Bau des Bürokomplexes im Frühjahr

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Neue Maschinen, neue Hallen: Die Firma Knoll, Bad Saulgaus größter Arbeitgeber, investiert weiter in die Zukunft.
Neue Maschinen, neue Hallen: Die Firma Knoll, Bad Saulgaus größter Arbeitgeber, investiert weiter in die Zukunft. (Foto: Ingo Rack)
Schwäbische Zeitung
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Das Familienunternehmen Knoll Maschinenbau in Bad Saulgau muss den Bau seines dreistöckigen und seines sechsstöckigen Bürogebäudes an der Schwarzachstraße auf das Frühjahr 2017 verschieben. Der eigentlich für Oktober dieses Jahres geplante Baubeginn verzögert sich wegen der Brandschutzauflagen und einer neuen Berechnung der Statik. „Außerdem würde der Bau des Bürokomplexes mit dem Bau der neuen Halle für die Nasslackiererei kollidieren“, sagt Geschäftsführer Matthias Knoll.

25 Meter hoch wird das sechsstöckige Bürogebäude, das etwa elf Millionen Euro kosten soll. Das Maschinenbauunternehmen stellte bereits im vergangenen Jahr die Pläne für das Gebäude vor. „Wir haben zu wenig Büroarbeitsplätze, weshalb wir erweitern müssen“, sagte Knoll damals. Den Zeitplan kann die Firma aber nicht einhalten. „Eine Bohrung hat ergeben, dass der Grundwasserspiegel sehr hoch liegt“, sagt Matthias Knoll. Fundamentpläne und Statik müssen neu berechnet, der Keller ein Meter wenig gebaut werden. Der wichtigste Grund der Verzögerung: „Parallel zum neuen Bürokomplex entsteht die neue Halle für die Nasslackiererei. Zwei Baustellen nebenher seien sich im Weg, so Knoll.

Platz für 200 Mitarbeiter

Nach dem Winter 2017 – im März oder April – soll dann aber endgültig gleichzeitig mit den Bau der beiden Bürogebäuden begonnen werden, die Platz für etwa 200 Mitarbeiter bieten. 2018 soll der Bau endgültig fertig sein. Immerhin gibt es inzwischen einen Namen für das sechsstöckige Bürogebäude. „K1“ heißt es. „Bei einer internen Ausschreibung nahmen 450 Mitarbeiter teil, um Vorschläge für den Namen zu machen“, ergänzt Knoll. Im „K1“ steht für das sechsstöckige, „K2“ für das dreistöckige und „K3“ für das bestehende Verwaltungsgebäude. „Da steckt eine Systematik dahinter“, so Knoll.

Die Verzögerung des Baus könne Knoll verschmerzen. Die einzig Leidtragenden seien die Mitarbeiter der Verwaltung, die noch ein paar Monate länger in den Bürocontainern ihre Arbeit erledigen. „Und es entstehen zusätzliche Kosten für die Miete der Container“, ergänzt Knoll, der trotz dieser Umstände stolz sei auf seine Mitarbeiter – auf alle seine Mitarbeiter in Verwaltung und Produktion. Erst im September dieses Jahres wurde der 1000. Mitarbeiter eingestellt.

Weitere Investitionen

Der Bau des Bürokomplexes ist nur ein Teil des Investitionsplans von Matthias Knoll und seinem Bruder Jürgen. 20 Millionen Euro will Bad Saulgaus größter Arbeitgeber in die Zukunft investieren. Die neue Halle für die Nasslackiererei mit modernen Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen soll ab Mitte 2017 die alte Halle ersetzen.

Bereits zum Jahresbeginn soll die neue Montagehalle mit 5000 Quadratmetern Grundfläche bezugsfertig sein. „Die baulichen Veränderungen, neue Maschinen und Hallen sind notwendig, um die Abläufe zu verbessern und die Produktivität zu steigern“, sagt Matthias Knoll. Vor allem der Materialfluss soll optimiert werden – ohne überflüssige Pausen. „Es geht heutzutage in erster Linie um Schnelligkeit.“, sagt Knoll. Schnelligkeit, die das Unternehmen Anfang des Jahres nicht immer garantieren konnte. „Wir wollen die Lieferzeit halbieren“, so Knoll.

Dazu kommt noch die Elektromobilität als Konkurrenz, die gerade der Automobilzulieferbranche das Leben erschwert. „Bei der Produktion von Elektroautos werden definitiv weniger Späne anfallen. Das spüren wir am Umsatz“ Deshalb will das Unternehmen innovative Produkte entwickeln, um mit ihnen das Interesse am Markt zu wecken. „Wir wollen weiterhin wachsen“, sagt Matthias Knoll.

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