Bogenweiler und Sießen feiern schnelles Internet

Lesedauer: 3 Min

Endlich schnelles Internet: Vertreter der DSL-Initiative, Techniker, Vertreter der Telekom sowie Franz Frauenhoffer (5.v.l), Re
Endlich schnelles Internet: Vertreter der DSL-Initiative, Techniker, Vertreter der Telekom sowie Franz Frauenhoffer (5.v.l), Re (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

Jetzt haben auch die Bad Saulgauer Ortsteile Bogenweiler und Sießen die Auffahrt auf die Datenautobahn geschafft: Nach der symbolischen Netzfreigabe am Donnerstagabend sprach Bogenweilers Ortsvorsteher Josef Halder anschließend im Dorfgemeinschaftshaus von einem „besonderen Tag“, einem „historischen Moment“. Josef Halder ist mit seiner Freude nicht alleine: Glücklich ist auch die DSL-Initiative Bogenweiler/Sießen, die diesen Tag seit Jahren sehnlichst erwartet hat. Rund 130 Haushalte können in Bogenweiler und Sießen nun deutlich schneller im Internet surfen – mit einer Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 50 Megabite pro Sekunde. Die Geschwindigkeit hängt letztendlich davon ab, wie weit die Bürger vom Schaltgehäuse entfernt wohnen. Von einem Verteilerkasten werden die Signale über Kupferkabel weitergeleitet. In den Kupferkabeln wird das DSL gedämpft und dadurch langsamer.

Die Bevölkerung aus Bogenweiler und Sießen musste geduldig verfolgen, wie die Telekom ein Ortsteil nach dem anderen mit der neuesten Technik ausgestattet hatte. Für einen „Spinner“ hielt vor etwa fünf Jahren der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Saulgau, Richard Striegel, den Motor des DSL-Ausbaus, Franz Frauenhoffer, als dieser bei einer Bürgerversammlung angekündigt hatte, die 13 Ortsteile sowie drei Gewerbegebiete mit einer DSL-Grundversorgung mittels Spendengelder auszustatten. Im Jahr 2014 ist die Frauenhoffer-Stiftung fast am Ziel angekommen – nur noch Bondorf und Braunenweiler warten auf den symbolischen Akt. „Es ist eine Meisterleistung, die da gelungen ist“, sagte am Donnerstag Richard Striegel.

Doch beinahe wäre das Projekt gescheitert. Franz Frauenhoffer erinnerte in einem kurzen Vortrag daran, wie die benötigten Spendengelder in Höhe von 380 000 Euro nicht erreicht wurden und Walter Knoll zu Lebzeiten als „Retter in letzter Sekunde“ die Breitbandversorgung finanziell unterstützte. Franz Frauenhoffer als Initiator dieses Projekts fürs schnelle Internet in den Stadtteilen darf stolz auf das Erreichte sein. Zufrieden sei er aber erst, wenn es überall zuhause blinke.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen