Daniel Weber: „Entscheidend ist die Einstellung“

 Daniel Weber
Daniel Weber (Foto: SZ-Archiv)
Schwäbische Zeitung

Der SV Betzenweiler führt mit fünf Siegen aus sechs Spielen die Tabelle der Kreisliga A 1 an. Am Sonntag, 15 Uhr, empfängt Betzenweiler die SG Ertingen/Binzwangen. Es ist auch das Aufeinandertreffen der beiden Ex-Uttenweiler Landesligaspieler Daniel Weber (Foto: SZ-Archiv) und Steffen Maurer. Warum das Spiel trotzdem ein Spiel wie jedes andere ist, hat Daniel Weber im Interview SZ-Sportredakteur Marc Dittmann verraten.

Herr Weber, nach sechs Spieltagen Platz eins in der Tabelle. Fünf Siege, bei nur einer Niederlage. Sind Sie zufrieden?

Ja, das kann man so sagen. Wir sind zufrieden, nehmen das aber mit der nötigen Demut entgegen. Es fühlt sich toll an, schaut gut aus. Aber in den vergangenen drei Wochen mussten wir physisch und physiologisch schon an unsere Grenzen gehen, da wir viele verletzte Spieler und einen nicht so breiten Kader haben. Da heißt es, in der Regeneration und in der Physio unter der Woche richtig gut zu arbeiten, dass am Wochenende alle oder die meisten Spieler wieder fit sind.

Was zeichnet die Mannschaft aus?

Wir haben in den Spielen eine tolle Effektivität an den Tag gelegt. Wir haben uns viele Torchancen erspielt, aber auch viele Torchancen genutzt. Wir sind physisch fit. Das spürt man, wie die Mannschaft in die Zweikämpfe geht. Und: Entscheidend ist die Einstellung, der Kopf. Mit den drei Siegen zum Start hatten wir natürlich auch einen extrem guten Puffer. Wir wollen uns von Woche zu Woche steigern.

Sie sprachen die ganzen Verletzten an....

Zum einen Fabian Argo, er hat eine Sprunggelenksverletzung, und wie wichtig er für unsere Offensive ist, weiß man ja. Trotzdem hoffe ich, dass er am Sonntag spielen kann. Außerdem hat Marius Löffler eine Prellung, Marius Rudolph, der ja auch das eine oder andere Tor macht, hat sich am Schambeim verletzt und auch ich habe ja seit zwei Wochen nicht gespielt, da ich mir eine Prellung an der Ferse zugezogen habe. Ich muss schauen, ob es am Sonntag geht.

Und was denken Sie über den Gegner vom Sonntag, Ertingen/Binzwangen?

Ertingen/Binzwangen wird sicher alles ins Spiel reinwerfen, das ist eine gute Mannschaft, die aggressiv spielen kann. Das ist eine spielerisch gute Mannschaft, die nicht klassisch tief glatt spielt, sondern über die Außen kommt. Sie müssen gegen uns fast punkten, da sie schon zuletzt gegen Schmiechtal/Alb nur unentschieden gespielt haben. Ich glaube, dass sie den Druck haben. Wenn sie verlieren, wird die Lücke schon extrem groß, wächst auf neun Punkte.

Sie und Ertingens Trainer Steffen Maurer haben lange Jahre miteinander in Uttenweiler gespielt, unter anderem in der Landesliga. Ein besonderes Spiel für Sie?

Nein, das ist für mich ein Spiel wie jedes andere. Natürlich wohnen wir beide in Uttenweiler, haben zusammen beim SV Uttenweiler gespielt, sind uns freundschaftlich verbunden, aber der persönliche Kontakt wird am Sonntag im Hintergrund bleiben. Besonders wäre es vielleicht, wenn es das Spiel der Rückrunde und die Situation in der Tabelle eine andere wäre. Am Sonntag wollen beide gewinnen. Jeder schaut, was er rausholen kann. Aber das ist ja auch okay. Ich glaube, es wird ein Duell auf Augenhöhe.

Und wo landet der SV Betzenweiler zur Winterpause oder am Saisonende?

Wir wollen so lange wie möglich vorne dran bleiben, aber - wie gesagt - mit viel Demut. Wenn wir am Ende unter die besten drei Mannschaften kommen, ist alles gut.

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