Feneberg will noch keinen Eröffnungstermin nennen

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 Erst im kommenden Jahr soll laut Feneberg der Ausbau für den neuen Lebensmittelmarkt an der Paradiesstraße beginnen.
Erst im kommenden Jahr soll laut Feneberg der Ausbau für den neuen Lebensmittelmarkt an der Paradiesstraße beginnen. (Foto: Rudi Multer)
Schwäbische Zeitung

Weiterhin Ruhe herrscht derzeit um ein für die Bad Saulgauer Innenstadt wichtiges Projekt der Nahversorgung: Dem geplanten neuen Lebensmittelmarkt des Kemptener Unternehmens Feneberg. Das Gebäude ist seit September fertig. Inzwischen gibt es eine erste Aussage von Feneberg, wann mit dem Ausbau des Marktes begonnen werden kann. Die Geschäftsführung geht danach von einem Beginn der Arbeiten im kommenden Februar aus. Auf einen geplanten Eröffnungstermin möchte sich das Unternehmen derzeit aber noch nicht festlegen.

Es ist eine der Fragen, die viele Bürger in Bad Saulgau derzeit beschäftigt. Ab wann kann im inzwischen fertiggestellten Gebäude an der Paradiesstraße in Bad Saulgau eingekauft werden? Entsprechende Anfragen erreichen nicht nur die „Schwäbische Zeitung“, auch die Stadtverwaltung und Bürgermeisterin Doris Schröter wird mit entsprechenden Mails und telefonischen Anfragen konfrontiert.

Feneberg antwortet auf derartige Anfragen äußerst zurückhaltend. In der jüngsten Mail an die „Schwäbische Zeitung“ nennt Feneberg aber zumindest einen Termin: „In unserem internen Projektterminplan ist der Ausbaubeginn für Februar terminiert“, schreibt die „Leiterin Kommunikation“ des Unternehmens nach Rücksprache mit dem Geschäftsführer Christof Feneberg. Hundertprozentig gesichert ist allerdings auch dieser Termin nicht. Ob er zu halten sei, hänge auch davon ab, ob das Unternehmen für den Ausbau Handwerker bekomme. Problem sei die „extrem schwierige Verfügbarkeit externer Handwerker“. Außerdem spricht das Unternehmen in einer früheren Mail von einer „schwierigen Personalsuche“. Man habe begonnen, Personal für die Filiale zu suchen. Weitere Schritte in Richtung Eröffnung werde man unternehmen, sobald „ein Mindestmaß an Personal für den Betrieb der Filiale gesichert ist“.

Damit dürfte sich die Eröffnung der Filiale noch einige Zeit hinziehen. Das Gebäude wurde inzwischen von der Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit dem Namen „Projekt Bad Saulgau“ fertiggestellt. Als Geschäftsführer dieser Gesellschaft fungieren Erwin Endraß und sein Geschäftspartner Dirk Grube aus Memmingen. Erwin Endraß kann die Schwierigkeiten von Feneberg bei der derzeit schwierigen Lage am Bau nachvollziehen, zumal Feneberg nach seinen Informationen die Eröffnung mehrerer Filialen vorbereite. Das Gebäude ist inzwischen laut Investor verkauft. „Es ist in guten schwäbischen Händen“, sagte Erwin Endraß auf Anfrage. Der zweite Mieter, die württembergische Versicherung hat in der Zwischenzeit sein Domizil im Obergeschoss des Gebäudes bezogen.

Seit 2015 wartet Bad Saulgau in diesem Bereich auf eine Verbesserung der Nahversorgung. Vor ziemlich genau vier Jahren schloss der einstige REWE-Markt an dieser Stelle. In diesem Jahr hat sich die Versorgungssituation in diesem städtischen Quartier weiter verschlechtert, weil der Kaufland-Markt nach einem Grundstück-Tausch mit dem Unternehmen Claas an die Platzstraße gezogen ist.

Viele hoffen nun auf die Neueröffnung des Feneberg. Aber dabei ist offenbar Geduld gefragt.

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