Benzingen besiegt den Gastgeber

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Hettingen/Inneringens Julian Teufel (rechts) blockt den Schuss von Harthausens Matthias Nawottnig (Mitte, schwarzes Trikot) ab,
Hettingen/Inneringens Julian Teufel (rechts) blockt den Schuss von Harthausens Matthias Nawottnig (Mitte, schwarzes Trikot) ab, sodass Hettingen/Inneringens Torwart Max Teufel (links) gar nicht erst eingreifen muss. (Foto: Thomas Warnack)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Der TSV Benzingenhat die 54. Auflage des Alb-Lauchert-Pokals gewonnen (die SZ berichtete). Der Aufsteiger in die Bezirksliga Zollern schlug im Finale den Donau-Bezirksligisten und Ausrichter SG Hettingen/Inneringen mit 2:0. Die Ausrichter um SG-Abteilungsleiter Steffen Schüle waren mit dem Turnierverlauf insgesamt zufrieden, obwohl ein während des Halbfinals aufziehendes Gewitter für eine einstündige Unterbrechung sorgte und das für den Sonntagnachmittag vorgesehene Fischerstechen ganz abgesagt werden musste.

„Es hat alles gepasst: Es gab keine schlimmen Verletzungen, 700 Zuschauer an beiden Tagen bedeuten eine sehr gute Resonanz und die Schiedsrichterleistungen waren gut. Vor allem, als Ludwig Daniel frühzeitig erkannt hat, dass ein Gewitter heraufzieht. Dank der geplanten Pause zwischen den Halbfinals und den Finalspielen hatten wir auch einen Puffer, sodass wir es uns leisten konnten, eine Unterbrechung zu machen“, sagt Steffen Schüle, Abteilungsleiter der SG Hettingen/Inneringen. Der Schiedsrichter aus Trochtelfingen, der für den TSV Neufra/Hz. pfeift, unterbrach das Halbfinale zwischen Harthausen und Hettingen/Inneringen kurz vor der Pause.

Starkes Benzinger Team

Zu den Ergebnissen: Am Ende stellte sich mit dem TSV Benzingen ein würdiger Sieger in Inneringen vor. Die Benzinger blieben ungeschlagen - nur gegen Harthausen/Scher gab es im ersten Vorrundespiel ein Remis, doch sonst spielte sich die junge Mannschaft von Trainer Stefan Bach souverän durchs Turnier. „Benzingen hat auch das Finale gegen uns absolut verdient gewonnen“, sagte Schüle. Dank der Tore von Marcel Gaiser und Spielertrainer Stefan Bach ließen die Benzinger den Gastgeber im Finale keine Chance. Lohn auch für die gute Arbeit, die Trainer Stefan Bach und Teammanager Glenn Hagg, einst Spieler beim FC Krauchenwies, dort machen.

Doch auch die SG Hettingen/Inneringen konnte mit Platz zwei zufrieden sein. „Vor allem unsere jungen Spieler haben sich sehr gut gezeigt. Wir haben in den letzten beiden Spielen mit einer sehr jungen Abwehrreihe gespielt, die ihre Sache sehr gut gemacht hat. Natürlich hat man in der einen oder anderen Szene gemerkt, dass ein Spieler wie Florian Flöß fehlte, der nicht gespielt hat. Aber wir wollen auf die Jugend setzen. Die jungen Spieler sind dicht an der Mannschaft dran. Sie haben den Vorteil, dass sie im vergangenen Jahr schon Bezirksligaluft geschnuppert haben und den Trainer kennen“, schätzt Schüle. „Mit den vielen jungen Spielern haben wir Alternativen.“ Und auch in der Jugend sei in den kommenden Jahren einiges zu erwarten. „Da sind wir in der Spielgemeinschaft mit Veringenstadt gut aufgestellt“, sagt Schüle. Überraschend war auch der vierte Platz des SV Bingen/Hitzkofen, der sich vor den beiden A-Ligisten Gammertingen und Rulfingen für das Halbfinale qualifizierte. Doch Schüle hielt den Rulfingern zu Gute: „Trotzdem danke an Rulfingen, dass sie es schaffen zwei Turniere mit zwei Mannschaften zu besetzen.“

Schüle war mit dem sportlichen Niveau der Veranstaltung zufrieden. Es sei nicht zielführend so ein Turnier früher zu machen. „Nach einer Woche Vorbereitung macht das keinen Sinn, so aber liegt das zum richtigen Zeitpunkt. Wir hatten mit Benzingen und Harthausen echte Gradmesser hier zu Gast.“ Nur das gesellige Beisammensein fehlte Schüle etwas. „Rulfingen ist leider vor der Siegerehrung abgereist, weil sie noch eine Verpflichtung beim Mengener Stadtpokal hatten (lief zeitgleich, d. Red.), Gammertingen und Harthausen waren größtenteils auch weg. Schade. Aber das muss jeder für sich entscheiden.“ Nun haben die Teilnehmer ein Jahr Zeit, ihre Feierbereitschaft zu überprüfen. Der nächste Alb-Lauchert-Pokal wird 2017 in Benzingen ausgetragen.

Vorrunde

Gruppe A: TSV Harthausen/Scher - TSV Benzingen 1:1, TSV Rulfingen - TSV Harthausen/S. 0:2, TSV Benzingen - TSV Rulfingen 3:1. - Endstand: 1. TSV Benzingen 4:2 Tore/4 Punkte, 2. TSV Harthausen/S. 3:1/4, 3. TSV Rulfingen 1:5/0.

Gruppe B: SV Bingen/Hitzkofen - SG Hettingen/Inneringen 2:1, TSV Gammertingen - SV Bingen/Hitzkofen 1:0, SG Hettingen/Inneringen - TSV Gammertingen 3:0. - Endstand: 1. SG Hettingen/Inneringen 4:2/3, 2. SV Bingen/Hitzkofen 2:2/3, 3. TSV Gammertingen 1:3/3.

Halbfinale:

TSV Benzingen - SV Bingen/Hitzkofen 2:1 (2:0). - Tore: 1:0, 2:0 Marco Schneider (20./30. +2), 2:1 Ralf Aßfalg (49.)

TSV Harthausen/S. - SG Hettingen/Inn. 4:6 (1:1). - Tore: 0:1 Louis Sauter (7.), 1:1 Alexander Maier (9.), 1:2 Florian Dangel (57.), 2:2 Fabian Maier (60. +3). - Im Elfmeterschießen verschießen Nawottnig und Gauggel.

Finalspiele:

Spiel um Platz fünf: TSV Rulfingen - TSV Gammertingen 2:8 (1:4). - Tore: 0:1 Simon Lau (3.), 0:2 Mustapha Drammeh (8.), 1:2, Robin Sedelmayer (11.), 1:3 Simon Lau (20.), 1:4 Mustapha Drammeh (30. +1), 2:4 Robin Sedelmayer (32.), 2:5 Akcüdisi (35.), 2:6 Mustapha Drammeh (40.), 2:7, 2:8 Timo Genkinger (51./58.).

Spiel um Platz drei: SV Bingen/Hitzkofen - TSV Harthausen/Scher 1:2 (0:0). - Tore: 1:0 Philipp Schneider (39.), 1:1, 1:2 Sebastian Endriß (56./60.)

Finale: TSV Benzingen - SG Hettingen/Inneringen 2:0 (1:0). - Tore: 1:0 Marcel Gaiser (23.), 2:0 Stefan Bach (41.).

Endstand: 1. TSV Benzingen, 2. SG Hettingen/Inneringen, 3. TSV Harthausen/S., 4. SV Bingen/Hitzkofen, 5. TSV Gammertingen, 6. TSV Rulfingen.

Bester Torschütze: Mustapha Drammeh (TSV Gammertingen) 4 Turniertore.

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