Hebammensprechstunde findet wieder mit persönlichem Kontakt statt

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In Bad Saulgau wächst das Angebot der Hebammen.
In Bad Saulgau wächst das Angebot der Hebammen. (Foto: Symbol Patrick Pleul)
Schwäbische Zeitung

Ab August sind die Hebammensprechstunden in Sigmaringen, Bad Saulgau und Gammertingen wieder für den persönlichen Kontakt geöffnet, das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Zudem wird die Hebammensprechstunde in Bad Saulgau erweitert.

Die Hebammen sind erleichtert, sind doch gerade durch Corona zahlreiche neue Fragen aufgetaucht: „Die werdenden Eltern machten sich in dieser Zeit Sorgen, wie es bei der Geburt im Krankenhaus läuft, ob etwa der Partner mit in den Kreissaal darf. Gott sei Dank konnte ich sie an dieser Stelle beruhigen. In den Geburtskliniken im Landkreis Sigmaringen waren die Besuche zwar eingeschränkt, aber die Väter durften bei der Geburt dabei sein“, wird Petra Brodmann, eine der Hebammen, die in der Hebammensprechstunde in Sigmaringen tätig ist, in der Mitteilung zitiert. „Ansonsten riefen die Eltern mit Themen an, die immer aktuell sind“, wird Melanie Gottwalt, Hebamme der Sprechstunde in Gammertingen, zitiert.

„Manche Schwangere meldeten sich, da sie keine Nachsorgehebamme gefunden hatten, ein Thema, das immer wieder brennt,“ wird Claudia Maier-Weiß, eine der Hebammen der Sprechstunde in Bad Saulgau, zitiert. Dazu weiter: „hier versuchen wir größtmöglich zu unterstützen und laden die Frauen ein, sich immer wieder an Hebammensprechstunden zu wenden.“ Was alle Hebammen während der Zeit der telefonischen Beratung wahrgenommen haben: Die Schwangeren und Eltern brauchen in vielen Fällen den persönlichen Kontakt, um ihre Sorgen und Probleme ansprechen zu können. Vor allem, wenn man sich noch nicht kennt. Die telefonische Beratung lässt viele Themen wie die Gewichtskontrolle des Babys oder einen medizinischen Blick bei körperlichen Problemen des Babys oder der Mutter nicht zu.

Vielen mag auch der Griff zum Telefonhörer eine Hürde sein, vor allem, wenn es schwer fällt, deutsch zu sprechen, heißt es in dem Schreiben. Nicht deutsch sprechende Eltern, die sonst jemanden zum Dolmetschen dabei haben, meldeten sich kaum per Telefon in der Hebammensprechstunde. „Deshalb sind wir sehr froh, wenn die Sprechstunden wieder im persönlichen Kontakt stattfinden, und wir die Eltern wieder in vollem Umfang unterstützen können. Vor allem jetzt in der Urlaubszeit sind die Nachsorgehebammen wirklich entlastet, wenn sie die Eltern an die Hebammensprechstunde verweisen können und sie dort gut versorgt wissen“, sagt Alina Schorp, in der Sprechstunde in Bad Saulgau tätig, die nun ab August sogar noch um einen Termin in der Woche erweitert wird.

„Die Sprechstunden werden wieder für den persönlichen Kontakt geöffnet und gleichzeitig kann am Freitagvormittag in Bad Saulgau eine weitere Hebammensprechstunde angeboten werden. Annette Mett, ebenso eine erfahrene Hebamme, wird diese zukünftig ausrichten“, wird Barbara Latzel, Leiterin der Fachstelle „Familie am Start“ des Landkreises Sigmaringen, in der Mitteilung zitiert.

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