Einem fehlt die Cleverness - dem Anderen fehlen Punkte

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 Immer wieder haben Verletzungsporobleme die Altheimer ausgebremst. Hier kümmert sich Sascha Musch um „Co“ Maerin Schrode
Immer wieder haben Verletzungsporobleme die Altheimer ausgebremst. Hier kümmert sich Sascha Musch um „Co“ Maerin Schrode (Foto: Warnack)
Sportredakteur

Der FV Altheim muss am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die U23 des FV Ravensburg endlich wieder in die Spur zurückfinden, um nicht ganz in die Abstiegszone zu rutschen. Seit dem 23. September und dem 2:1-Sieg gegen die TSG Balingen II wartet die Mannschaft von Trainer Sascha Musch auf einen dreifachen Punktgewinn.

So richtig trösten können sich die Altheimer mit den guten Leistungen, wie dem Unentschieden vor drei Wochen in Oberzell, und der knappen 1:2-Niederlage beim FV RW Weiler am vergangenen Wochenende, nicht. Solange nicht mehr Zähler aufs Konto der Grün-Weißen kommen, solange droht der Sturz auf einen direkten Abstiegsrang. Da käme ein Erfolg gegen die um nur zwei Plätze besser klassierte Ravensburger U23 um Trainer Nectad Fetic gerade recht. Auch weil ein Dreier gegen die Oberligareserve einem Anschluss ans untere Mittelfeld gleichkäme. Siegt Altheim, schmilzt der Rückstand auf den sonntäglichen Gegner auf zwei Punkte zusammen, verliert die Musch-Elf, beträgt der Abstand bereits satte acht Punkte. Das Überwintern in der Abstiegszone wäre gewiss.

Doch auch für die U23 des FV Ravensburg stehen harte Wochen bevor. Noch im November trifft die Mannschaft von Nectad Fetic auf den TSV Berg und FV Rot-Weiß Weiler. Da ist ein Sieg in Altheim fast schon Pflicht, um sich ein gewisses Polster anzufuttern. Fetic machte beim 0:0 gegen den SV Oberzell am vergangenen Wochenende zwei klare Kritikpunkte aus. Neben der Chancenverwertung waren es vor allem die vielen Einzelaktionen, die den Trainer störten. „Wir haben zu oft den Ball verschleppt, das Tempo so rausgenommen“, erklärt der FV-Coach.

Es fehlt der U23 vor allem an Cleverness, nicht an Können. „Wir brauchen situationsbedingte Lösungen“, formuliert Fetic. „Wir müssen erkennen, gegen welchen Gegner wir wie spielen müssen. Die Jungs müssen sich die Frage stellen: Lohnt sich ein Eins-gegen-Eins-Duell oder eher nicht?“ Ein Sieg am Sonntag gegen Altheim könnte für Ravensburg zum Durchbruch werden: Davon will Fetic nichts hören: „Wir können momentan alle zwei Wochen vom Durchbruch reden. Wenn wir gegen Altheim verlieren, stehen wir wieder hinten drin. Es geht um die Entwicklung der Spieler und der Mannschaft. Mehr ist für uns nicht wichtig.“

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