Eine Schaubrauerei ist vor dem Stadtmuseum aufgebaut

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Bürgermeisterin Doris Schröter (links) wird beim Einmaischen assistieren.
Bürgermeisterin Doris Schröter (links) wird beim Einmaischen assistieren. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Beim Historischen Markt des Bächtlefestes wird in diesem Jahr wieder Bier gebraut. Möglich macht es der Arbeitskreis Stadtmuseum, der dazu den Hausbrauer Jürgen Heiss aus Emmingen-Liptingen eingeladen hat, dessen mobiles Sudwerk vor dem Stadtmuseum, nur einen Katzensprung von Marktplatz entfernt, aufgestellt wird.

Um 1900 schrieb ein Oskar Fraas: „In Saulgau ist es, wo die Bierquelle fließt, wo eine ganze Menagerie von Storch, Adler, Hirsch, Rössle, Hasen, Ochsen usw., im ganzen 20 Brauereien wetteifern, die Fülle der Gerste, die im Bezirk wächst, auf diesem Weg nutzbar zu machen.“ Die Bierquelle ist seitdem leider versiegt und mit ihr sind verschwunden die Mälzereien, der Braugersten- und Hopfenanbau, die Herstellung von Brauereimaschinen, die Berufe der Küfer, Sattler, Bürstenmacher und Hufschmiede. Wenigstens erinnert die Abteilung Brauwesen des Stadtmuseum an die einstige Bedeutung des Brauwesens für die Stadt Saulgau.

An diese Tradition wird am Samstag erinnert. Beim Einmaischen assistiert Bürgermeisterin Doris Schröter dem Bierliebhaber Jürgen Heiss. Die Besucher können erleben, wie die klassische Bierherstellung erfolgt mit Einmaischen, Maischen, Abläutern, Sieden und der Hopfengabe.

Das Bächtle-Festbier

Gleichzeitig wird das „Bächtle-Festbier“ in 0,33 l Bügelverschluss-Flaschen, die mit originellen Etiketten versehen sind, die Grafiker Frank Müller, Urenkel des Brauereibesitzers Julius Blauw, entworfen hat. Besucher können das Festbier vor Ort probieren und es auch kaufen.

Nach dem Motto „Bier ist Gemütlichkeit“ sorgen Rudi König (Bass) und Manfred Keckeisen (Akkordeon), der in der ehemaligen Lammbrauerei einen Getränkevertrieb betreibt, mit ihrer vielseitigen Musik für beste Stimmung. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt dabei die Bürgerwache Saulgau.

An der Bierkrugrutsche kann jeder seine Geschicklichkeit beweisen. Wie genau kann ich einen Bierkrug mit maßvollem Schwung an die Zielmarkierung bewegen? Gefühlvolle „Bierkrugrutscher“ können bei einem Einsatz von einem EURO pro drei Rutschversuchen verschiedene interessante Priese gewinnen.

Der Erlös kommt dem Stadtmuseum zugute.

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