teams sind vergangene Saison aufgestiegen (Oberliga, Kreisliga A und B). Diese sind von den Personalsorgen besonders betroffen, weil sie dringend Verstärkung benötigt hätten.“

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