Bad Saulgau II ist für die HSG zu abgezockt

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Kampf um jeden Zentimeter am Kreis: der TSV Bad Saulgau II und die HSG Friedrichshafen-Fischbach I (blau) schenken sich nichts.
Kampf um jeden Zentimeter am Kreis: der TSV Bad Saulgau II und die HSG Friedrichshafen-Fischbach I (blau) schenken sich nichts. (Foto: tms)

HSG FF I: Göser, Pietsch (Tor); Krost (6/2), Kotnik (5), Pentzlin (4), Dohrn (4), Stoltz (3), Röhner (1), Westerholt (1), Nothelfer (1), Hörmann.

Die HSG Friedrichshafen-Fischbach I hat am Wochenende im Handball-Bezirkspokal ein Erstrundenaus hinnehmen müssen. Bei der Ligakonkurrenz des TSV 1848 Bad Saulgau II verloren die Gäste verdient mit 25:30. Dabei hatte die HSG FF einen guten Start.

Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gästen vom Bodensee, die mehr Durchschlagskraft im Angriff entwickelten und im Defensivverbund den nötigen Tick stabiler agierten. Folgerichtig lag die Mannschaft von HSG-Chefcoach Rolf Nothelfer und Co-Trainer Stephan Utzinger, für den es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten aus seiner Saulgauer Zeit war, mit 6:3 in Führung. Obwohl wenige Augenblicke später TSV-Abwehrchef Frederik Söder eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, sollte die Partie – sehr zur Freude der Heimfans in der Sporthalle im Kronried – in der Folge kippen.

Die Häfler Spielgemeinschaft verpasste mit überhasteten Aktionen in Überzahl einen größeren Vorsprung und hatte darüber hinaus mit der nun offensiveren 5:1-Deckung der Bad Saulgauer Reserve so ihre Schwierigkeiten. Als Fabian Hillenbrand in der 22. Minute per Strafwurf auf 8:7 stellte, brandete Applaus auf. Hillenbrand sollte im weiteren Spielverlauf insgesamt acht Tore erzielen und alle seine sechs Siebenmeter im Kasten der HSG FF unterbringen. Diese Nervenstärke und Abgezocktheit zermürbte Friedrichshafen-Fischbach, das mit vergleichsweise dünnem Kader angereist war, zusehends.

Nachdem der Absteiger aus der Landesliga gegen den Aufsteiger in die Bezirksliga zur Pause mit 11:15 ins Hintertreffen geraten war, fand die HSG auch nach dem Seitenwechsel kein wirksames Mittel gegen den effektiver auftretenden Angriff der Hausherren.

Die verteidigten ihren Vorsprung mühelos und zogen in die nächste Runde ein. Und das, obwohl sich Friedrichshafen-Fischbach in der Schlussphase noch einmal aufbäumte. „Man hat gemerkt, dass uns irgendwann die Puste ausgegangen ist und wir uns dann zu viele Fehler geleistet haben“, sagte Rolf Nothelfer. „Bad Saulgau II ist eine ganz ausgebuffte Mannschaft, die so etwas erkennt und ausnutzt. Unser Kader war nicht breit genug“, so der Coach.

HSG FF I: Göser, Pietsch (Tor); Krost (6/2), Kotnik (5), Pentzlin (4), Dohrn (4), Stoltz (3), Röhner (1), Westerholt (1), Nothelfer (1), Hörmann.

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