FC Ostrach muss die Fehler abstellen

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 Mengens Tobias Nörz (rechts) versucht im Derby am vergangenen Samstag an Louis Eberle (links) vorbeizukommen. An diesem Wochene
Mengens Tobias Nörz (rechts) versucht im Derby am vergangenen Samstag an Louis Eberle (links) vorbeizukommen. An diesem Wochenende haben beide starke Gegner vor der Brust. Mengen empfängt den SV Ochsenhausen, der FC Ostrach muss zum VfB Friedrichshafen. (Foto: Thomas Warnack)
Martin Sorg und Martin Deck

Der FC Ostrach steht vor einer schweren Auswärtshürde. Die Reise führt die Zebras am Samstag zum VfB Friedrichshafen. Spielbeginn ist am Samstag, 19. Oktober, 15.30 Uhr. Eine knifflige Aufgabe.

Es war ein gutes Spiel, das die Schwarz-Weißen im Derby gegen den FC Mengen abgeliefert haben. Aus Sicht des FC Ostrach mussten sich die Zebras am Ende - und das auch noch recht glücklich - mit einem Punkt beim 3:3 zufrieden geben. Grund für das Remis, war sicherlich die mangelhafte Chancenauswertung. Das war an diesem Tag ausschlaggebend.

Ganz anders wird es wohl am Samstag im „Hafen“, wo sich die Tormöglichkeiten der Gäste wahrscheinlich in Grenzen halten werden. Umso mehr gilt es, eine höhere Effektivität an den Tag zu legen. Das weiß auch das Ostracher Tainerduo Timo Reutter/Christian Luib. Als „Underdog“ lässt es sich aber auch gut leben, vorausgesetzt die Mannschaft nimmt diese Rolle an. Die einst so sichere Defensive des FCO hat aber derzeit Löcher. In den vergangenen vier Spielen musste die Mannschaft 13 Gegentore schlucken.

Zu viel, auch nach Ansicht von Trainer Timo Reutter. „Wir machen derzeit zu viele Fehler, die sofort bestraft werden. Und vorne gehen wir zu fahrlässig mit den guten Chancen um“, sagt er und hofft, dass seine Mannschaft auch mal zu null spielt. Er benennt das momentane Problem: „Uns fehlt die Konstanz, die wir zu Anfang der Saison hatten“, sagt er weiter. Verzichten müssen Reutter/Luib auf Kapitän und Abwehrrecke Johannes Irmler. Er laboriert seit längerem an einer Muskelverletzung, die Wade zwickt und verhärtet sich immer wieder. Timo Reutter rechnet sich trotzdem etwas für seine Mannschaft aus in diesem schweren Spiel. „Wir brauchen einfach ein wenig Glück. Das müssen wir uns aber auch erkämpfen.“

VfB sieht sich nicht als Favorit

Der Gastgeber spielt eine starke Saison und belegt, nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses, derzeit den zweiten Platz. Von zehn Spielen konnten die „Häfler“ bislang acht gewinnen. Nur gegen Tabellenführer FC Albstadt gab es eine Niederlage. Außerdem knöpfte Aufsteiger Bad Schussenried der Mannschaft von Daniel di Leo einen glücklichen Punkt ab. Obwohl man zu Beginn dieser Runde elf Abgänge zu verzeichnen hatte, konnte Daniel di Leo eine homogene Einheit bilden, die zu den spielstärksten Mannschaften der Liga gehört.

Davon, dass der VfB im Duell gegen die Ostracher Favorit ist, will Co-Trainer Giovanni Rizzo nichts wissen: „Jeder, der sich mit Fußball auskennt, weiß, dass die Tabelle nach zehn Spielen noch keine große Aussagekraft hat“, sagt er. „In der Vergangenheit waren die Spiele gegen Ostrach immer heftig. Ich erwarte auch dieses Mal wieder ein schweres Spiel. Ostrach hat viel Qualität im Kader“, lobt Rizzo den Gegner.

Zuletzt feierte der VfB drei Siege in Folge und ist seit sieben Spielen ohne Niederlage. Die Häfler gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Der Co-Trainer bleibt dennoch bescheiden: „Das ist eine Momentaufnahme. Die ist sehr gut und natürlich freuen wir uns darüber. Wir werden deshalb aber keinen Gegner unterschätzen“, sagt Rizzo, betont aber: „Dass wir das Spiel vor heimischen Publikum gewinnen wollen, ist klar.“ Optimistisch stimmt ihn, dass der VfB am Samstag fast aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Verteidiger Ömer Faruk Avci und Stürmer Sascha Hohmann werden verletzungsbedingt wohl nicht spielen können.

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