Dominik Blersch wechselt die Startklasse

Schwäbische Zeitung

Die Brüder Dominik Blersch und Marcel Blersch aus Uttenweiler starten auch in der Saison 2021 in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Auftakt ist an diesem Wochenende in der Motorsport-Arena in Oschersleben. Die weiteren Stationen sind Most/Tschechien (11. bis 13. Juni), das Schleizer Dreieck (23. bis 25. Juli), Assen (13. August bis 29. August), der Red-Bull-Ring/Österreich (27. bis 29. August), ehe das Saisonfinale in Hockenheim (24. bis 26. September) ansteht. Eigentlich hätte der Saisonauftakt auf dem Lausitzring (30. April bis 2. Mai) ausgetragen werden sollen, wurde aber wegen der Coronapandemie abgesagt.

Dominik Blersch, der ältere der beiden Brüder, ist von der SSP 300 in die STK 600er-Klasse aufgestiegen, Marcel Blersch fährt weiter in der SSP-300er-Klasse. Er wird in dieser Saison eine Super Stock Yamaha R6 pilotieren. Das Motorrad hat 600 Kubikzentimeter und etwa 125 PS. Das Motorrad erzielt eine Höchstgeschwindigkeit je nach Übersetzung von 280 km/h. Der Motor darf bei einem Stock-Motorrad nicht verändert werden, sodass die Fahrer mit den gleichen Voraussetzungen in die Rennen gehen. Nach den ersten Tests in Hockenheim, Oschersleben und Lausitzring waren Dominik Blerschs Rundenzeiten vielversprechend.

Marcel Blersch fährt wie im vergangenen Jahr eine KTM RC 390 R mit 300 Kubikzentimetern und rund 51 PS. Aber auch dieses Motorrad erreicht je nach Übersetzung eine Höchstgeschwindigkeit von rund 210 km/h.

Bei den Tests in Oschersleben und auf dem Lausitzring konnte Marcel Blersch sehr schnelle Rundenzeiten fahren. Das 300’er-SSP-Feld ist sehr umkämpft. 35 Fahrer kämpfen in diesem Jahr um die Meisterschaft. Marcel möchte 2021 im vorderen Feld mitfahren, sein Ziel sind die besten zehn.

Die Rennen der IDM werden von der Motor-Presse Stuttgart, dem Promoter und Veranstalter der IDM, per Livestream übertragen, da aufgrund der Sicherheitsbestimmungen während der Corona-Pandemie aktuell noch keine Zuschauer vor Ort zugelassen sein werden.

Neu in der 600er-Klasse ist, dass in der mittleren Hubraumklasse ab jetzt Slicks statt der bisher profilierten Reifen eingesetzt werden dürfen. Die Yamaha YZF-R6 ist zwar das am meisten eingesetzte Motorrad, dennoch holte mit Luca Grünwald 2020 ein Kawasaki-Fahrer den Titel. Beide Marken fahren auch 2021 schwere Kaliber auf und dazu reisen wie Dino Iozzo sogar Fahrer aus Südafrika an. Im Feld der Supersportler tauchen wie zuletzt auch wieder die Superstock-Piloten auf, die getrennt gewertet werden. Ihre Motorräder sind seriennäher und die kleinere Truppe kämpft nicht um das IDM-Prädikat, sondern um einen Cup. Wie man sie erkennt? Die Superstock 600-Cup-Fahrer haben Startnummerntafeln mit weißen Zahlen auf blauem Grund. Bei den IDM Supersport 600er-Piloten verhält es sich genau umgekehrt.

Im Vergleich zur IDM Supersport 600 darf in der Superstock 600er-Klasse weniger am Motorrad geschraubt werden. Beide Kategorien fahren ihre Rennen im gleichen Feld, jedoch bei getrennter Wertung.

In der IDM Supersport 300 treffen mit Titelverteidiger Lennox Lehmann, Angelo Licciardi und Toni Erhard die Meister der vergangenen drei Jahre aufeinander. Gefahren wird mit über 50 PS starken Motorrädern von Kawasaki, KTM und Yamaha. Die Nachwuchsklasse hat sich als Vorbereitung für den Sprung nach oben etabliert, erfreut sich höchster Beliebtheit und ist laut FIM-Reglement für Teenager ab 13 Jahren offen. Wie in der WM werden Slicks von IDM-Reifenausstatter Pirelli gefahren. Ab dieser Saison werden die Motorräder erstmals auch mit der gleichen Einheitselektronik wie in der Weltmeisterschaft ausgestattet sein.

„Für alle Fans, die wegen der Corona-Pandemie nicht vor Ort sein dürfen, werden die Rennen nach Hause geliefert, und zwar im Livestream auf dem Motorrad-YouTube Channel und auf der IDM-Facebookseite“, so Bert Brandenburg, Leiter Veranstaltungen bei der Motor Presse Stuttgart.

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