Der Aufwärtstrend soll anhalten

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 Dennis Kaumann (re.) hier gegen Simon Rott (li.) harmoniert immer besser mit dem zweiten Bad Saulgauer Spielgestalter Istvan Ga
Dennis Kaumann (re.) hier gegen Simon Rott (li.) harmoniert immer besser mit dem zweiten Bad Saulgauer Spielgestalter Istvan Gaspar. (Foto: Archiv- Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Das (fast) Beste zum Schluss: Zum letzten Spiel der Vorrunde in der Handball-Landesliga muss der TSV Bad Saulgau an diesem Samstag zum Aufstiegskandidaten TV Reichenbach/Fils reisen. Spielbeginn in der Reichenbacher Brühlhalle ist um 20 Uhr.

Beide Vereine kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten in der Württembergliga. Vor zwei Jahren siegte Bad Saulgau in beiden Vergleichen, Reichenbach stieg ab. Im bislang letzten Aufeinandertreffen, im vergangenen Jahr im Pokal, siegte dann Reichenbach, verpasste aber in der Liga - trotz eines fulminanten Endspurts - knapp den Relegationsplatz. In dieser Saison möchte das Team von Cheftrainer Volker Haiser nun ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Derzeit sieht es danach aus, als könnte dieser Wunsch Wirklichkeit werden. Die Mannschaft um Kapitän Timo Häußermann ist in Topform und belegt völlig zu Recht Rang zwei. Somit gehen die Hausherren als Favorit in die Partie und wollen die Punkte zu Hause behalten.

Doch auch Bad Saulgau befindet sich im Leistungsaufschwung. Die Mannschaft will an die Leistung beim Heimsieg gegen Steinheim anknüpfen. Detail am Rande: Beide, Bad Saulgau und Reichenbach, schlugen Steinheim mit dem exakt gleichen Ergebnis (34:26). Die Mannschaft von Trainer Matthias Kempf weiß, dass sie, ruft sie ihr spielerisch-kämpferisches Potenzials ab, jeden Gegner schlagen kann. Jedoch trüben die Ausreißer nach unten und die fehlende Konstanz die Hoffnungen immer wieder. „Reine Kopfsache“, wiederholt Trainer Kempf gebetsmühlenartig. Immer wieder spielt sein Team wie aus einem Guss, bestätigt seine Trainingsleistungen und schlägt selbst stärkste Gegner hoch, ehe in manchen Spielen der Schlendrian einkehrt. Derzeit scheint es, als habe der TSV die Formkurve stabilisiert. Ein Grund: Zuletzt harmonierten die Spielmacher Istvan Gaspar und Dennis Kaumann sehr gut. Immer setzten sie ihre Links- (Fabian Kohler, Andres Csuka) und Rechtsaußen (Matthias Fuchs) sehr gut ein. Und auch die Kreisanspiele auf Patrick Osterc und Jochen Schäfer klappten zuletzt.

Bakos und Tovmasyan fehlen

Trotzdem sieht Matthias Kempf voller Sorge auf den durch Verletzungen ausgedünnten kleinen Kader. Vor allem der Ausfall von Torhüter David Bakos schwächt die Mannschaft. Es bestätigten sich alle Befürchtungen. Die Bizepssehne ist gerissen und muss im Januar operiert worden. Bakos könnte bis zum Ende der Saison ausfallen. Für ihn springt neben Stammtorhüter Jonas Engler nun Patrick Maas aus der zweiten Mannschaft ein. Auch Rückraumschütze David Tovmasyan (Beinverletzung) muss weiter passen.

Einige weitere Akteure sind angeschlagen, können aber spielen. „Im Training waren alle gesunden Spieler da. Die Einstellung stimmt. Wir versuchen, über viele Gespräche und entsprechendes Training den Kopf frei zu bekommen und endlich Konstanz zu zeigen. Das Spiel gegen Reichenbach ist wichtig, da wir bei einem Sieg wieder Kontakt zu den besten Mannschaften aufnehmen können, bei einer Niederlage würden wir wieder ins Mittelfeld zurückfallen“, sagt Kempf.

Mit Blick auf den Gegner und zur Taktik ergänzt er: „Die Mannschaft von Reichenbach spielt schon einige Jahre zusammen. Es ist ein sehr gut eingespieltes Team und wirkt mannschaftlich sehr geschlossen. Jeder Spieler ist torgefährlich. Wir müssen versuchen, einfach so weiterzumachen, wie wir vergangene Woche aufgehört haben.“

Zu diesem Spiel wird ein Fanbus eingesetzt. Abfahrt ist um Sa., 8. Dezember, 16.45 Uhr auf dem Festplatz hinter der Stadthalle.

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