Autofahrer rast ins Feuerwehrgerätehaus

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Die Fahrt eines Autofahrers endet am Samstagabend im Tor des Feuerwehrgerätehauses in Bad Saulgau. Der Man erleidet bei dem Unf
Die Fahrt eines Autofahrers endet am Samstagabend im Tor des Feuerwehrgerätehauses in Bad Saulgau. Der Man erleidet bei dem Unf (Foto: Feuerwehr)
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Schwäbische Zeitung

Schrecksekunde am Samstagabend: Ein 25-jähriger Autofahrer ist gegen 20.45 Uhr mit seinem VW EOS in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bad Saulgau gefahren. Nach Einschätzung der Polizei fuhr der 25-Jährige von Richtung Biberach kommend auf der Martin-Staud-Straße stadteinwärts. Etwa 100 Meter vor dem Feuerwehrgerätehaus überholte er mit hoher Geschwindigkeit das vor ihm fahrende Auto, touchierte beim Wiedereinscheren den rechten Randstein und verlor daraufhin die Kontrolle über sein Auto. Offenbar soll nach SZ-Informationen der Fahrer des überholten Autos mit 50 Kilometer pro Stunde gefahren sein. Wie hoch die Geschwindigkeit des 25-Jährigen war, ist noch unklar. Jedenfalls schleuderte das Auto über die Gegenfahrbahn auf den Gehweg, beschädigte den Mast einer Straßenlaterne, rammte einen Streumittelbehälter und prallte letztendlich gegen einen Garagentorpfeiler des Feuerwehrgerätehauses. Bei dem heftigen Aufprall wurde der Fahrer schwer verletzt im Auto eingeklemmt und musste von Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack gerettet werden. Der Fahrer kam ins Kreiskrankenhaus nach Sigmaringen.

Einige Feuerwehrleute erlebten den Unfall quasi als Augenzeugen. Sie waren Gäste eines Polterabends in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgerätehauses, als sich der Unfall ereignete. „Die Party war dann schnell beendet“, sagte am Sonntagnachmittag Bad Saulgaus Stadtbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck, der mit seinen Feuerwehrleuten sofort zum Unfallort eilte. Der Notruf wurde abgesetzt und Erste Hilfe geleistet.

Nach dem der schwerverletzte 25-Jährige aus dem Auto befreit und vom Rettungsdienst medizinisch versorgt war, setzten die Feuerwehrleute ihre Arbeit fort, weil das Hallentor des Feuerwehrgerätehauses durch den Aufprall mit hoher Geschwindigkeit stark beschädigt wurde. „Wir mussten das Tor stützen“, sagt Dumbeck. Mit einer Holzverschalung wurde das Tor geschlossen. Außerdem entstanden leichte Risse in der Außenmauer, die Abwasserleitung wurde beschädigt, und auch die Drehleiter blieb nicht unversehrt. „Es sind hauptsächlich optische Lackschäden“, so Dumbeck, für den dieser Unfall der erste dieser Art war. „Damit hätte ich niemals gerechnet, dass ein Auto in unser Feuerwehrgerätehaus fährt“, sagte Dumbeck. Während des stundenlangen Einsatzes mussten die Fahrzeuge der Feuerwehr umdisponiert werden. „Alle haben wirklich eine hervorragende Arbeit geleistet“, ergänzt Dumbeck.

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