Der DRK-Ortsverein Bad Saulgau ist hervorragend aufgestellt

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Die Geehrten und ihre Gratulanten (v.l.): Karl Scheb, Ernst Unger, Anja Hauser, Carmen Gessler, Thomas Musch, Ernst Buck und Mar
Die Geehrten und ihre Gratulanten (v.l.): Karl Scheb, Ernst Unger, Anja Hauser, Carmen Gessler, Thomas Musch, Ernst Buck und Mario Rilli. (Foto: Monika Fischer)
Monika Fischer

In der Hauptversammlung hat der Ortsverein Bad Saulgau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) viel Lob kassiert. Der Rettungs- und Bereitschaftsdienst sowie die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und DLRG klappten hervorragend, hieß es. Überdies ist der Verein finanziell unabhängig und genießt die Unterstützung der Bevölkerung. Sieben Mitglieder wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt

Bei seiner Begrüßung war dem DRK-Vorsitzenden Ernst Buck anzumerken, wie stolz er auf die erfolgreiche Arbeit des Ortsverbandes ist. Dazu gehören nicht nur die vielfältigen Einsätze des Rettungs- und Bereitschaftsdienstes. Auch bei den Blutspendeaktionen nimmt der Verein eine Spitzenposition im Landkreis ein, ähnlich wie bei den Altkleidersammlungen. Aufgrund des großen Arbeitsaufwands würden jedoch dringend weitere Hilfskräfte benötigt. Wichtig wäre es auch, die Jugendlichen für die Arbeit des Roten Kreuzes zu begeistern.

Im Auftrag von Bürgermeisterin Doris Schröter übermittelte Buck den Dank von Stadtverwaltung und Gemeinderat für die geleistete Arbeit. Dabei sicherte er von Seiten des DRK ein weiteres gutes Miteinander zu: „Wenn man uns braucht, sind wir da.“ Der Bericht von Bereitschaftsleiterin Carmen Gessler zeigte, welch arbeitsreiches Jahr hinter den Mitarbeitern liegt. Ihre Bilanz wies mehr als tausend Stunden Sanitätsdienst auf sowie die Durchführung einer Reihe von Ersthilfekursen. Bei Blutspendeterminen kamen nahezu 900 Konserven zusammen und die Altkleidersammlung ergab ein Gewicht von gut 84 Tonnen.

Fahrzeug wird ersetzt

Ein großer Einsatz lag auch hinter Kassenwart Ernst Unger, der eine enorme Zahl von Posten verbuchte. Dass unter dem Strich ein gutes Plus herauskam, trug mit zur finanziellen Unabhängigkeit des Vereins bei und erlaubte den Verantwortlichen, einen über 20 Jahre alten Dienstwagen durch ein neues Fahrzeug zu ersetzen. Klar, dass die Kassenprüfer Anja Hauser und Werner Schneider dem Schatzmeister eine vorbildliche Tätigkeit attestierten. So war es selbstverständlich, dass das Plenum ihm sowie dem gesamten Vorstand die einstimmige Entlastung erteilte.

Die Leitung der Abstimmung hatte Dr. Franz Mattes vom DRK-Kreisverband Sigmaringen inne. Er betonte, welch große Stütze die Bad Saulgauer Kollegen mit ihrer hervorragenden Arbeit für den Kreisverband Sigmaringen seien. Dabei bedauerte er, dass die Mitgliedszahlen beim DRK kontinuierlich schrumpfen. Ähnliches stellte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck für die gesamte „Blaulichtfraktion“ fest und forderte, die Politiker zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter in die Pflicht zu nehmen. Die Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK funktioniere hervorragend, zumal man Lösungen auf dem kleinen Dienstweg erziele.

Auch Richard Frey als Vorsitzender des Bürgerausschusses äußerte sich positiv über die Zusammenarbeit mit DRK, Feuerwehr und Polizei, die nicht nur beim Bächtlefest unabdingbar sei. Bevor der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Mario Rilli die Ehrung langjähriger Mitglieder vornahm, erinnerte er an die HvO-Gruppen, die Helfer vor Ort, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen haben. Sie werden dann alarmiert, wenn der Rettungswagen bei einem Notruf bereits im Einsatz ist und überbrücken die Zeit bis zu dessen Ankunft.

Spitzenreiter unter den langjährigen Mitgliedern war Karl Scheb aus Hundersingen, der seit 50 Jahren dabei ist. Dafür gab es die goldene Spange sowie eine Urkunde. Für eine 40-jährige Zugehörigkeit wurde Ernst Unger geehrt, Veronika Lieb ist 35 Jahre Mitglied und Markus Locher engagierte sich im Laufe von 30 Jahren in der Bereitschaftsleitung. Für ihre fünfjährige Zugehörigkeit erhielten Anja Hauser, Thomas Musch und Kathrin Thomma eine silberne Spange plus Urkunde.

Bleibt noch nachzutragen, dass zur Euphorie des Vorsitzenden Ernst Buck auch eine aktuelle Entscheidung der Landesregierung beitrug. Tags zuvor hatte diese für den Plan, Bad Saulgaus ehemaliges Aufbaugymnasium in ein Exzellenzgymnasium umzubauen, ein Finanzpaket von 80 Millionen Euro freigeschaltet. Ein Glückstag für die Region, den Landkreis Sigmaringen und nicht zuletzt auch für ihn selbst, befand Buck.

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