Das Kajuzl wird zu Hogwarts

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Bereits zum 22. Mal hat das katholische Jugendzeltlager Bad Saulgau (Kajuzl) seine Zelte aufgeschlagen, erneut am Fuße der Ruine Hornstein in Bingen.

In diesem Jahr traten zunächst die Teilnehmer des Kajuzl-Pro im Alter zwischen 16 und 23 mit dem Fahrrad ihre mühsame zweitägige Anreise an. Im Lager angekommen nutzen die Protagonisten das gute Wetter, um im Pool zu baden, beim aktionsreichen Kochwettbewerb ihr Können unter Beweis zu stellen oder beim Stadtspiel in Bingen ihre Fitness zu testen.

Nachdem die älteren Teilnehmer abgereist waren kamen die 65 Teilnehmer des Kajuzl-Klassik im Alter von neun bis 16 Jahren ins Lager und genossen eine Woche voller Action und Spaß, ganz unter dem diesjährigen Motto „Kajuzl – ein Zeltlager, das verzaubert“. Am Montagmorgen ging der Ausflug in die Zauberwelt los, indem die Teilnehmer durch die magische Mauer zum Gleis 9 ¾ liefen und sich mit dem Kajuzl-Express in Richtung Bingen aufmachten. Nach einer kurzen Wanderung, bei der die Teilnehmer Zutaten für einen Zaubertrank suchen mussten, kamen sie im dekorierten Zeltlager an und durften ihre eigenen Zauberstäbe und Zauberbüchlein erstellen. Am Abend kam es zum aufregenden Start der Magierkarriere in Hogwarts und die Kinder wurden getreu der Eigenschaften Mut, Klugheit, Fleiß oder Stolz in die vier Häuser Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff oder Slytherin eingeteilt.

Falkernin zu Besuch

Im Kampf der vier Häuser konnten die Teilnehmer neben der jährlichen Lagerolympiade oder dem Geländespiel Siedler von Hogwarts auch bei weiteren Aktivitäten ihre Kreativität, ihr Geschick und ihre Sportlichkeit unter Beweis stellen und fleißig Punkte sammeln. Beim Besuch der Falknerin und ihrer sibirischen Schleiereule lernten die Teilnehmer viel Neues über die Geschöpfe der Nacht und hatten sogar die Möglichkeit die Eule zu streicheln und sie auf den Arm zu nehmen.

Doch nicht nur tagsüber wurde die gemeinsame Zeit für Aktionen genutzt, auch nachts ließ man die ereignisreichen Tage beim Singen am Lagerfeuer oder einer Nachtwanderung ausklingen. Bei dieser machten sich die mutigen Zauberer auf in den Verbotenen Wald, um dem Wildhüter Hagrid bei der Suche nach dem entflohenen Zeltlagermaskottchen, dem Kajuzl-Kauzl, zu helfen. Das meist sehr gute Wetter und die tolle Lage ermöglichten ein abwechslungsreiches Programm und auch durch einige Schauer ließen sich die Teilnehmer nicht unterkriegen, sondern nutzten die Zeit und forderten beim Casino ihr Glück heraus oder stellten bei den unterschiedlichen Workshops ihre Kreativität unter Beweis.

Am letzten Tag stattete Dekan Peter Müller dem Zeltlager einen Besuch ab und gestaltete einen schönen und dem Motto angepassten Gottesdienst in der freien Natur. Durch den darauffolgenden bunten Abend wurde eine ereignisreiche Zeltlagerwoche abgeschlossen und die Kinder mussten am nächsten Tag die Reise zurück in die Welt der Muggel – der Nichtmagier – antreten.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen