Ein Handballspieler im Sprungwurf
Jochen Schäfers Treffer zum 24:22 bringt die scheinbare Erlösung für den TSV Bad Saulgau, der am Ende aber nochmal ein bisschen Glück hat. (Foto: Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Handball-Landesligist TSV Bad Saulgau hat am Samstagabend bei Württembergligaabsteiger HSG Herbrechtingen/Bolheim knapp, aber verdient mit 24:23 gewonnen. Drei Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung bereits scheinbar beruhigende vier Treffer, doch am Ende wurde es nochmals spannend, bevor die erlösende Schlusssirene ertönte.

Die SG präsentierte sich wesentlich stärker und entschlossener als im Hinspiel, als der TSV das Team des ehemaligen Biberacher Trainers Cosmin Popa in der Kronriedhalle überhaupt nicht zum Zug kommen ließ und mit 26:17 souverän besiegt hatte. Dieses Mal war der Heimmannschaft anzumerken, dass sie die Leistungssteigerung, die sie vor der Weihnachtspause gezeigt hatte, unbedingt im neuen Jahr fortsetzen wollte.

Zu Beginn war Bad Saulgau leicht feldüberlegen und ging durch Treffer von Matthias Fuchs und Dennis Sugg (2) mit 3:1 in Führung. Doch die SG hielt dagegen, drehte das Spiel und lag fünf Minuten später selbst mit 6:4 in Front. Bogdan Marin, Daniel Ruoff und der am Ende zwölffache Torschütze und Ausnahmekönner Dominik Weller hatten getroffen. Bad Saulgau schüttelte sich und übernahm wieder das Kommando. Gerade als es jedoch gut zu laufen schien, griff der quirlige Mittespieler Hannes Fischer in der Abwehr einem Gegenspieler von hinten in den Wurfarm und musste mit Rot vom Platz. Hart, aber vertretbar. Trotzdem ließen sich die Bad Saulgauer zunächst nicht aus dem Konzept bringen und bauten die Führung durch Treffer von Daniel Balan, Daniel Matt und Jimmy Solis auf 12:9 aus. In dieser Phase konnte Herbrechtingen nur mit den Treffern von Dominik Weller kontern. Zur Halbzeit führte der TSV Bad Saulgau mit 13:11.

Nach dem Treffer von Patrick Fritz zum 14:11 war es wieder Weller, der drei Tore in Folge erzielte und für die SG ausglich. Obwohl Daniel Balan in der 40. Minute seine dritte Zeitstrafe kassierte und vom Feld musste, lag der TSV Bad Saulgau fortan meist mit einem oder zwei Treffern in Front, ehe SG-Akteur Luca Hauser ausglich und Patrick Jäger sein Team in der 50. Minute sogar mit 18:17 in Führung brachte. TSV-Coach Matthias Kempf reagierte und nahm eine Auszeit, die Wirkung zeigte. Die Gastgeber versuchten das ganze Spiel über im Angriff und in der Defensive alles, um den TSV in die Knie zu zwingen. Die SG-Abwehr nahm durch enge Deckung einen bis zwei TSV-Akteure aus dem Spiel und agierte manchmal sogar mit sieben Feldspielern ohne Torhüter. Doch irgendwie wusste der TSV immer eine Antwort.

Ein blitzschneller 5:0-Lauf der Bad Saulgauer brachte in der 54. Minute die 22:18-Führung, wobei TSV-Torhüter Jonas Engler gute Paraden zeigte. Wie schon so oft wähnte sich der TSV ob der relativ komfortablen Führung kurz vor Schluss schon in Sicherheit. Den Hausherren reichten zwei Minuten, um bis auf einen Treffer an den TSV heranzukommen. Der Treffer von Jochen Schäfer zum 24:22 (59.) schien dann wie eine Erlösung für den TSV. Doch am Ende musste Bad Saulgau nochmals einen Gegentreffer hinnehmen und hatte Glück, dass es bei diesem Gegentreffer blieb. Über die gesamte Spieldauer gesehen war der Sieg jedoch verdient und wichtig, um in der Tabelle weiter voranzukommen.

TSV-Coach Matthias Kempf war froh, als das Spiel zu Ende war. „Es ging hin und her mit leichten Vorteilen für uns, bis wir mal vier Tore davonziehen konnten. Dann vergaben wir wieder einige freie Würfe und hatten auch Pech, als Dennis Sugg den Innenpfosten traf und der Ball auf das Feld zurücksprang. Insgesamt war der Sieg jedoch verdient“, resümierte Kempf das umkämpfte Match.

Nächster Gegner ist am kommenden Samstag, 18. Januar, 18 Uhr in der Kronriedhalle die SG Lauterstein II.

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