Birgit Keller: Unschlagbar mit dem Speer

Lesedauer: 4 Min
 Mit 34,31 Metern belegt Birgit Keller im Diskuswerfen Rang drei und holt sich Bronze.
Mit 34,31 Metern belegt Birgit Keller im Diskuswerfen Rang drei und holt sich Bronze. (Foto: Ralf Görlitz)

Bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Halle/Saale und den deutschen Winterwurfmeisterschaften in den Langwürfen haben mit Birgit Keller und Gerhard Schatz (beide PSG Sigmaringen) zwei Athleten aus dem Kreisgebiet teilgenommen. Beide hatten sich für diese Meisterschaften qualifiziert und trafen bei über 1100 Teilnehmern auf große und starke Konkurrenz. Birgit Keller sammelte insgesamt drei Medaillen ein.

Als erstes war Birgit Keller bereits am Samstagmorgen um 9 Uhr im Diskuswerfen der Klasse W 40 im Einsatz. Auf Grund einer Verletzung der Plantarsehne an der Fußsohle konnte Birgit Keller im vergangenen Jahr nur sehr eingeschränkt trainieren und war ohne große Ambitionen angereist. Mit insgesamt vier Fehlversuchen ließ sie es zwar an der Konstanz vermissen, aber ihren weitesten Versuch mit dem ein Kilogramm schweren Diskus donnerte sie auf 34,31 Meter. Damit lag sie nur einen Meter hinter der Vizemeisterin und holte sich, nach ihrer Verletzung, etwas überraschend die Bronzemedaille. Direkt im Anschluss fand das Hammerwerfen ihrer Altersklasse statt. Auch in dieser Disziplin ging es für Birgit Keller weiter als im vergangenen Jahr. Gegen die Siegerin Kirsten Hilbig, Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2000 in Sydney in dieser Disziplin, war zwar kein Kraut gewachsen, aber mit ihrer Leistung von 33,42 Metern holte sich Birgit Keller ihre zweite Bronzemedaille. Danach ging es zum Speerwerfen. Bereits mit ihrem ersten Versuch auf 31,22 Meter beherrschte sie die Konkurrenz. Mit jedem ihrer drei gültigen Versuche hatte sie gewonnen. Kellers weitester Wurf mit dem 600 Gramm schweren Sportgerät landete bei 31,99 Meter. Bei der Siegerehrung nahm sie hoch erfreut die Goldmedaille entgegen und konnte sich über den deutschen Meisterinnentitel freuen.

Beste Leistung im Dreisprung

Gerhard Schatz startet seit diesem Jahr in der Klasse M 60. Auch in Halle/Saale traf er auf ein großes Teilnehmerfeld. Als einziger Starter seiner Klasse hatte der Mehrkämpfer aus Sigmaringen die Qualifikation im Wurf, im Sprung und einer Laufdisziplin erreicht. Am besten schnitt er im Dreisprung ab. Mit 8,30 Metern platzierte er sich als Sechster. Rang acht und damit den Einzug in den Endkampf schaffte er im Speerwerfen mit 35,90 Metern. Im Stabhochsprung überwand er 2,50 Meter. Nur in zwei Disziplinen platzierte er sich außerhalb der Urkundenränge. Über die Hürden lag er auf Rang zehn in einer Zeit von 11,90 Sekunden, im Kugelstoßen belegte er mit einer Weite von 11,22 Metern Rang 16.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen