Cape-Epic-Helden starten im Bullentäle

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Der Deutsche Manuel Fumic (vorne, hier beim Capa Epic in Südafrika) wird auch in Albstadt im Mai starten.
Der Deutsche Manuel Fumic (vorne, hier beim Capa Epic in Südafrika) wird auch in Albstadt im Mai starten. (Foto: Michal Cerveny/imago)
Schwäbische Zeitung

Athleten der absoluten Weltklasse werden beim UCI-Mountainbike-Weltcup von 18. bis 20. Mai in Albstadt am Start sein, darunter auch Rennfahrer, die zuletzt bei der 15. Auflage des Etappenrennens Cape-Epic-Erfolge feierten. Die Sieger der „Tour de France“ der Mountainbiker werden Mitte Mai in Albstadt zu erleben sein, genauso wie die beiden Deutschen, die das Podest erklommen haben. Auch Albstadt-Organisationschef Stephan Salscheider hat das Abenteuer auf zwei Rädern mitgemacht.

Ende März schaut die Mountainbike-Welt gebannt nach Südafrika. Das Cape Epic, ein Etappenrennen für Zweier-Teams in der Provinz Western Cape besitzt enorme mediale Wirkung und schreibt aufregende Geschichten, auch viele kleine und große Dramen, wie kein anderes MTB-Event. Das Cape Epic einmal zu fahren, das ist inzwischen ein Karriereziel der Leistungssportler und ein großer Traum für unzählige Hobbybiker.

Marathon-Weltmeisterin Annika Langvad aus Dänemark, Albstadt-Siegerin von 2016, war zum vierten Mal am Start und stand im Süden Afrikas zum vierten Mal ganz oben auf dem Podest. Die Siegerin vom Auftakt-Weltcups in Stellenbosch führte ihre 22 Jahre alte Teamkollegin Kate Courtney (USA) zum Sieg vor dem Duo Sabine Spitz und Robyn de Groot. Die deutsche Meisterin kämpfte zu Beginn mit gesundheitlichen Schwierigkeiten, kam dann aber immer besser in Tritt, sodass sie Vize-Weltmeisterin Annie Last aus Großbritannien und der Südafrikanerin Mariske Strauss noch den zweiten Rang abknöpfen konnten. Derweil dürfte die Dänin Langvad in der Form, in der sie sich beim Cape Epic präsentierte, auch in Albstadt als Favoritin ins Rennen gehen.

Ihr männliches Pendant heißt Jaroslav Kulhavy. Die tschechische Lokomotive führte ebenfalls einen jungen amerikanischen Partner zu Platz eins in der Gesamtwertung. Der 25-Jährige Howard Grotts feierte, wie Courtney, bei seiner Cape-Epic-Premiere, auf Anhieb den Sieg. Nachdem die Schweizer Titelverteidiger Nino Schurter und Matthias Stirnemann wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben mussten, lieferten ihnen vor allem Manuel Fumic und Henrique Avancini mit zwei Etappensiegen lange Zeit einen heißen Kampf, ehe diese beiden beim Zeitfahren am sechsten Tag entscheidend an Boden einbüßten und der Paarung Alban Lakata/Kristian Hynek (Österreich/Tschechien) den zweiten Rang überlassen mussten.

Das Cannondale-Duo blickt jetzt in Richtung Albstadt, was für den deutschen Meister und den WM-Vierten von Brasilien ein nächstes großes Highlight sein wird. Fumic hatte durch Krankheiten im Winter etwas Trainingsrückstand mitgebracht und zeigte sich deshalb mit seiner ersten Podestplatzierung beim Cape Epic sehr zufrieden. „Die acht Tage werden mir einen Leistungsschub geben und bis zum Weltcup in Albstadt habe ich Zeit an dem zu arbeiten, was mir noch fehlt“, meint Fumic.

Im Bullentäle wird der Kirchheimer nicht nur die Helden der Etappenfahrt wiedertreffen, sondern auch den Initiator des Weltcups in Albstadt, Stephan Salscheider. Er stellte sich mit Ingolf Welsch der Herausforderung und spulte im Staub und in der Hitze Südafrikas die 658 Kilometer ab. Die Tortur ist für die Hobbybiker eine ganz andere Herausforderung als für die Profis, sind sie doch wesentlich länger unterwegs und haben deshalb weniger Erholungszeit. 41:34 Stunden saßen Salscheider und Welsch in den acht Tagen im Sattel, viermal hintereinander fuhren sie 100 Kilometer oder mehr. „Es war das härtestes Rennen meines Lebens, dafür aber auch das schönste“, sagte der 51 Jahre alte Salscheider, der in jungen Jahren selbst Weltcup-Rennen fuhr. Die seriöse Vorbereitung habe sich gelohnt, meinte er.

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