Ein torloses Remis, das keinem hilft

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Balingens Lucas Schreijäg (rechts) im „Luftkampf“ mit Ostrachs Gabriel Fischer (links).
Balingens Lucas Schreijäg (rechts) im „Luftkampf“ mit Ostrachs Gabriel Fischer (links). (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Der erhoffte Befreiungsschlag ist ausgeblieben. Fußball-Landesligist FC Ostrach ist am Samstagnachmittag gegen die TSG Balingen II über ein torloses Unentschieden nicht hinausgekommen und bleibt auf einem Abstiegsplatz. Dabei zeigte der FC Ostrach vor rund 200 Zuschauern eine Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen Wochen, war aber über weite Strecken zu harmlos vor dem gegnerischen Tor.

Doch auch die TSG Balingen II agierte über weite Strecken zu harmlos. Eineinhalb, bis zwei gute Chancen hatten am Ende beide zu verzeichnen. In Halbzeit eins spielte sich im Buchbühl eine Partie fast ohne Höhepunkte ab. Beide Abwehrreihen hatten das Spiel im Großen und Ganzen im Griff, ließen die gegnerischen Angreifer kaum zur Entfaltung kommen. So stammte die gefährlichste Aktion Ostrachs auch von Christian Luib. Nach einem Zuspiel von Innenverteidiger und Kapitän Johannes Irmler setzte er einen Schuss zu hoch an (13.), auf der Gegenseite wartete Balingen recht lange, um sich aus der Deckung zu wagen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte Raphael Hipp einen Schuss knapp neben das Tor (45. +1).

In Halbzeit zwei wurde es etwas besser, auch weil Simon Kober, der in der 46. Minute kam, dem Spiel gut tat, sich immer wieder ins Spiel nach vorne einschaltete, etwas mehr wagte, als Youngster Andreas Zimmermann, der für Kober Platz machen musste. Auf der Gegenseite setzte Balingen einen Freistoß zu hoch an (51.). Trotzdem erspielte sich Ostrach nun ein Übergewicht, aber ohne große Chancen herauszuarbeiten. Nur einmal wurde es knifflig, als Gabriel Fischer den Ball nach einer Luib-Flanke tatsächlich mi dem Kopf über die Linie wuchtete, aber der Ball vor der Luib-Flanke schon die Torauslinie überquert hatte (60.). Die dickste Chance für die TSG Balingen II hatte der starke Tobias Schatz, doch Johannes Irmler „klaute“ mit einer „Mördergrätsche“ nach Martinez-Art - nur in der Luft - Schatz den Ball vom Fuß (73.). Ostrachs Offensivspiel krankte auch an der Tatsache, dass Eugen Michel nicht zur Verfügung stand, da er sich im Heiningen-Spiel eine Hüftprellung zugezogen hatte und ausfiel. „In der zweiten Halbzeit haben wir das ganz ordentlich gemacht. Vor dem Tor haben wir einfach derzeit nicht die Sicherheit, nicht das Selbstvertrauen“, sagte Lukas Maier nach dem Spiel. Trotzdem blickt das Trainerduo optimistisch auf die Partie am Mittwoch gegen Berg, vielleicht auch, weil die Mannschaft dann völlig befreit in dieses Spiel gehen kann.

Wird es Timo Reutter?

Derweil zeichnet sich eine Lösung der Trainerfrage zur neuen Saison ab. Timo Reutter bestätigte am Rande des Spiels, mit dem FC Ostrach in Gesprächen zu sein. Es gelte aber noch einige Details abzuklären, so der langjährige Kapitän des FC Krauchernwies in der Landesliga. „Alleine möchte und kann ich das sowieso nicht machen.“

So ist, wie schon von Sebastian Irmler vor einigen Wochen angekündigt, eine Doppellösung in Sicht. Als „zweiter Mann“ soll laut SZ-Informationen Christian Söllner (derzeit FC Inzigkofen/Vilsingen/Engelswies) im Gespräch sein.

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