Ausfälle sorgen für Kopfzerbrechen

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 Es könnte sein, dass Anton Hartock nicht oft im gegnerischen Strafraum auftaucht wie hier in der vergangenen Saison in der Bezi
Es könnte sein, dass Anton Hartock nicht oft im gegnerischen Strafraum auftaucht wie hier in der vergangenen Saison in der Bezirksliga gegen den FV Bad Saulgau. Es könnte sein, dass eine andere Aufgabe auf ihn zukommt. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Der FC Mengen erwartet an diesem Samstag den FC Leutkirch. Eine Woche nach der 1:3-Niederlage gegen Topalusics Ex-Verein FC Ostrach eigentlich eine Pflichtaufgabe für die Schwarz-Gelben. Wäre da nicht die personell angespannte Situation der Mengener vor dem Duell der Aufsteiger.

„Natürlich haben wir damit zu kämpfen, dass wir von Woche zu Woche eine andere Startaufstellung ins Spiel schicken müssen. Ich bin eigentlich niemand, der darüber klagt, aber derzeit ist unsere personelle Situation schwierig“, sagt Mengens Trainer Miroslav Topalusic vor der Partie der beiden Aufsteiger. Grund: Zum einen fehlt der gesperrte Torjäger Alexander Klotz. Klotz sah am vergangenen Samstag gegen seine ehemalige Mannschaft Ostrach nach einem rüden Foulspiel die Rote Karte. Noch ist nicht klar, wie lange er gesperrt werden wird. „Ich denke, dass das Anfang nächster Woche rauskommt, wie lange uns Alex fehlen wird. Ich denke, zwischen zwei und vier Wochen ist alles drin“, glaubt Topalusic. Doch nicht nur Alexander Klotz fehlt. Daniel Konrad (Urlaub), Patrick Baumgärtner (verletzt), Josip Volarevic (eigene Hochzeit in Kroatien), Jürgen Willbold (privat verhindert) und Dennis Ivanesic (Auslandssemester) fehlen ebenfalls. Trotzdem erwartet Topalusic von seiner Mannschaft eine Reaktion nach dem 1:3 gegen den FC Ostrach. „Eigentlich müssen wir gewinnen. Wir wollen eine Wiedergutmachung leisten für das Spiel gegen Ostrach. Das sind wir uns selbst, aber auch den Fans und dem gesamten Vorstand schuldig.“ Gegen den FC Ostrach haben wir einfach viel zu viele Fehler gemacht. Es war ja nicht so, dass sich Ostrach sehr viele Chancen erspielt hat. Ostrach hat mit seiner Fünferkette einfach nur auf unsere Fehler gemacht und wir haben ihnen den Gefallen getan. Ich denke auch, dass Ostrach mit der Kulisse viel besser zurechtgekommen ist als wir. Für uns war es doch auch ungewohnt, vor so einer Kulisse zu spielen.“ Lob gibt es allerdings für einen Ostracher speziell. „Ich glaube, dass Markus Gipson ein sehr starkes Spiel gemacht hat. Er hat uns praktisch alleine abgeschossen. Und wir waren insgesamt einfach zu naiv. Aber das ist ein Prozess. Wir wollen von Jahr zu Jahr besser werden oder am besten von Spiel zu Spiel.“

Den FC Leutkich hat Topalusic zweimal beobachtet. Einmal im Relegationsspiel gegen den SV Weingarten und einmal im Ligaspiel gegen Straßberg. „Gegen Straßberg hatten sie keine Chance, aber gegen den SV Weingarten haben sie sehr gut gespielt. Natürlich warne ich davor, den Gegner zu unterschätzen. Wir werden keinen Gegner unterschätzen, auch nicht wenn er null Punkte hat. Die Leutkircher werden gegen uns sicher kämpfen. Die werden quasi spucken, kratzen, beißen“, erwartet Topalusic einen kampfstarken Gegner. „Natürlich hätten wir vielleicht lieber gegen einen Gegner wie Berg gespielt, wo es niemanden überrascht hätte, wenn wir verloren hätten. So müssen wir punkten, und wir werden elf Spieler auf den Platz bringen.“ Topalusic muss ganz sicher im Vergleich zum Ostrach-Spiel umstellen. So kommt möglicherweise speziell auf Anton Hartock eine ganz spezielle Rolle zu. „Anton ist ja eigentlich ein Offensiver, Kompliment an ihn, wie er das derzeit hinten links macht. Und gegen Leutkirch muss er vielleicht als Innenverteidiger ran“, kündigt der Trainer an.

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