Bürkle hat den gesamten Kader zur Verfügung

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 Diogo Oliveira steht dem HBW am Wochenende wieder zur Verfügung.
Diogo Oliveira steht dem HBW am Wochenende wieder zur Verfügung. (Foto: Matthias Rietschel)
Heinrich Müller

Ein anstrengender Doppelspieltag steht für die Mannschaften der 2. Handball-Bundesliga an diesem Wochenende an. Gespielt wird am Freitagabend und - nach nur einem Tag Pause - am Sonntag. Für den HBW Balingen-Weilstetten beginnt das Wochenende beim TSV Bayer Dormagen (Freitag, xx Uhr), ehe am Sonntag Erstligaabsteiger TV Hüttenberg (So., 17 Uhr, Sparkassen-arena) nach Balingen kommt.

Das einzig Gute an einem Doppelspieltag ist die Tatsache, dass alle Mannschaften zweimal ran müssen. In vielen anderen Mannschaftssportarten wäre eine derartige Belastung undenkbar, in der 2. Handball-Bundesliga ist der Doppelspieltag üblich und die Trainer müssen sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, wie sie diese Belastung richtig steuern. HBW-Trainer Jens Bürkle hat, mit Ausnahme von Benjamin Meschke, seinen gesamten Kader zur Verfügung. Auch Diogo Oliveira, auf den Bürkle am vergangenen Wochenende wegen einer kleinen Blessur vorsichtshalber verzichtete, ist wieder fit. Und auch Jona Schoch hat den Schlag, den er im Spiel gegen Aue gegen den Kopf bekommen hat, zwischenzeitlich verdaut.

„Es macht jetzt keinen Sinn, auf die Tabelle zu schauen“, erklärt Jens Bürkle. Der Sportwissenschaftler hält die Tabelle zwar für eine schöne Momentaufnahme, aber da bis zu Platz neun alle Mannschaften dicht beisammenliegen, kann viel passieren. Bürkle hat seinen Fokus fest auf Dormagen gerichtet und will sich erst nach der Schlusssirene mit dem TV Hüttenberg beschäftigen. Auch seine Mannschaft tut gut daran, die Rheinländer nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Zwar steht der Aufsteiger mit nur sieben Punkten auf einem Abstiegsrang, aber die Mannschaft sei besser, als die Tabelle es aussage, sind sich alle Balinger einig. Denn Dormagen musste größtenteils nur knappe Niederlagen hinnehmen, wie vergangene Woche in Hamburg durch einen Treffer vier Sekunden vor der Schlusssirene. Auch gegen Essen gab es zu Hause eine Niederlage mit nur einem Treffer Differenz, gegen den TV Großwallstadt reichte es nur zum Unentschieden. Aufhorchen ließ der Aufsteiger mit dem Auswärtssieg bei Erstligaabsteiger TV Hüttenberg und in Emsdetten. Die Emsländer wurden von den Rheinländern beim 37:29-Erfolg überrannt. „Das ist eine Mannschaft, die zu vielen Dingen fähig ist. Deshalb werden wir sehr konzentriert da hochfahren,“ sagt Bürkle.

Hüttenberg findet in die Spur

Am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen den TV Hüttenberg an. Natürlich hat sich Bürkle mit den Hessen schon auseinandergesetzt und Videos studiert, wie er aber seine Mannschaft einstellt, wird er nach dem Spiel gegen Dormagen entscheiden. Hüttenberg spielt am Freitag seinerseits zu Hause gegen den Tabellendritten aus Ferndorf. Interessant, auch im Hinblick auf das Spiel am Sonntagnachmittag in der Sparkassenarena. Nach holprigem Saisonstart hat sich Hüttenberg stabilisiert. Ein deutliches Ausrufezeichen setzten die Hessen zuletzt in Essen. Obwohl der Tusem im zweiten Durchgang das Spiel drehen konnte, nahm Hüttenberg am Ende doch einen Punkt mit. Maßgeblichen Anteil daran hatte Ex-HBW-Spieler Markus Stegefelt, der in der Schlussphase zweimal vom Siebenmeterpunkt traf und ausglich.

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