Bad Saulgau ist unter Zugzwang

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Istvan Gaspar (hinten) und der TSV Bad Saulgau würden in Langenau gerne eine Überraschung schaffen.
Istvan Gaspar (hinten) und der TSV Bad Saulgau würden in Langenau gerne eine Überraschung schaffen. (Foto: Archiv- Karl-Heinz Bodon)
Schwäbische Zeitung
Thomas Lehenherr

Der TSV Bad Saulgau hat noch vier Spiele bis zu Saisonende in der Handball-Württenbergliga Süd zu absolvieren, könnte noch acht Punkte holen. Zwei Punkte Rückstand sind es derzeit zum rettenden zwölften Tabellenplatz, den zurzeit die MTG Wangen inne hat. Der TSV muss nun punkten, und zwar kräftig, ansonsten droht der Wiederabstieg in die Landesliga.

Gegner ist am heutigen Samstag, um 20 Uhr in der Langenauer Pfleghofhalle die HSG Langenau/Elchingen, momentan Tabellenvierter. Nach Minuspunkten nimmt die Spielgemeinschaft sogar den dritten Tabellenplatz ein. Es wird also nicht leichter für den TSV. Trotz der fulminanten Schlussphase im jüngsten Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Heiningen, die dem TSV noch ein Unentschieden bescherte, hat sich der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen vergrößert, da die Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, Wangen und Herbrechtingen/Bolheim, ihre Spiele gewannen. Die Bad Saulgauer hoffen nun, den Schwung der letzten zehn Minuten des Heiningen-Spiels mitnehmen zu können und auch gegen die pfeilschnelle Mannschaft aus Langenau zu punkten. Das wird allerdings extrem schwer, da der TSV mit der schnellen Spielweise der nicht unbedingt groß gewachsenen, aber athletischen Akteure in der Vergangenheit so seine Probleme hatte. In der vergangenen Saison verlor Bad Saulgau zweimal recht deutlich und auch das Hinspiel in der laufenden Saison am 11. November des vergangenen Jahres ging in der Kronriedhalle mit 30:33 verloren. Damals versetzten der effektivite Kreisläufer Jan Schaden, Fabian Buntz und Rückraumspieler Simon Schorn den Bad Saulgauern den Todesstoß. Zudem kann sich das Team von Trainer Hartwig Schenk stets auf seinen Klassetorhüter Jan Schönefeld verlassen.

Im Gegensatz zur HSG - es fehlt voraussichtlich nur Jan Schaden - wird der TSV ersatzgeschwächter antreten. Nelu Rosca muss immer noch seine Rotsperre absitzen und auch der zweite Linkshänder, Sebastian Luib, fällt aus. Er brach sich im Training den Handwurzelknochen und fehlt im Saisonendspurt. Ob weitere angeschlagene Spieler ausfallen, ist noch nicht klar. Bei den letzten Trainingseinheiten war die Beteiligung jedenfalls ordentlich. So hofft Trainer Gabriel Senciuc, dass das Zusammenspiel, trotz des favorisierten Gegners, noch etwas besser funktioniert als zuletzt. „Ich hoffe, dass meine Mannschaft endlich das auf die Platte bringt, was sie auch trainiert. An der Trainingsleistung der vergangenen Wochen gibt’s nichts zu rütteln. Wir müssen im Spiel gleich die richtige Einstellung haben und von der ersten Minute an kämpfen. Wir haben in vielen Begegnungen gezeigt, dass wir Handball spielen können“, sagt Senciuc und zollt dem Gegner zugleich großen Respekt. „Langenau hat eine sehr erfahrene Mannschaft, die schon lange zusammen spielt und schon höher klassig gespielt hat. Die HSG ist eine der besten Mannschaften der Liga, aber es ist nicht unmöglich, sie zu schlagen“, sagt der Coach. Gegner Langenau erwartet seinerseits einen Sieg gegen Bad Saulgau und schielt auf Relegationsplatz zwei: „Um weiterhin im Kampf um Platz zwei im Rennen zu bleiben, ist nach der Niederlage in Winzingen ein Heimsieg für die Nau-Handballer alternativlos“. ist auf der vereinseigenen Homepage zu lesen.

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