Ein Tim Nothdurft ist zu wenig

 Dem HC Erlangen hat der HBW Balingen-Weilstetten nur Tim Nothdurft entgegenzusetzen. Nothdurft erzielt zwar elf Treffer, doch d
Dem HC Erlangen hat der HBW Balingen-Weilstetten nur Tim Nothdurft entgegenzusetzen. Nothdurft erzielt zwar elf Treffer, doch das reicht nicht, um im zweiten Saisonspiel gegen die Franken den zweiten Sieg zu feiern. (Foto: Eibner-Presse/Dimitri Drofit)
Heinrich Müller

Handball-Bundesligist HBW Balingen hat am Wochenende eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den HC Erlangen unterlag die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle mit 24:29 (12:14). Damit musste der HBW - nach der Niederlage gegen Lemgo - die zweite Niederlage gegen eine Mannschaft hinnehmen, gegen den die „Gallier von der Alb“ in der Hinrunde noch gewonnen hatten. Die Gallier konnten dem HCE nur phasenweise Paroli bieten, einzig Tim Nothdurft, der in bestechender Form an diesem Abend elfmal traf, ragte aus HBW-Sicht heraus. Zu wenig, um Zählbares zu holen.

„Wir hatten uns heute mehr erhofft, aber Erlangen hat deutlich weniger Fehler gemacht als wir und deshalb geht der Sieg mit plus fünf Toren in Ordnung,“ sagte HBW-Trainer Jens Bürkle. Er war einmal mehr enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft. Zwar startete Balingen besser ins Spiel als am vergangenen Mittwoch in Stuttgart und konnte eine zwischenzeitliche 5:2-Führung der Gäste in eine 8:7-Führung drehen, doch dann zog Erlangens Trainer, Ex-Nationalspieler Michael Haas, zum ersten Mal die Grüne Karte. Auszeit.

Haas brachte im rechten Rückraum für den angeschlagenen Antonio Metzner den erst 20-Jährigen Daniel Mosindi, der sofort seine Qualitäten zeigte. Mit einer schnellen Körpertäuschung ging er an Balingens Fabian Wiederstein vorbei. Weil der Balinger nicht schnell genug seine Hände wegnehmen konnte, gab es einen Siebenmeter und eine Zwei-Minuten-Strafe für Wiederstein. Die Gallier ließen sich von der Unterzahl nicht beeindrucken. Kreisläufer Kristian Bećiri und Tim Nothdurft trafen, aber es gelang dem HBW nicht, seinen Vorsprung auszubauen. Im Gegenteil. Die Franken drehten das Spiel und gingen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzte Tim Nothdurft auf 13:14, doch schon im nächsten Angriff gerieten die Hausherren erneut in Unterzahl. Abwehrchef Romas Kirveliavičius musste für zwei Minuten auf die Bank. Doch nicht nur dies machte Balingen zu schaffen, auch die immer stärker werdende HCE-Abwehr. Was durch die Abwehrwand aufs Tor kam, war meist sichere Beute von Torhüter Klemen Ferlin, außer es kam von HBW-Linksaußen Nothdurft. Doch Nothdurft alleine war zu wenig. Erlangen baute seinen Vorsprung aus, auf fünf Tore (50.).

Die Gallier kämpften sich zurück. In seiner dritten und letzten Auszeit setzte der Balinger Coach alles auf die Karte „Verwirrung stiften“, lautete sein Motto. Bürkle brachte den siebten Feldspieler. Weil Kreisläufer Fabian Wiederstein nach seiner dritten Zeitstrafe das Spiel nur noch von der Tribüne aus verfolgen konnte, beorderte Bürkle seinen zweiten Linksaußen Oddur Grétarsson an den Kreis. Die Taktik schien aufzugehen. Nothdurft verkürzte mit zwei Treffern auf 22:24. Doch mit einem eher glücklichen Treffer legten die Gäste das 25:22 nach und als Jan Schäffer einen Querpass abfing und das 22:26 ins leere Tor nachlegte, war die Partie entschieden.

Nächster Gegner ist am Donnerstag (19 Uhr) auswärts Melsungen.

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