Der beste Angriff der Liga kommt

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Jens Bürkle.
Jens Bürkle. (Foto: EIBNER/Florian_Schust)
Schwäbische Zeitung

Im vorletzten Heimspiel erwartet Handball-Zweitliga-Spitzenreiter mit dem Tusem aus Essen eine der stärksten Auswärtsmannschaften der Liga und mit ihr den wurfgewaltigsten und treffsichersten Angriff der aktuellen Saison. Spielbeginn in der Balinger Sparkassenarena ist am Samstagabend, 18. Mai, um 19 Uhr.

HBW-Trainer Jens Bürkle ist nach dem emotionalen Spiel beim Tabellendritten in Coburg immer noch zwiespältig, ob es eher ein gewonnener oder ein verlorener Punkt ist. Wie er selbst meinte, hätte er auf Grund des Spielverlaufes, vor allem in der zweiten Halbzeit, schon gerne beide Punkte mitgenommen. „Hinten raus hatten wir schon die Chance, das Spiel zu gewinnen“, trauert er dem einen Zähler zwar etwas nach, ist aber dennoch hochzufrieden, wie seine Mannschaft aufgetreten ist und, dass sie vor allem dem HSC Coburg permanent Druck gegeben hat.

„Auf diese Leistung hoffe ich wieder, weil Essen im Angriff sehr, sehr hohe Qualitäten hat“, weiß der Balinger Sportwissenschaftler, dass gegen den Altmeister aus dem Ruhrpott aus seiner Mannschaft wieder jeder an seine absolute Leistungsgrenze muss, wenn der Heimnimbus gewahrt bleiben soll. Der Tabellensiebte ist in der laufenden Saison bisher die einzige Mannschaft, die mehr als 1000 Tore (1034) erzielt hat. Das sind durchschnittlich mehr als 30 Treffer pro Spiel. Dabei ist die linke Angriffsseite das Prunkstück der Essener. Top-Torschütze ist Tom Skroblien (158 Tore), gefolgt von seinem Mitstreiter auf der linken Außenbahn, Noah Beyer (134), einem Essener Eigengewächs. Der linke Rückraum steht den Außen in nicht viel nach. Drittbester Werfer ist Dennis Szczesny (118), gefolgt von Jonas Ellwanger (102), der ebenfalls im linken Rückraum zu Hause ist.

Trotz der wurfgewaltigen Angreifer ist die Rückrunde für den TUSEM nicht immer so gelaufen, wie man es gerne gehabt hätte. Nach einer überragenden Hinspielrunde, in der man lange Zeit sogar auf einem Aufstiegsplatz stand, begann kurz vor Weihnachten ein leichter Abwärtstrend. Sechs Niederlagen in Folge – eine davon gegen den HBW Balingen-Weilstetten – sorgten dafür, dass Essen vom zweiten bis auf den siebten Tabellenplatz abrutschte. Dort steht die Mannschaft bis heute und hat längst nichts mehr mit dem Aufstieg, aber auch nichts mit dem Abstieg zu tun. Trotzdem erwartet HBW-Trainer Jens Bürkle einen top motivierten Gegner. „Das wird eine tolle Aufgabe, gegen eine Mannschaft, die hier brennen wird“, freut sich Bürkle auf ein Handballfest im vorletzten Heimspiel der Saison.

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