Gnadental ganz gnadenlos

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 Youngster Mateusz Wojciechowski holte einen von nur zwei Punkten der TTF Altshausen bei der 2:9-Niederlage gegen Gnadental.
Youngster Mateusz Wojciechowski holte einen von nur zwei Punkten der TTF Altshausen bei der 2:9-Niederlage gegen Gnadental. (Foto: Karl-Heinz Bodon)
dw

Die Chancen der Tischtennisfreunde (TTF) Altshausen auf den Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg sind wohl nur noch theoretischer Natur. Am vergangenen Wochenende unterlag der Tabellenletzte beim Vorletzten Gnadental mit 2:9 und hat nun fünf Punkte Rückstand ans rettende Ufer.

Teammanager Diethelm Wahl: „Im Leben wie im Sport neigt man zur Formulierung: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Für drei der vier Mannschaften der Tischtennisfreunde Altshausen ein bedeutsames Motto, denn diese stehen in Oberliga, Kreisliga A und Kreisliga B jeweils abgeschlagen auf dem letzten Platz und können realistisch betrachtet dem Abstieg kaum mehr entrinnen“, so Wahls Einschätzung. Nur das Landesliga-Team um Kapitän Marco Busam liegt trotz einer 1:9-Niederlage gegen den Tabellendritten Aulendorf mit 16:8 Punkten auf Platz vier, muss aber angesichts der schwierigen Personalsituation noch den einen oder anderen Punkt holen, um nicht doch noch in die gefährdeten Ränge abzurutschen.

In der Tischtennis-Oberliga war Kapitän Wolfgang Jagst fest entschlossen, im Sonntagsspiel seine auf Tabellenplatz neun liegende Mannschaft auswärts, beim ebenfalls abstiegsbedrohten Tabellenachten Gnadental, zum Erfolg zu führen.

Die Doppel sind chancenlos

Diese Partie war entscheidend, denn bei einem Sieg hätte Altshausen bis auf einen Punkt an Gnadental heranrücken und bei gutem Saisonverlauf möglicherweise den Abstiegsplatz verlassen können. Doch die Partie verlief von Anfang an einseitig und am Ende konnte sich Gnadental über einen in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten 9:2-Sieg freuen.

Der Erfolg Gnadentals zeichnete sich schon in den Eingangsdoppeln ab, in denen nur Strahl/Jagst (1:3 gegen Zeisberger/Majer) einen Satz gewinnen konnten, während Ocko/Toth (0:3 gegen Kramer/Saljani) und Novotny/Wojciechowski (0:3 gegen Rakov/Horlacher) leer ausgingen und ihren Gegnern glatt unterlagen.

Zwar konnte Altshausens Nummer eins, der Tscheche Petr Ocko, beim 3:1-Sieg gegen den Gnadentaler Daniel Horlacher mit einer feinen Leistung den ersten Punkt holen. Doch nach den Niederlagen von Gabor Toth gegen Gnadentals extrem starken Spitzenmann Valeriy Rakov (1:3), von Jonas Strahl gegen Lukas Kramer (1:3) und Petr Novotny (0:3 gegen Florian Saljani) lag Altshausen bereits mit 1:6 zurück.

Hoffnung keimte nochmals auf, als sich der klug spielende Mateusz Wojciechowski mit 3:1 gegen Uwe Zeisberger durchsetzte und auf 2:6 aus TTF-Sicht verkürzte. Doch als dann Kapitän Wolfgang Jagst gegen Ferenc Majer nicht nachlegen konnte (0:3), war das Spiel verloren. In den Spitzenduellen stemmten sich Petr Ocko (0:3 gegen Rakov) und Gabo Toth (0:3 gegen Horlacher) noch einmal gegen die Niederlage, konnten jedoch das 2:9 nicht mehr abwenden. Es wird nicht leicht werden für die TTF Altshausen, die verbleibenden sechs Spiele in der Oberliga durchzustehen, ohne sich große Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen zu können.

Die Heimpartie der TTF Altshausen gegen Kleinsteinbach/Singen wurde verlegt auf Samstag, 8. Februar, 14.30 Uhr.

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