Bad Saulgau hält sich an den Matchplan

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 Patrick Engler geht frei durch die Mitte durch und erzielt eines seiner insgesamt sechs Tore.
Patrick Engler geht frei durch die Mitte durch und erzielt eines seiner insgesamt sechs Tore. (Foto: Karl-Heinz Bodon)
Thomas Lehenherr

Es bleibt dabei - Handball-Landesligist TSV Bad Saulgau ist momentan großen Leistungsschwankungen unterworfen. Am vergangenen Samstagabend schlug das Pendel des Teams von Trainer Matthias Kempf mal wieder ins Positive aus. Gegen die völlig überforderte zweite Mannschaft der TSG Söflingen siegte Bad Saulgau souverän mit 37:22 (18:10).

In der gut besetzten Kornriedhalle ließen die Bad Saulgauer von Beginn an keinen Zweifel daran, wer Herr im Hause ist und kämpften um jeden Ball. Die beiden Kreisläufer Jochen Schäfer und Patrick Osterc markierten die ersten Treffer, Dennis Kaumann und Istvan Gaspar (2) legten nach und früh führte der Gastgeber mit 5:1 (9.). Die Gäste schienen beeindruckt von der großen Kulisse sowie dem Blitzstart des TSV und kämpften nun vergeblich. Die TSV-Abwehr um Daniel Balan, Patrick Osterc und Jochen Schäfer arbeitete gut zusammen und Torhüter David Bakos hielt, was zu halten war. Auch der Angriff funktionierte, Istvan Gaspar und Dennis Kaumann führten sehr harmonisch Regie, die Angriffe wurden - wie vom Trainer noch in der Vorschau gefordert - geduldig zu Ende gespielt, bis sich eine Chance bot. Die Fehlwürfe hielten sich so in Grenzen und der Vorsprung wuchs. Selbst in Unterzahl erzielte Bad Saulgau - zur Verwunderung der Zuschauer - mehrere Treffer. Trotz des Fehlens des verletzten Linksaußenspielers Andreas Csuka und Rückraumschütze David Tovmasyan zeigten die Hausherren auf allen Positionen überzeugende Leistungen. Auch die Tempogegenstöße über Fabian Kohler klappten. Zur Pause führte Bad Saulgau mit acht Toren.

Bad Saulgau schaltete auch im zweiten Abschnitt keinen Gang zurück. Die Gäste probierten es mit dem siebten Feldspieler, doch selbst diese Variante funktionierte nicht. Im Gegenteil: Bad Saulgau traf nach schnellen Ballgewinnen auch aus der Abwehr ins verwaiste Söflinger Tor. Patrick Engler lief Tempogegenstöße und Jochen Schäfer verwandelte alle Siebenmeter. Selbst als der stark aufspielende Fabian Kohler nach einem üblen Foul seines Gegenspielers wegen anschließenden Meckerns vom Platz gestellt wurde (40.), brach der TSV nicht ein.

Bei den Gästen waren der groß gewachsene Rückraumspieler Faris Hadzic und Wirbelwind Patrick Klöffel die auffälligsten Akteure. Sie erzielten erneut die meisten Treffer der Söflinger. Nun kam die Zeit von Linkshänder Matthias Fuchs, der Tempogegenstöße und einige Würfe von Rechtsaußen aus spitzem Winkel verwandelte. Angesichts der vielen verletzten Spieler sprang Nelu Rosca aus der zweiten Mannschaft in den letzten zwölf Spielminuten ein und markierte drei weitere Treffer. Die Abwehr wurde nun mit Michael Reck als Störer noch stabiler, die überforderten Gäste ergaben sich in ihr Schicksal. Den Schlusspunkt unter die ungleiche Partie setzte Jochen Schäfer mit einem Siebenmeter zum 37:22.

Am Samstag, den 10. November tritt der TSV um 19.30 Uhr in der Kuppelnauhalle zum Derby gegen den TSB Ravensburg an.

Bad Saulgaus Trainer Matthias Kempf: „Ich bin zufrieden mit unserer Leistung. Meine Mannschaft hat genau das umgesetzt, was sie auch im Training gezeigt hat. Unsere Einzelspieler sind gut und jetzt hoffe ich, dass wir diese Leistung auch bei den Auswärtsspielen zeigen können. Es wird immer besser, in der zweiten Halbzeit in Vöhringen haben wir uns auch gesteigert. Das Derby gegen Ravensburg am nächsten Samstag wird wieder schwierig für uns. Wir müssen uns voll konzentrieren und brauchen sichere Tore.“

Söflingens Trainer Philipp Eberhardt: „Vor solch einer großen Kulisse haben wir noch gar nie gespielt. Das beeindruckte meine Mannschaft natürlich. Der TSV war auf allen Positionen besser als wir. Ich wundere mich schon, woher die sieben Minuspunkte von Bad Saulgau kommen. Wir haben eine junge Mannschaft, lernen daraus und möchten es nächste Woche besser machen.“ (tl)

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