Große Freude über neue Schulleiterin

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 Schulrätin Sabina Jaschke-Zimmermann (rechts) überreicht der neuen Schulleiterin der Aicher-Scholl-Schule, Simone Daasch, bei
Schulrätin Sabina Jaschke-Zimmermann (rechts) überreicht der neuen Schulleiterin der Aicher-Scholl-Schule, Simone Daasch, bei der Amtseinsetzung vor Lehrern, Eltern und Schülern die Desiderata. (Foto: Dirk Thannheimer)
Redaktionsleiter

Freude bei den Lehrern, Jubel bei den Schülern, Erleichterung bei den Eltern: Nach fast zwei Jahren Vakanz ist am Donnerstag die 59-jährige Simone Daasch offiziell in ihr Amt als neue Schulleiterin der Aicher-Scholl-Schule in Bad Saulgau eingesetzt worden. Daasch tritt die Nachfolge von Elia Denninger an, der nach längerer Krankheit frühzeitig in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Sie lerne jeden Tag dazu – und zwar Gebärdensprache – sagte Simone Daasch bei ihrer Amtseinsetzung vor Kollegen, Eltern und 62 Schülern der Aicher-Scholl-Schule – einem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. An der Aicher-Scholl-Schule, die in Trägerschaft des Landkreises Sigmaringen ist, werden Schüler zwischen sechs und fast 20 Jahren mit einem geistigen Handicap unterrichtet. Es sind Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen in der Motorik, in der Sprache und in der Kognition.

Fast zwei Jahre lang übernahm Konrektorin Julia Kleinheinz die Leitung an der Aicher-Scholl-Schule, nachdem Elia Denninger aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst nicht mehr ausüben konnte. Und Kleinheinz galt am Donnerstag ein besonderer Dank für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft. „Sie haben die Schule mit Leib und Seele geführt“, sagte Landrätin Stefanie Bürkle bei ihrer Ansprache. Bürkle war von dem Moment an, als Simone Daasch zum Vorstellungsgespräch in ihrem Büro saß, davon überzeugt, dass Daasch die geeignete Nachfolgerin für Denninger ist. Sie verfüge über Weitsicht und jede Menge Lebenserfahrung, ergänzte Bürkle.

Viele Jahre in Überlingen

Die in Uelzen in Niedersachsen geborene Sonderpädagogin zog 1972 nach Göppingen um, studierte von 1973 bis 1983 an der Pädagogischen Hochschule in Esslingen Lehramt für Grund- und Hauptschulen. Fünf Jahre danach begann sie ihr Aufbaustudium der Sonderpädagogik in Ludwigsburg und arbeitete im Anschluss daran ein Jahr lang als Sonderschullehrerin beim Körperbehindertenzentrum Oberschwaben in Weingarten. Es folgte ein Wechsel an eine private Schule für Erziehungshilfe in Überlingen. Dort war sie von 1991 bis 2013 Sonderschulrektorin. Es war ihre längste berufliche Station. Danach wechselte Daasch vom Klassenzimmer in die Verwaltung, war als Schulrätin zuständig für die öffentlichen und privaten sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie die Schulkindergärten in Markdorf.

Nach fast fünf Jahren Arbeit in der Schulverwaltung wünschte sich Simone Daasch noch einmal eine Arbeitsstätte mit direktem Kontakt zu Lehrern und Schülern. „Mit ihrem hohen Maß an Fachkompetenz und der Fähigkeit, im gesamtschulischen Kontext zu denken, zu handeln und zu reflektieren, bringt sie dafür die besten Voraussetzungen mit“, sagte Schulrätin Sabina Jaschke-Zimmermann, bevor sie der neu bestellten Schulleiterin die Desiderata überreichte.

Die in Ruschweiler bei Illmensee wohnhafte Daasch war überwältigt vom dargebotenen Programm der Schüler und Lehrer, vom herzlichen Willkommensgruß der Elternbeiratsvorsitzenden Simone Schwarz und den Vorschusslorbeeren zum Start ihres wahrscheinlich letzten Berufsabschnitts. „Da geht mir wirklich das Herz auf“, sagte Daasch, die sich auf ihre neue Aufgabe freut und seit Anfang an begeistert ist vom „bunten, kreativen und eigenstädigen Kollegium“.

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