Für Kletterwand deutet sich eine Lösung an

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 Der Vorstandsvorsitzende der DAV-Sektion Bad Saulgau, Hans-Peter Hauser (links), mit mehreren der 29 Geehrten sowie Vorstandsmi
Der Vorstandsvorsitzende der DAV-Sektion Bad Saulgau, Hans-Peter Hauser (links), mit mehreren der 29 Geehrten sowie Vorstandsmitglied Waltraud Gebhardt (Zweite von rechts). (Foto: Monika Fischer)

Bei der Hauptversammlung der DAV-Sektion Bad Saulgau am Dienstagabend hat der Vorstand ein rundum positives Bild des vergangenen Vereinsjahres gezeichnet. Erfreulich ist ein Zuwachs von 56 Mitgliedern, der über dem Bundesdurchschnitt liegt, sowie die gute Resonanz auf das breitgefächerte Angebot von Aktivitäten. Eine merkliche Anhebung der Mitgliedsbeiträge, bedingt durch höhere Abgaben an den Bundesverband, wurde von den Mitgliedern akzeptiert.

Zu Beginn seiner Ausführungen fasste der Vorsitzende der Sektion, Hans-Peter Hauser, die Mitgliederzahlen ins Visier, die im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf aktuell 687 gestiegen sind. Damit liegen die Bad Saulgauer über dem Durchschnitt im Bundesverband, jedoch einiges darunter, was die Zahl weiblicher Mitglieder in der Sektion betrifft. Dies könnte sich aber bald ändern, denn das Jahresprogramm 2020 enthält eine Reihe speziell auf Frauen zugeschnittener Ski- und Wanderaktivitäten, die Tourenführerin Waltraud Gebhardt neben ihren interkulturellen oder meditativen Wanderungen anbietet.

Ein weiterer Lichtblick: Bezüglich des Dauerbrenners – Themas Kletterwand – deutet sich eine Lösung an. Die Wand soll in die neu konzipierte Sporthalle integriert werden, die anstelle des alten ABC-Gebäudes geplant ist. Dadurch gebe es eine zentral gelegene Kletteranlage, die vermutlich deutlich intensiver genutzt würde als die in Bolstern befindliche Einrichtung. Die Sektion ist bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, wofür bereits eine bestimmte Summe in den neuen Mitgliederbeitrag eingerechnet wurde.

Den Reigen der Geschäftsberichte des Vorstands führte Ingrid Winkhart weiter, die das Vortragsprogramm der Sektion gestaltet und jeden zweiten Dienstag im Monat zu Reiseberichten verschiedener Referenten einlädt. Die sieben Veranstaltungen wurde 2019 sehr gut angenommen. Dasselbe gilt für die Ski- und Wandertouren, die in den Zuständigkeitsbereich von Ausbildungsreferent Paul Brändle fallen. Besonderes Interesse finden gegenwärtig die Klettersteigtouren. Jugendleiter Markus Bauser bietet auch im Kindersommer 2020 attraktive Projekte an und kümmert sich um die Kletterwand in Bolstern.

Zur Achtsamkeit gegenüber Natur und Umwelt mahnte Judith Werner, die als Beauftragte für Naturschutz wieder entsprechende Themenwanderungen im Programm hat. Ein Renner sind die Angebote für Senioren, die Hans-Peter Hauser zusammenstellt und begleitet. Den Altersrekord hielt 2019 ein 92-jähriger Teilnehmer. Für die Vereinskasse ist Siegfried Gindele zuständig. Wie perfekt er seine Aufgabe erledigt, bestätigten ihm die Prüfer Günther Gerstetter und Uwe Zweifel. So war es selbstverständlich, dass ihn das Plenum einstimmig für weitere vier Jahre zum Schatzmeister wählte. Da sich auch Schriftführerin Waltraud Gebhardt zur Verlängerung ihres Mandats bereit erklärte, erhielt sie ebenfalls das volle Vertrauen der Anwesenden. Die vorletzte Abstimmung galt der Entlastung des gesamtem Vorstands, die natürlich zu 100 Prozent ausfiel.

Das letzte Votum bezog sich auf die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Auslöser dafür ist die vom DAV-Bundesverband beschlossene Entwicklung der Digitalisierung, die auf neun Millionen Euro geschätzt wurde. Ein Vorhaben, dessen Kostenentwicklung als nicht berechenbar gilt, ebenso wenig wie die jährlichen Folgekosten in Höhe von drei Millionen Euro. Dieses Paket, zu dem noch eine Hüttenumlage plus Klimaabgabe kommen, wird anteilig auf 365 Sektionen verteilt. Damit erhöhen sich die Pflichtabgaben an den Verband um 15 Prozent. Alles in allem muss die Sektion über 60 Prozent ihrer Mitgliedsbeiträge nach München überweisen. Das Plenum reagierte relativ gelassen auf Hausers Ausführungen und winkte die Erhöhung der Beiträge mit einer satten Mehrheit durch.

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