Computer-Crack taucht per Selbststudium in die Netzwelt ein

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Der 21-jährige Stefan Brendle hat sich nach einem Selbststudium mit Webentwicklung und Grafikdesign selbstständig gemacht.
Der 21-jährige Stefan Brendle hat sich nach einem Selbststudium mit Webentwicklung und Grafikdesign selbstständig gemacht.
Schwäbische Zeitung

vem) - Die Jugend von heute wächst mit dem Internet auf. So auch der 21-jährige Stefan Brendle: Im Selbststudium machte er sich mit der Webentwicklung und dem Grafikdesign vertraut. Seit Mitte vergangenen Jahres hat er sich den Traum der Selbstständigkeit erfüllt.

Stefan Brendle versteht sich als waschechtes Medienkind der „Generation 2.0“. Seit dem fünften Lebensjahr sitzt der 21-Jährige schon regelmäßig am Rechner. „Ich bekam das praktisch in die Wiege gelegt“, grinst er. Schon mit 13 Jahren wagte er sich an ein spannendes Phänomen, das vielen ein Leben lang verborgen bleibt: die 3D-Technik. Damals reproduzierte er komplette Gebäude aus dem geistigen Auge auf den Bildschirm – vollkommen autodidaktisch versteht sich. Doch kurze Zeit später widmete sich Brendle dem aufblühenden Internet. „Einfach zum Testen und um Erfahrung zu sammeln“, so der IT-Crack, designte er bereits als 14-Jähriger seine erste Website. „Learning by doing“ ist sein Leitspruch. Er habe dadurch stetig dazugelernt, so dass er bereits drei Jahre später eine Internetseite für seine Klasse, die er am Wirtschaftsgymnasium besuchte, lancierte. Dadurch habe er „PHP“ gelernt, eine Skriptsprache, die der Anfertigung dynamischer Webseiten sowie Webanwendungen dient. Da verwundert es einen nicht, dass Stefan Brendle 2008, im Jahre seines Abiturs am Wirtschaftsgymnasium, den „Hampel“-System-Preis aufgrund überdurchschnittlicher Leistungen im Fach „Datenverarbeitung“ (DV) gewann. Im selben Jahr zeichnete er mitunter für die Abi-Zeitung seines Jahrgangs verantwortlich und bestückte sie mit hochprofessionellen Fotomontagen und Grafikelementen, so dass sie für die bundesweit „Beste Abi-Zeitung“ nominiert wurde und in den Top Ten landete.

Obwohl der IT-Spezialist nach seinem Abitur de facto das „WG“ verließ, kehrte er ihm noch lange nicht den Rücken. Erst im vergangenen Jahr erstellte er für die Kaufmännische und Sozialpflegerische Schule (KSP) Bad Saulgau eine Webpräsenz, die laut Rektorin Cornelia Graf regionalweit Ansehen genießt. Die selbstlose Arbeit Brendles wird durch monatlich sage und schreibe 8500 Besucher gewürdigt. Seine Mühe spiegelt sich ebenfalls beim „Schulhomepage Award 2010“ wider: In der Kategorie „Berufsbildende Schulen“ sahnte Stefan Brendle mit der Schulhomepage der KSP den zweiten Platz ab; bundesweit nahmen 560 Schulen teil. Nachdem er seinen Zivildienst absolviert hatte, wagte er bereits als 20-Jähriger den Schritt in die Selbstständigkeit. Zu Hause hat er sich im Keller eine eigene kreative Internetwerkstatt eingerichtet. Hier tüftelt Brendle an authentischen und profilhaften Webseiten. Seit Neuestem erstellt er zudem auf Wunsch Werbefilme mit seinem HD-Equipment.

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