Das SLG-Kennzeichen taucht wieder auf

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stellv. Redaktionsleiter

Neben den harten, gab es beim Neujahrsempfang auch die eine oder andere weiche Nachricht. Die wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten.

Die über 80-jährige Mutter von Doris Schröter hatte für die Aktion Stadtradeln eigens einen Tacho an ihr Fahrrad anbringen lassen, um die ihre Fahrradkilometer aufschreiben zu können. Das Ergebnis: die Mutter schaffte 86 Kilometer. "Ich habe es nur auf 40 gebracht", erzählte Schröter. Lob gab es für das Gesamtergebnis: 76000 Kilometer radelten die Bad Saulgauer. „Das ist zwar weniger als Mengen, aber, und das ist wichtiger, mehr als Sigmaringen.“ Es war nicht der einzige freundschaftliche Knuff in Richtung Kreisstadt.

Im Berichtzur Stadtgeschichte und Stadtentwicklung kam die Rede natürlicherweise auf Kreisreform, auf den Verlust von Behörden, verbunden mit der süffisanten Bemerkung, dass Bad Saulgau mit rund 18000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Sigmaringen sei. Geschickt flocht Doris Schröter ein, dass es im neuen Jahr wieder Zeit für einen neuen Anlauf für die Wiedereinführung des alten SLG-Kennzeichens werden könnte. „Das könnte ein Bestseller werden“, sagte sie in Richtung Landrätin Stefanie Bürkle. Die hörte nicht nur die Worte der Bürgermeisterin, sondern nahm sicher auch den großen Applaus wahr, den es bei diesem Thema gab.

Die Landrätin war auf den Ehrenplätzen von allen Abgeordneten der Region flankiert. Den Europaabgeordneten Norbert Lins konnte Bürgermeisterin genauso begrüßen wie den Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretär Thomas Bareiß, sowie die Landtagsabgeordneten Andrea Bogner-Unden (Grüne) und Klaus Burger (CDU). Ein weiterer Ehrengast und ehemaliger Bad Saulgauer wurde übrigens per Videobotschaft (siehe letzten Abschnitt) zugeschaltet: Der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser lobte von seinem Amtszimmer aus die tolle Entwicklung Bad Saulgaus in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr stehen schließlich die Europa- und Kommunalwahlen an. Die Bürgermeisterin appellierte jedenfalls leidenschaftlich dafür sich erstens als Kandidat für die Kommunalparlamente aufstellen zu lassen und vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

1200 Forschungsideen sammelt im Jubiläumsjahr das Schülerforschungszentrum Sfz mit Sitz in Bad Saulgau. Die Besucher des Neujahrsempfangs konnten mit ersten Beiträgen zur Sammlung beginnen, eine Karte ausfüllen und sie in die bereitgestellte Urne werfen. Mit gutem Beispiel ging die Bürgermeisterin voran.. „Sie wissen, wenn man beim beim Mittagessen, da pressiert es oft“. Blöd, wenn die Suppe noch zu heiß ist. „Spiel es eine Rolle, in welche Mustern (Schlangenlinien, Kreise, Achten) man bei der Suppe den Löffel rührt“, wollte sie wissen, damit die Suppe möglichst schnell auf eine genießbare Temperatur kommt. Schon lag das erste Kärtchen in der Sfz-Urne.

Auch von einem „Running Gag“ im Rathaus konnte die Bürgermeisterin erzählen. So habe sie bei der Personalversammlung beim Bericht über den Blaulichtempfang mit Innenminister Thomas Strobl von Rotlichtempfang gesprochen. Gemerkt hat sie den Umstieg ins andere Milieu erst nach ihrem Vortrag.

100 Saulgau in der ganzen Welt wurden angeschrieben, 20 kamen zurück. Das ergab einen Zusammenschnitt von Videobotschaften. Gezeigt wurden Botschafen von Guido Müller (Hamburg), Carmen und Roland Pluczinski (Neuseeland), Bruno Gramlich (USA), Susann Cowan (Irland), Theresa Kaaden (Österreich), Jeanette Röck (Österreich), Monika Gabriel (Australien), Konni Scheel (Neuseeland), Sybille und Bernd Rundel (USA/Mexiko), Erika Reuss (Neuseeland), Ute Oschwald-Schöllkopf (Schweiz) und Klaus Tappesser (Tübingen).Guido Müller zeigt den Saal der Musikschule in Hamburg. (rum)

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