Ein Naturschützer der ersten Stunde

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Bruno Herbst † hat die Vogelstimmentafel an der Schönen-Moos-Hütte (im Hintergrund) mitgestaltet.
Bruno Herbst † hat die Vogelstimmentafel an der Schönen-Moos-Hütte (im Hintergrund) mitgestaltet. (Foto: Stadtverwaltung)

Der frühere Gymnasiallehrer und Naturschützer Bruno Herbst ist am 31. März im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer heimtückischen Krankheit verstorben.

Bis zu einer Pensionierung arbeitete Bruno Herbst als Lehrer am Störck-Gymnasium in Bad Saulgau. Neben seinem Beruf als Lehrer hat er sich ein Leben lang leidenschaftlich für den Naturschutz und hier im Besonderen im Bereich Vogelschutz in und um Bad Saulgau eingesetzt.

Er engagierte sich zunächst in jungen Jahren unter anderem in der der Organisation „Natürliche Landschaft“ für seine Heimat. In den letzten 25 Jahren konnte er seine kreativen Ideen gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Bad Saulgau nach und nach umsetzen. Er half entscheidend beim Aufbau des beliebten, inzwischen 3,5 Kilometer langen Bad Saulgauer Nistkastenlehrpfades, für den er gemeinsam mit der Stadt viele Naturattraktionen wie Vogelstimmentafel, Nistkastenbaum, Nistkastenpuzzle und die Spiegelnistkästen entwarf.

Bis heute sind diese Attraktionen ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt. Und damit nicht genug. Er bot äußerst kompetent regelmäßig im Frühjahr Vogelstimmenführungen an, die meist sehr gut besucht waren. Er wusste jede noch so leise und seltene Stimme zu deuten. Zudem half er der Stadt bei ökologischen Gutachten und Bewertungen. Auch für Amphibien und zuletzt die heimischen Moosarten interessierte er sich sehr und war hier Fachmann für alle Fragen. „Wir verlieren mit ihm einen hilfsbereiten, interessanten Menschen und Experten, der uns in allen Bereichen und Fragen des Naturschutzes unterstützte“, so Bürgermeisterin Doris Schröter. Ohne ihn wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Er hat dazu beigetragen, unsere Stadt bis an die ökogische Spitze zu bringen“, sagte Umweltbeauftragter Thomas Lehenherr.

Bruno Herbst hinterlässt seine Frau sowie zwei Söhne und eine Tochter. Die Beisetzung fand im engsten Kreise statt.

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