Bad Saulgau muss zu den „Rams“

Lesedauer: 5 Min
 Kreisläufer Patrick Osterc und der TSV Bad Saulgau wollen bei den „Rams“ in Ravensburg endlich zur Konstanz finden.
Kreisläufer Patrick Osterc und der TSV Bad Saulgau wollen bei den „Rams“ in Ravensburg endlich zur Konstanz finden. (Foto: Archiv- Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Ein brisantes Handballderby steht an diesem Samstag auf dem Programm. Der TSV Bad Saulgau muss zu den „Rams“, wie sich die Handballer des TSB Ravensburg nennen. Spielbeginn in der Kuppelnauhalle ist um 19.30 Uhr.

Die Bad Saulgauer wissen nicht genau, was sie dort erwartet. Die Erinnerungen an die bislang letzte Landesligabegegnung im Februar 2015 sind alles andere als rosig. Der damals favorisierte TSV verlor völlig unerwartet, aber verdient gegen motivierte Ravensburger mit 28:32. Der Ex-Bad Saulgauer Gabriel Stanciu und ein überragend aufspielender Simon Schmiedel machten dem TSV damals mit zehn und acht Treffern den Garaus. Beide sind jedoch nicht mehr dabei und auch die übrigen Akteure sind Bad Saulgau eher unbekannt.

Nach dem souveränen 37:22-Kantersieg am vergangenen Wochenende gegen Söflingen II sind die Bad Saulgauer motiviert und möchten endlich einmal Konstanz auf die Platte bringen. Denn zu oft wirkten die Bad Saulgauer bislang auswärts verunsichert, zu hektisch im Angriff und geradezu unüberlegt im Abschluss. Außerdem fehlte es in der Abwehr zu oft an der Schnelligkeit. Dies soll sich nun ändern. Bad Saulgau hat nach dem Sieg in Söflingen frisches Selbstbewusstsein getankt. In der Ulmer Vorstadt spielte Bad Saulgau wie aus einem Guss, obwohl mit Andreas Csuka und David Tovmasyan zwei Leistungsträger verletzt ausfielen. Beide Akteure müssen auch gegen Ravensburg noch passen. Die Verletzungen sind noch nicht abgeklungen. Ob wieder ein Spieler der zweiten Mannschaft aushilft stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

„Ob jemand von der Zweiten aushilft, entscheiden wir bis Samstagmorgen. Wir sind trotz unserer Ausfälle hoch motiviert und möchten endlich auch auswärts ein Zeichen setzen. Wenn wir unser Potenzial abrufen, bin ich zuversichtlich, dass wir gewinnen. Es ist eine große Chance für uns, weiter nach vorne zu kommen“, sagt TSV-Trainer Matthias Kempf.

Ravensburg hat nach dem deutlichen 31:25-Auswärtssieg gegen die favorisierte SG Lautenstein Lunte gerochen und möchte gegen Bad Saulgau nachlegen. Die „Rams“ wollen weg von den Abstiegsrängen. Torhüter Eric Sangry war mit glänzenden Paraden der überragende Akteur in Lauterstein. Ravensburgs bester Rückraumschütze und Torgarant Joel Schwarz bewies mit neun Treffern wieder mal seine Extra-Klasse. Auch auf Julian Langlois und Lazar Farkas müssen die Abwehrspieler Bad Saulgaus aufpassen. Die Ravensburger sind durchsetzungsstark und werden auch bei Siebenmeter-Strafwürfen eingesetzt. Wenn der TSV jedoch die Entschlossenheit, die er im bislang letzten Heimspiel gezeigt hat, mitnehmen kann, braucht er sich auch vor diesen Angreifern nicht zu fürchten.

Geht man nach der Tabelle, sind die Bad Saulgauer favorisiert. Durch einen weiteren Sieg könnte sich die Mannschaft von Matthias Kempf im oberen Tabellendrittel festsetzen. „Die Ravensburger spielen in der Abwehr recht flexibel. Sie praktizieren manchmal die defensive 6:0-Variante und dann plötzlich wieder eine extrem offensive Variante. Wir wissen also nicht, was uns erwartet“, sagt Kempf. Auch er erhofft sich erneut eine lautstarke Fanunterstützung. Da in der kleinen Kuppelnauhalle wenig Platz ist und viele Zuschauer erwartet werden, ist eine frühe Anreise vorteilhaft.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen