Firma Knoll erreicht im Jahr 2012 Rekordumsatz

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Schwäbische Zeitung

Die diesjährige Jahresabschlussfeier im Familienunternehmen Knoll Maschinenbau wird den Mitarbeitern und der Familie im Gedächtnis bleiben. Es war die erste Abschlussfeier ohne den Firmengründer Walter Knoll, der am 30. September im Alter von 84 Jahren verstorben war. So begann diese Feier auch mit einer Schweigeminute, mit der Geschäftsführer Matthias Knoll und alle Anwesenden des Seniors gedachten. Als „Chef des Herzens“ bezeichnete diesen auch der Betriebsratsvorsitzende Peter Widmann und attestierte gleichzeitig den beiden Nachfolgern Matthias und Jürgen Knoll das Vertrauen der Belegschaft: „Wir sind froh, in einem Familienunternehmen wie diesem zu arbeiten.“

Grund zur Freude gaben die Kennzahlen 2012, die Matthias Knoll in seiner Ansprache bekannt gab: „Knoll Maschinenbau meldet zum Jahresabschluss 2012 einen Rekordumsatz in Höhe von 132 Millionen Euro und toppt damit den letztjährigen Umsatz um acht Prozent.“ Ein Erfolg, an dem das Familienunternehmen traditionell auch seine Mitarbeiter mit je 2000 Euro beteiligt, die Auszubildenden erhalten jeweils 600 beziehungsweise 400 Euro. Das ergibt bei den 800 Beschäftigten, davon 88 Auszubildende. in Summe 1,45 Millionen Euro Erfolgsbeteiligung. Zusammen mit Gutscheinen schüttet Knoll somit zusätzlich zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld rund 1,6 Millionen Euro an seine Mitarbeiter aus. Verknüpft wurde diese Botschaft von Matthias Knoll mit drei ernstgemeinten Wünschen an die Belegschaft, um auch im kommenden Jahr weiter Erfolge zu schreiben: „Die Qualität weiter verbessern, die Arbeitszeiten flexibel einsetzen und die Lieferzeiten reduzieren.“

Der Fokus bei Knoll ist auf langfristige Ziele gerichtet statt auf Gewinnmaximierung. Damit folgen die Söhne der Motivation des Firmengründers Walter Knoll: „Das Unternehmen stand und steht weiterhin auf den drei Säulen Produkte, Märkte und Mitarbeiter. So ist eines unserer Unternehmensziele, dass Sie sich von morgens bis abends bei uns wohlfühlen“, so Matthias Knoll. Dafür fordert der Firmenchef auch Engagement, Qualität und Disziplin ein. Für die Jahre 2013/14 stehen Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro in Maschinen, Infrastruktur und Gebäude an. Möglich wird diese Investition durch eine überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote. „Somit können wir die optimale Lieferkette von der Blechanlieferung bis hin zum Versand gewährleisten – alles in einem Fluss. „Wir schaffen so die Voraussetzung, dass unser Unternehmen im internationalen Vergleich weiter ganz vorne mitspielt“, ergänzte Matthias Knoll.

Blick Richtung Export

Die Erfolgsmeldungen hielten Matthias Knoll nicht davon ab, die Wirtschaftslage allgemein und bei Knoll unter die Lupe zu nehmen. In den vergangenen Monaten seien Auftragsrückgänge zu verzeichnen gewesen. Die jüngste Exportstatistik gesamter deutscher Ausfuhren zeigt auf den ersten fünf Plätzen Frankreich, USA, Niederlande, Großbritannien und China. „Einbußen kompensieren wir mit neuen Produkten und neuen Kunden, allerdings in bewährten Märkten. Stets behalten wir im Auge, aus eigener Kraft zu wachsen. Bisher sind wir ohne Zukauf von Produkten oder Geschäftsfeldern ausgekommen.“ Hier baut der Unternehmer auf seine überaus erfolgreiche Vertriebsmannschaft und innovative Produkte. Die Mischung aus Information und Feierlichkeit kam bei den Mitarbeitern gut an. Matthias Knoll war stolz, dass das Stadtforum prall gefüllt war: „Es ist für mich und die Knoll-Familie eine große Ehre, dass Sie an unserer Jahresabschlussfeier so zahlreich teilnehmen.“

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